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  • NoBody´s Perfect

    Dokumentation | Deutschland 2008
  • Originaltitel:
    NoBody´s Perfect
    Genre:
    Dokumentation
    Deutschlandstart:
    11.09.2008
    Produktionsland:
    Deutschland 2008
    Verleih:
    Ventura Film
    Bilformat:
    1,85:1
    Tonformat:
    Dolby Digital
    Länge:
    84 Minuten
    FSK:
    ohne Altersbeschränkung
    Offizielle Seite:
    www.nobodysperfect-film.de

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Das erwachsene Contergan-Kind Niko von Glasow ist auf der Suche nach elf weiteren Contergan-Geschädigten, die sich mit ihm zusammen für einen Kalender fotografieren lassen – nackt. Seine Wunschkandidaten sind schnell gefunden. Jeder erzählt von Glasow seine eigene Contergan-Geschichte und am Ende entstehen tolle Aktbilder, die die Persönlichkeit der Einzelnen widerspiegeln.
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    • | KURZKRITIK

    • Niko von Glasow ist nicht nur einer der Protagonisten, sondern auch gleichzeitig der Regisseur dieser Dokumentation. Durch die Arbeit an dem Film finden alle Protagonisten ein Stückchen mehr zu sich selbst. Die, die es nicht schon vorher taten, sind fähig, sich ein Stückchen mehr zu akzeptieren, wie sie sind. Die Fotos strahlen pure Lebensfreude aus, da werden die kurzen Arme plötzlich zur Nebensächlichkeit. Unfassbar, dass sich die Nachkommen der Firma Grünenthal, die einst für die Contergan-Herstellung verantwortlich war, weigern, Niko von Glasow gegenüber zu treten, als er die Firma aufsucht und zu keinem Statement zu dem mitgebrachten Foto bereit sind.
    •  

    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Das Medikament Contergan wurde von Oktober 1957 und November 1961 produziert und vertrieben. Anfangs hielt man es wohl für ein Wundermittel, da es als effektive Hilfe gegen Übelkeit während der Schwangerschaft sowie als Beruhigungs- und Schlafmittel galt, das nicht süchtig macht. Es wurde sogar mit der völligen Unschädlichkeit des Wirkstoffs geworben und so bald in 46 Ländern vertrieben. Erst als sich Hinweise mehrten, die bewiesen, dass die angebliche Ungiftigkeit wissenschaftlich nicht haltbar war, beantragte die für die Vertreibung verantwortliche Firma Chemie Grünenthal 1961 die Rezeptpflicht, welche einige Monate später nur in wenigen Bundesländern in Kraft trat. Zu spät, denn bereits seit 1959 sahen sich Ärzte mit einer enormen Anzahl an fruchtbaren Missbildungen bei Neugeborenen konfrontiert und es dauerte nicht lange bis ein Zusammenhang mit der Einnahme von Contergan nachgewiesen werden konnte. Obwohl Grünenthal bereits 1961 1600 Warnungen über die verheerende Gefahr und Fehlbildungen bei Neugeborenen vorlag, sorgte erst ein Artikel in der Welt am Sonntag im November desselben Jahres für eine Vertriebseinstellung des Medikaments. Zwar sind die Zahlen ungenau, aber man geht von 10 000 geschädigten Kindern aus, wovon 4 000 allein in Deutschland geboren wurden, allerdings überlebte nur die Hälfte. 1968 kam es zum Prozess: Die Anklage lautete vorsätzliche oder fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Tötung. Den drei Staatsanwälten und dem Hauptverteidiger der 312 Nebenkläger standen 20 Strafverteidiger der zuletzt nur noch 5 Angeklagten gegenüber. Die betroffenen Eltern entschieden sich für einen Vergleich und verzichteten somit einerseits auf einen Schadensersatzanspruch in Milliardenhöhe und andererseits auf das Recht weiter gerichtlich gegen Grünenthal vorzugehen – sie erhielten stattdessen eine einmalige Entschädigung von 100 Millionen Mark, welche bereits 1987 verbraucht waren. Das Strafverfahren wurde 1970 wegen geringfügiger Schuld und mangelnden öffentlichen Interesses nach § 153 StPO eingestellt.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Niko von Glasow
    Buch:   Mechthild Barth als Story  
      Niko von Glasow als Screenplay  
      Mathias Dombrink als Story  
      Kiki von Glasow als Screenplay  
      Andrew Emerson als Screenplay  
    Kamera:   Andreas Köhler
      Ania Dabrowska
    Produzent:   Anne-Sophie Quancard als Producer  
      Ewa Borowski als Executive Producer  
      Jens Kaulen als Associate Producer  
      Frank Henschke als Producer  
      Niko von Glasow als Producer  
    Darsteller:   Niko von Glasow als sich selbst  
      Theo Zavelberg als sich selbst  
      Stefan Fricke als sich selbst  
      Sofia Plich als sich selbst  
      Sigrid Kwella als sich selbst  
      Petra Uttenweiler als sich selbst  
      Mat Fraser als sich selbst  
      Mandel von Glasow als sich selbst  
      Kim Morton als sich selbst  
      Andreas Meyer als sich selbst  
      Doris Pakendorf als sich selbst  
      Bianca Vogel als sich selbst  
      Fred Dove als sich selbst  
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