Dienstag | 29. Mai 2012 | 12:45 Uhr
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  • FILM REVIEW | House of Wax
  • House of Wax

    Horror | Australien / USA 2005
  • | INHALTSANGABE

  • Sechs Freunde sind zu einem Football-Spiel unterwegs. Eine vermeintliche Abkürzung der langen Autofahrt erweist sich als Umweg. Die Gruppe entscheidet sich, Nachts auf einer Waldeslichtung zu zelten und erst am nächsten Tag weiter zu fahren. Bis auf die Störung durch einen mysteriösen Autofahrer verläuft die Nacht friedlich und ruhig.

    Am nächsten Morgen ist jedoch der Keilriemen eines der Autos kaputt und ein neuer muss besorgt werden. Wade (Jared Padalecki) und seine Freundin Carly (Elisha Cuthbert) werden von einem Waldarbeiter in die Geisterstadt Ambrose gefahren. Dieses ausgestorbene Nest scheint seine besten Tage bereits hinter sich zu haben, doch immerhin gibt es hier eine Tankstelle, die auch Ersatzteile verkauft.

    Während Wade und Carly nach dem Tankstellenwart suchen, erkunden sie die Kleinstadt. Die größte Attraktion des Ortes scheint das geschlossene „House of Wax“ zu sein, ein großes Wachsfigurenkabinett, das Menschen im Alltag darstellt. Wade und Carly dringen in das Gebäude ein und lassen sich vom unheimlichen Anblick der lebensecht gestalteten Wachsfiguren beeindrucken.

    Unterdessen fahren die vier verbliebenen Freunde weiter, um schon Karten für das Football-Spiel zu kaufen. Sie bleiben jedoch im Stau stecken, müssen umkehren und zelten wieder am selben Ort wie zuvor. Carlys Bruder Nick (Chad Michael Murray) und sein Kumpel Dalton (Jon Abrahams) fahren nun nach Ambrose, um Wade und Carly abzuholen.

    In Ambrose haben Wade und Carly inzwischen den Tankwart Bo (Brian van Holt) getroffen, der den Keilriemen besorgen will. Wade und Carly kommen jedoch dem Geheimnis von Ambrose bald auf die Spur und ein blutiger Kampf um Leben und Tod beginnt, in den auch bald Nick und Dalton hineingezogen werden. Auch die auf dem Zeltplatz verbliebenen, Page (Paris Hilton) und ihr Freund Blake (Robert Richard), müssen bald um ihr Leben fürchten.
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      • | FILMKRITIK

      • Endlich wieder ein Film, der menschliche Urängste freisetzt. Würden Sie nachts Ihr Zelt in einem nach Verwesung stinkenden Wald aufschlagen? Die Freunde in „House of Wax“ tun es. Es scheint ihnen so gut zu gefallen, dass sie dort sogar noch eine Nacht bleiben, obwohl sie der Geruch offenbar trotzdem sehr stört. Wider erwarten passiert nichts. Das Grauen nimmt erst bei Tag, im verlassenen Ambrose, seinen Anfang.

        Die Verfallene Stadt schafft eine sehr unbehagliche Atmosphäre, der Glanz des Ortes scheint schon lange verflogen zu sein. Ein Plakat von der „Miss Ambrose“-Wahl erinnert an bessere Zeiten. Auch das Wachsfigurenkabinett deutet auf die einstige Blütezeit von Ambrose hin, das Gebäude wird später noch einen beeindruckenden Anblick bescheren.

        Wurde Anfangs durch Spiele mit dem Camcorder und pubertären Humor der Film noch gedehnt, so beginnt nach einer kurzen Ruhephase im bedrückenden Ambrose nun der blanke, blutige Horror. Momente der Furcht werden sogleich von Augenblicken der rohen Gewalt abgelöst.

        „Einfach draufhalten“ scheint hier die Devise zu sein. Dabei bleibt „House of Wax“ fern von den grotesken Darstellungen des Spladderfilms und versucht sich in möglichst realistischer und detailgetreuer Wiedergabe von Grausamkeiten. Ob nun Fingerkuppen abgeschnitten, Pflöcke durch Köpfe gerammt oder Menschen gehäutet werden. „Regisseur“ Jaume Collet-Serra scheint eine Schwäche für Abartigkeiten aller Art zu haben. Er gibt ein mustergültiges Beispiel für vollkommen humor- und sinnlose Gewalt ab und prägt damit einen Tiefpunkt des Genres.

        Den Höhepunkt des Horrors bildet eine Kino-Szene in Ambrose. Zu Wachs erstarrte Menschen sitzen in den Kinosesseln fest, doch sie haben Glück im Unglück: Es läuft nicht „House of Wax“, sondern ein besserer Film. Die größte Angst im Kino besteht jedoch trotzdem nicht vor dem Film selbst, sondern vor den anderen Kinogängern. Denn wer sich diesen Trash ansieht hat sich entweder etwas besseres erhofft oder ist ein knallharter Psychopath und wird Sie vermutlich gleich von hinten erdrosseln (oder zumindest mit Popcorn bewerfen).

        Wenn dann schon genügend Blut geflossen ist, kommt die „erotische Szene“, in der Oberluder Paris Hilton noch etwas nackte Haut zeigen darf . Nein, nicht zuviel, es geht schließlich gleich weiter mit dem Gemetzel.
      • | FAZIT

      • Ein Film, nach dem man gerne das Kino verlässt.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 6.0/10 (3 votes)

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