Andy, ein ganz normaler amerikanischer Junge, hat viele Spielsachen. Andy weiß aber nicht, dass seine Spielsachen, sobald keiner hinschaut, anfangen zu leben. Andy ahnt noch nicht einmal, dass jedes Spielzeug lebt. Und so wohnen in Andys Zimmer der Cowboy Woody, Space Ranger Buzz Lightyear, der Kartoffelkopf samt Frau, der Dinosaurier, das Sparschwein und viele viele andere in friedlicher Harmonie zusammen.
Nun ist es wieder soweit, dass Andy, wie jedes Jahr, ins Cowboycamp fährt und da nimmt er normalerweise nur sein Lieblingsspielzeug Woody mit hin. Doch an diesem Tag geht Woody kaputt, sein Arm reißt raus. So wird Woody hoch aufs Regal gesetzt und bleibt zu Hause, während Andy wegfährt. Auf dem Regal findet Woody dann den Pinguin Wheezy. Der staubt hier schon lange vor sich hin, sein Quiecker ist kaputt gegangen und so konnte er auch nicht um Hilfe rufen.
Als am nächsten Tag in der Nachbarschaft ein Flohmarkt stattfindet, greift sich Andys Mutter den kleinen Pinguin, um ihn gewinnbringend zu verhökern. Doch sie hat die Rechnung ohne Woody gemacht. Der startet zu einer großen Rettungsaktion, schafft es zwar, den Pinguin wieder ins Haus zu schmuggeln, wird jedoch, bevor er selber fliehen kann, von dem garstigen Al entdeckt. Der stiehlt die Woody-Puppe, nur warum?
Bei Al zu Hause erfährt Woody die Antwort. Einst, als das Fernsehen noch schwarz-weiß war, da ritt der Cowboy Woody mit seiner Round Up-Gang über die Bildschirme und war der absolute Kinderliebling. Es gab alles vom Cowboy Woody: Schallplatten, Socken, JoJos...und eben auch die Puppen. So ist Woody ein begehrtes Sammlerstück, das einzige, das Al noch fehlte, denn nun kann er seine gesamte Sammlung an ein japanisches Museum verkaufen.
Auch das Cowgirl Jesse, das Pferd Polly und den Goldgräber Stinke-Pete, die zu Woodys Round Up-Gang gehörten, hat er schon versammelt. Sie präsentieren sich dem verdutzten Cowboy, als Al mal kurz das Zimmer verlässt. Zur selben Zeit brechen Buzz und einige der anderen Spielzeuge auf, um Woody zu befreien, doch der Weg ist weit und die Stadt sehr gefährlich...
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| FILMKRITIK
Nach den Hits "Toy Story" und "Das grosse Krabbeln" haben sich die Computerprofis von Pixar-Studios mit "Toy Story II" wieder selbst übertroffen. Der gesamte Film kommt, wie auch seine Vorgänger, komplett aus dem Rechner, was aber noch lange nicht bedeutet, dass ein Kunstprodukt entstanden ist. Ganz im Gegenteil. So kann "Toy Story II" hauptsächlich durch seine Story begeistern.
Der Film sprudelt nur so über vor Ideen, Anspielungen, Witz und Charisma. Und dabei wäre der Film, der nun wohl oder übel den Animationsfilm revolutioniert hat, fast niemals auf die große Leinwand gekommen, denn er war er ursprünglich nur als Videofortsetzung geplannt gewesen. Doch Regisseur John Lassetter arbeitete - anfangs heimlich - mit seinen Autoren ein Konzept und ein komplettes Storyboard aus, das so toll war, dass die Produzenten von Disney nicht anders konnten, als dann doch einen Kinofilm zu planen.
Die Mühe hat sich gelohnt, denn die Charaktere aus "Toy Story II" wirken lebendiger als viele echte Darsteller, dem Film gelingt es sogar emotionell zu berühren und zu fesseln. Kein Wunder, denn die Figuren sind optisch wie charakterlich mit so viel Liebe gezeichnet und animiert, dass man bei einem Realfilm von perfekten Darstellern sprechen könnte.
Die Dialoge sind so ausgefeilt, dass es wirklich Spaß macht, den Spielsachen bei ihren Reden über ihre Probleme und Ansichten zuzuhören und die gesamte Geschichte ist absolut professionell geschrieben. So professionell, dass der Film bei der Golden Globe Verleihung den Globe für den besten Film im Comedy/Musical-Bereich erhielt.
| FAZIT
Ein, nicht nur für Kinder sehr empfehlenswerter Film, der noch wesentlich besser ist als sein Vorgänger. Und der war schon gut...
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung