Der Texas Ranger Roland Sharp (Tommy Lee Jones) soll den flüchtigen Kronzeugen Morgan Ball schnappen. Auf der Verfolgungsjagd wird Ball von einem Gangster erschossen. Fünf Cheerleader werden am Fenster ihrer Umkleidekabine Zeugen des Mordes. Da sie sich nun ebenfalls in Lebensgefahr befinden, soll Sharp die Mädchen in einem sicheren Haus beschützen.
Die fünf Mädchen lassen sich nur ungern einsperren. Sharp, der ihr Vater sein könnte, ist es nicht gewohnt, dass seine Befehle auf Widerstand stoßen. Mehrmals muss er nachgeben, zum Beispiel wenn die Cheerleader vor den Spielen des Texas Longhorns auftreten wollen. Weil er die bauchfreie Kleidung der jungen Frauen zu sexy findet, lässt Sharp eine Klimaanlage im Haus installieren.
Die Mädchen geben dem steifen Polizisten Tipps, wie er einen besseren Kontakt zu seiner Tochter herstellen kann. Als er die Literaturprofessorin Molly McCarthy (Anne Archer) zum Abendessen einlädt, helfen sie ihm mit Kosmetik und Benimmratschlägen. Dann entführt der gesuchte Mörder Sharps Tochter, und die Cheerleader stehen dem Polizisten mit einem raffinierten Plan bei.
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| FILMKRITIK
Tommy Lee Jones, sonst als harter Mime mit bewegungslosem Gesicht bekannt („Men in Black“), springt in das frische Wasser einer Komödie von Regisseur Stephen Herek („101 Dalmatiner“). Die fünf Cheerleader stellen mit ihren Reizen und ihrem Widerspruchsgeist die Selbstkontrolle des altgedienten Polizisten auf eine schwere Probe. Zunächst verbietet er ihnen das Kaugummikauen, weil es den Niedergang der westlichen Zivilisation bedeutet, dann zwingt er sie, sich im Auto anzuschnallen.
Weil die Mädchen lautstark gegen das Eingesperrtsein protestieren, begleitet Sharp sie zum Rollschuhlaufen und fühlt sich wieder jung, auch wenn das schmerzhaft endet. In der Literaturvorlesung von Professor McCarthy, der Englischlehrerin eines der Mädchen, begeistert er sich plötzlich für „Romeo und Julia“ und für die Dozentin. Der einsame Polizist, der seinem Pflichtbewusstsein stets den Vorrang vor privaten Beziehungen gab, entdeckt wieder Neugier und Lebenslust.
Der Texas Ranger und die Cheerleader entwickeln eine Vater-Töchter-Beziehung, die herzlicher wird. Unter seiner korrekten Gesetzeshüter-Fassade mag Sharp sowieso Charaktere, die mehr Leichtigkeit als er haben: Öfters besucht er den singenden, tanzenden Ex-Knacki und jetzigen Priester Percy Stevens (Cedric The Entertainer).
Manche Gags sind von der Sorte, dass ein Handy aus dem After einer Kuh geholt wird, oder dass Sharp im Supermarkt Menstruationsartikel kaufen muss. Andere Witze sind gelungener: Als ein Mädchen von den harten Kerlen mit den klickenden Waffen in ihren Lieblingsfilmen schwärmt, hantiert Sharp mit seinem Revolver und sagt eher kleinlaut, sein Lieblingsfilm sei „ The Sound of Music“ („Meine Lieder – meine Träume“). Als ihn die Professorin zum Abendessen einlädt, antwortet er in alter Polizistenmanier: „Negativ“.
Die Cheerleader müssen alle Klischees von Weiblichkeit, die Männer aufregt oder ängstigt, ausreizen, über nackte Körperteile, Gurkenmaske für Sharp, fingierte Geburtswehen im Bus. Auch der Autoritätskonflikt zwischen den aufgedrehten Teenagern und dem eisernen Polizisten zieht alle Register und wirkt manchmal altbacken. Dennoch entfaltet der Film über den sorgenvollen Verantwortungsträger mit Herz einigen Wohlfühl-Charme. Man kann am Ende Jones’ Urteil bestätigen: „Väter und Töchter werden sich selbst erkennen. Junge Menschen können ihre Eltern erkennen. Eltern erkennen ihre Kinder.“
| FAZIT
Anspruchslose, aber charmante Komödie mit Tommy Lee Jones als Texas Ranger und Ersatzvater von fünf Cheerleadern.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung