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  • Habermann

    Drama | Deutschland 2010
  • Originaltitel:
    Habermann
    Genre:
    Drama
    Deutschlandstart:
    25.11.2010
    Produktionsland:
    Deutschland 2010
    Verleih:
    Farbfilm Verleih
    Bilformat:
    1,85:1
    Tonformat:
    Dolby Digital
    Länge:
    104 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Offizielle Seite:
    www.habermann-film.de

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Der junge Unternehmer August Habermann (Mark Waschke) lebt Anfang der Dreißigerjahre als angesehener Bürger in einem kleinen Dorf im Sudetenland. Seit vier Generationen betreibt seine Familie dort das größte Sägewerk im Umkreis. Als er seine bildhübsche Frau Jana (Hannah Herzsprung), eine Halbjüdin, heiratet, freut sich jeder mit dem Paar. Aber die friedlichen Zeiten enden jäh: Die Deutschen holen das Sudetenland „heim ins Reich“.

      Anfangs zeigt sich nur Augusts jüngerer Bruder Hans (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) vom Nationalsozialismus infiziert. Doch schon bald geht ein tiefer Riss durch die gesamte Gemeinde. Der intrigante Sturmbannführer Koslowski (Ben Becker) herrscht im Dorf mit einer perfiden Mischung aus Willkür und Gewalt, und Habermanns Gattin Jana bedrängt er massiv. Der unpolitische Habermann gerät unversehens zwischen alle Fronten – den Nazis gilt er als Tschechenfreund, für die Tschechen ist er plötzlich kein Mitbürger mehr, sondern ein verhasster Besatzer...
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    • Habermann: Trailer

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Juraj Herz
    Buch:   Josef Urban als Story  
      Wolfgang Limmer als Writer  
    Musik:   Elia Cmiral
    Kamera:   Alexander Surkala
    Produzent:   Jan Kudela als Producer  
      Pavel Novy als Producer  
      Karel Dirka als Producer  
    Darsteller:   Mark Waschke als August Habermann  
      Hannah Herzsprung als Jana Habermann  
      Franziska Weisz als Martha Brezina  
      Wilson Gonzalez Ochsenknecht als Hans Habermann  
      Ben Becker als Koslowski  
      Andrej Hryc als Hartel  
      Karel Roden als Jan Brezina  
      Zuzana Kronerova als Eliska  
      Radek Holub als Masek  
      Jan Hrusinsky als Pospichal  
      Andrej Hryc als Hartl  
    • | USERKOMMENTARE

    • Sebastian-J| Erschütternd und aufwühlend...
    • Der junge Unternehmer August Habermann lebt Anfang der Dreißigerjahre als angesehener Bürger in einem kleinen Dorf im Sudetenland. Seit vier Generationen betreibt seine Familie dort das größte Sägewerk im Umkreis. Als er seine bildhübsche Frau Jana, eine Halbjüdin, heiratet, freut sich jeder mit dem Paar. Aber die friedlichen Zeiten enden jäh: Die Deutschen holen das Sudetenland „heim ins Reich“. Anfangs zeigt sich nur Augusts jüngerer Bruder Hans vom Nationalsozialismus infiziert. Doch schon bald geht ein tiefer Riss durch die gesamte Gemeinde…

      Juraj Herz erzählt vom Schicksal der Sudetendeutschen während des Zweiten Weltkriegs, bereitet die Geschichte differenziert und packend auf.

      In die anfängliche Idylle, Habermann feiert gerade die Geburt seiner Tochter, platzt die Nachricht, dass das Sudetenland "heim ins Reich" geholt wurde. Mit dieser Botschaft taucht auch Sturmbannführer Koslowski (sensationell gut: Ben Becker) auf, der fortan alle Nicht-Arier terrorisiert und Jana, grandios gespielt von Hannah Herzsprung, nachstellt - obwohl sie kein "deutsches Mädel" ist. Versiert führt Juraj Herz seine Figuren ein, erdet sie und setzt sie miteinander in Beziehung. Dabei interessiert der Tscheche sich nicht für eine konkrete Geschichte, ein bestimmtes Schicksal, sondern entwirft ein Panorama jener bewegten Tage, zeigt wie alles Private politisch wird und umgekehrt.

      Die "Guten" und die "Bösen" - sieht man vom sadistischen SS-Schergen Koslowski ab - gibt es so nicht. Nur noch Verführer und Verführte - etwa Augusts Bruder Hans, gespielt von Wilson Gonzalez Ochsenknecht, der sich von plumpen Nazi-Parolen vereinnahmen lässt. Düster und gedeckt, in erdigen Grün- und Brauntönen hält das Kamerateam seine Bilder und die bewusst eingesetzte Action ist sauber inszeniert.

      Die DVD erhält man zudem mit einem umfangreichen Making of. Außerdem liegt, für Gegner der FSK-Logos, ein Wendecover bei.

      Fazit:

      Einer der Nebenschauplätzen der grausamen Zeit – grandios und erschütternd umgesetzt. Unbedingt zu empfehlen!
    • 03.08.2011 Bewertung:
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