Dienstag | 29. Mai 2012 | 15:05 Uhr
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  • FILM REVIEW | Das Ende - Assault on Precinct 13
  • Das Ende - Assault on Precinct 13

    Action | USA 2005
  • | INHALTSANGABE

  • Jake Roenick (Ethan Hawke) arbeitet als Undercover Agent in der Detroiter Unterwelt. Bei einem Einsatz werden seine zwei Partner getötet, während er mit einer Schusswunde am Bein überlebt. Dies alles ist schwer zu verkraften, doch Jake sitzt auch noch 8 Monate nach dem Vorfall am Schreibtisch in dem kleinen Außenbezirk 13, unfähig sich noch einmal dem Druck auszusetzen schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. So zumindest die Ansicht der Polizeipsychologin Iris Ferry (Drea de Matteo), die Jake regelmäßig besucht.

    Bald muss Jake allerdings erkennen, dass man sich vor der Welt nicht verstecken kann. Ausgerechnet an Silvester rollt ein Gefangenenbus durch seinen Bezirk und muss aufgrund eines heftigen Schneesturmes in der Station einen Nothalt einlegen. In dem Bus befindet sich der Schwerkriminelle Marion Bishop (Laurence Fishburn), der nicht nur einen Cop auf dem Gewissen hat.

    Von der Außenwelt abgeschnitten, droht die Situation bald zu eskalieren, da auf einmal Leute von außen in die Polizeistation eindringen. Sie können nur mit aller Not und zwei Opfern zurückgedrängt werden. Die Fremden, die man erst noch für Bishops Leute gehalten hat, entpuppen sich bald als korrupte Polizeibeamten, die unter der Leitung von Marcus Duvall (Gabriel Byrne) seit Jahren gemeinsame Sache mit Bishop machen. Doch nun, da er gefangen genommen wurde, droht dieses Abkommen aufzufliegen, sie versuchen also mit allen Mitteln Bishop zum Schweigen zu bringen. Bald weiß niemand mehr wer auf der guten und wer auf der bösen Seite steht, da sich Jake gezwungen sieht die Gefangenen frei zu lassen um mehr Leute als Feuerschutz gegen Duvalls Männer zu haben.
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      • | FILMKRITIK

      • Assault on Precinct 13, ein Remake eines John Carpenter Films aus den 70ern, muss sich für seinen Cast alles andere als schämen. Sämtliche Hauptrollen sind mit Hollywoods Größen ausgefüllt. Dazu trägt noch die für einen Thriller außergewöhnlich gute Story bei, bei der man früher oder später nicht mehr weiß, wer nun auf der Seite des Guten oder des Bösen steht.

        Leider bleibt der Film in puncto seiner weiblichen Charaktere ziemlich flach. Es scheint, als gäbe es in der Welt von Jake Roenick nur nuttige Sekretärinnen und als Extrem dazu die schwergewichtige Kriminelle, deren Züge mehr einem Mann als einer Frau gleichen. Dazwischen ist die Psychologin Iris Ferry angesiedelt, die zwar zunächst einen relativ souveränen Eindruck macht, jedoch nach kurzer Zeit auch nur noch tief dekoltiert und der Hysterie näher als der kühlen Überlegung über die Leinwand huscht. Selbstverständlich ist es diese, die Jakes Aufmerksamkeit erregt. Es gibt keine großen Szenen für Frauen in diesem Film. Dies alles wirft kein gutes Licht auf Amerikas Drehbuchautoren und man kann im Hintergrund des Filmes schon förmlich die andauernden Rufe nach guten weiblichen Hauptrollen hören.

        Trotz dieses Mankos ist ‚Assault’ ein sehenswerter Film, dem es gelingt jede Sekunde des Filmes bis zum Ende spannend zu halten. Dies liegt zum einen Teil an den hervorragend agierenden Darstellern, Ethan Hawke ist teilweise einfach brilliant, als auch an der technischen Umsetzung. Kamera und Licht geben ein solch düsteres Bild von Detroit wieder, das allein dadurch schon Spannung entsteht. Dazu kommt noch, dass der Film beileibe kein Blatt vor den Mund nimmt. Hier sitzt jeder Kopfschuss, oft als Shocking Moment, wenn es alles andere als erwartet kommt. Aber durch diese Brutalität, die auch in der Sprache widergespiegelt wird, gewinnt der Film, so absurd es klingen mag, an Authentizität und an Identifikationsmomenten mit den Charakteren. So gerät auch der Zuschauer oft ins Stolpern, weiß nicht mehr wem er Glauben schenken soll, wen er als Verräter enttarnt. So gewinnt der Film eindeutig an der Verbindung zwischen Bishop und Roenick, die so zwiegespalten ist, dass jeder für sich entscheiden muss, wem er sein Vertrauen schenkt. Und natürlich schreit die letzte Konfrontation zwischen den beiden nach einer Fortsetzung.
      • | FAZIT

      • Spannend inszenierter Thriller mit außergewöhnlich guten Darstellern.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 6.0/10 (16 votes)

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