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  • Familienbande, scharf gewürzt

    Drama | Frankreich 2007
  • Originaltitel:
    Sexe, Gombo et beurre salé
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    Frankreich 2007
    Länge:
    80 Minuten

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    • | KURZINHALT

    • Ein ganz banaler Streit um eine heimische Spezialität, die Gombo-Soße, bringt das Gleichgewicht der afrikanischen Familie Diakhité aus Bordeaux ins Wanken: An ihrem 45. Geburtstag verlässt Hortense ihren 20 Jahre älteren Mann Malik und lässt das patriarchalisch gesinnte Familienoberhaupt allein mit zwei Kindern zurück. Mental schon auf seinen Ruhestand eingestellt, wachsen Malik die neuen Pflichten über den Kopf: Er vergisst seine Kinder zu wecken, die Wohnung verwahrlost und da ein richtiger Mann seiner Meinung nach nicht kocht, gibt es auch kein richtiges Essen mehr. Kurz: Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Verzweifelt will Malik zu seinem ältesten Sohn Dani, in der Hoffnung seine weggelaufene Frau dort anzutreffen. Doch statt seiner Frau findet er einen jungen Mann in der Wohnung seines Ältesten... Als seine attraktive Nachbarin Myriam von Maliks Problemen erfährt, bietet sie: nicht ohne Hintergedanken: ihre Hilfe an. Zwar weist er ihre romantischen Avancen nicht ab und verwöhnt Myriam sogar mit einer Fußmassage, versucht aber gleichzeitig, mit allen Mitteln seine Frau Hortense zurückzuerobern. Doch Maliks Pechsträhne hält an: Nicht genug, dass Hortense alle Versuche ihres Ehemanns vehement zurückweist, er muss zudem auch noch von der glücklichen, neuen Beziehung seiner Frau erfahren, die nun mit einem jüngeren Austernzüchter zusammenlebt. Malik betrinkt sich daraufhin in seinem Stammbistro und vernachlässigt erneut seine Vaterpflichten. Dani, der das Verhalten seines Vaters nicht länger ertragen kann, überschüttet ihn mit Vorwürfen. Am selben Abend wird sein Sohn in der Disko von einem Partygirl namens Amina bedrängt, die vergeblich mit ihm zu flirten versucht, bis sie schließlich an seine Solidarität als Landsmann appelliert: Sie sucht eine Bleibe für die Nacht. Kurz entschlossen quartiert Dani Amina bei seinem Vater ein, damit sie die Ordnung in der Wohnung und in der Familie wiederherstellt.
    •  
    • | CAST & CREW

    Regie:   Mahamat-Saleh Haroun
    Buch:   Mahamat-Saleh Haroun  
    Musik:   Emmanuel Ferrier
    Kamera:   François Kuhnel
    Produzent:   Philippe Hagege  
    Darsteller:   Lorella Cravotta als Myriam  
      Manuel Blanc als Jean-Paul  
      Mata Gabin als Hortense  
      Diouc Koma als Dani  
      Marius Yelolo als Malik  
      Philomene Nga als Tatie Afoué  
      Aissa Maiga als Amina  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Malik der Krieger
    • Eine überaus amüsante und anrührend liebenswürdige Komödie über Integrationsbemühungen von Immigranten in Frankreich. Dabei geht es hauptsächlich nicht um den Gegensatz weiße Europäer und Schwarzafrikaner, sondern um familiäre Probleme, wie sie überall auf der Welt vorkommen. Nur hier werden sie von einem afrikanischen ’Zungenschlag’ begleitet. Außerdem ist der Film von einem Insider gemacht. Mahamat Saleh Haroun weiß genau, wovon er redet. Die Sprache spielt eine wichtige Rolle. Vater Malik spricht mit Akzent („Ich bin fettich. Ich nehme mein Fristick in der Kiche“). Er versucht traditionelles afrikanisches Brauchtum und auch konservative Einstellungen hoch zu halten. Das muss in Mitteleuropa deplaziert und komisch wirken. Aber er hat auch poetische Passagen drauf: „So ist das Leben: einen Tag Zwiebel, einen Tag Honig.“ Seine Frau die ihn verlässt, nannte er ’Morgentau’. Die Schicksalsschläge, die ihn treffen, überwindet er, weil er charmant und lernfähig ist. Viel Situationskomik bereitet durchaus Vergnügen: eine Weinprobe mit einer linken Muslima oder Malik verkleidet sich als der ’Unsichtbare’ im Rollstuhl und eine Fußmassage bei der aufdringlichen Nachbarin steigert sich in orgiastische Höhen. Schwangere werden von anderen Männern (auch Schwulen) geheiratet und damit gesellschaftlich gerettet. Eine afrikanische Lösung! Sehenswert.
    • 07.12.2011 Bewertung:
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