Dienstag | 29. Mai 2012 | 16:26 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Räuber Matthias Kneißl war zwischen 1890 und 1900 iM Dachauer Land aktiv, mit diversen Diebstählen und Bubenstücken gegen die Polizei; bis hin zu Schüssen auf der Flucht, die ihn zum Mörder machten. Schon als Bub war er ein Outlaw, nach einer ersten Verhaftung fand er wegen der ablehnenden Haltung der Bevölkerung keine Arbeit, musste wieder in die Kriminalität. Und wurde zum persönlichen Feind des Gendarmen Förtsch. Die Liebe zur Kusine Mathilde gab ihm Kraft - und besiegelte sein Schicksal.
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    • | KURZKRITIK

    • Markus H. Rosenmüller bringt wieder einen ganz und gar bayrischen Stoff auf die Leinwand, in bayrischer Sprache, ganz von bayrischem Geblüt. Die Bayern: sie sehen sich ja immer gerne als kleine Rebellen, als Schlitzohren, denen man nichts vormachen kann. So einer war der Kneißl Hias auch; und seine Verbrechen gaben der Bevölkerung Stoff für Mythen. Immer wieder geht's deftig-volkstümlich zu, und immer wieder wird auch heute noch gültige Kritik an einer repressiven Obrigkeit geübt.
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Der Räuber Matthias Kneißl: das ist eine bayrische Legende, zwischen ca. 1890 und 1900 hat er kleinere und größere Diebstähle begangen, wurden von der Polizei verfolgt, landete im Gefängnis, erschoss auf der Flucht Polizisten, wurde gefasst und 1902 hingerichtet. Eine von vielen Räuberbiographien, wie beim Schinderhannes und Zundelfrieder und beim Roten Dieter auch – siehe das Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreunds – oder beim Jennerwein, die alle auch den Mythos Robin Hood bemühen, etwas vom Rebellentum gegen die Obrigkeit haben, einen augenzwinkernden Individualismus loben, der der Normalbevölkerung imponiert. Diese Verbrecherlegenden spiegeln immer auch die heimliche Bewunderung vor der Schlitzohrigkeit, dem Ungehorsam gegen die adlige Oberschicht wieder, die der Normalbürger in seinem eigenen Leben nicht ausleben kann.
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    • Räuber Kneißl: Trailer

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Marcus H. Rosenmüller
    Buch:   Karin Michalke als Writer  
      Christian Lerch als Writer  
    Musik:   Gerd Baumann
    Kamera:   Stefan Biebl
    Produzent:   Max Wiedemann als Producer  
      Quirin Berg als Producer  
    Darsteller:   Maria Furtwängler als Theresia Kneißl  
      Maximilian Brückner als Mathias Kneißl  
      Brigitte Hobmeier als Mathilde  
      Thomas Schmauser als Gendarm Förtsch  
      Andreas Giebel als Pfarrer Endl  
      Holger Kriechel als Gendarm Schalk  
      Christian Lerch als Anton Wörndl  
      Michael Fitz als Vater Kneißl  
      Florian Brückner als Alois Kneißl  
      Sigi Zimmerschied als Flecklbauer  
      Adele Neuhauser als Tante Martha  
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