Batman Begins holt alle noch zu klärenden Einzelheiten über den Anfang von Batmans Karriere auf. Der Film startet in Asien, wo Bruce Wayne (Christian Bale) sich aus dem korrupten Gotham City geflüchtet hat, unfähig den Dämonen seiner Vergangenheit etwas entgegen zu setzen. Doch anstatt sein Leben dort auf die Reihe zu bekommen, sitzt er im Gefängnis ein.
Dort wird er sozusagen von Ducard (Liam Neeson) entdeckt. Bruce wird aus dem Gefängnis entlassen und macht sich auf den Weg, um sein Schicksal zu entdecken. Zumindest ist es das, was ihm der ominöse Fremde versprochen hat. Schon bald trifft er auf die Ninja Schule, die sich selbst die ‚League of Shadows’ nennt, um dort ihre Ideologie und Kampfkunst zu lernen. Ducard ist ein Anhänger dieser Schule, der Vorsitzende ist aber Ra’s Al Ghul (Ken Watanabe).
In Rückblenden auf seine Kindheit wird erzählt wie der junge Bruce in einen Brunnen auf dem Anwesen der Waynes gefallen ist und dort von Fledermäusen angefallen wurde. Seitdem hat er eine nicht zu heilende Angst vor ihnen. In der Kampfschule lernt er nun diese Angst zu bekämpfen, mehr noch, sich ihr zu stellen.
Nachdem seine Eltern von einem Taschendieb ermordet wurden, hatte der junge Bruce auf Rache geschworen, und als 14 Jahre nach dem Vorfall der Mörder wieder auf freien Fuß gesetzt wird, will er ihn eigentlich aus Rache umbringen. Es kommt ihm jedoch jemand zuvor. Seiner Kindheitsfreundin Rachel Dawes (Katie Holmes) erzählt er jedoch von seinem eigentlichen Plan und sie macht ihm ihre Haltung dazu unmissverständlich klar – durch ein paar kräftige Ohrfeigen.
Nun stellen ihm die Ninja Kämpfer aber die Aufgabe, einen Kriminellen umzubringen, der wehrlos vor Bruce auf dem Boden kniet. Er schlägt diese Aufgabe aus, zerstört das Kloster, rettet seinen Mentor jedoch vor dem sicheren Tod und kehrt nach Gotham City zurück.
Dort führt er, oberflächlich gesehen, das Leben eines Dandys, doch in Wirklichkeit tüftelt er zusammen mit seinem Butler Alfred (Michael Caine) an seinem Plan Gotham City ein für alle mal von allem Übel und Korruption zu befreien. Mit den ausgeklügelten Erfindungen von Lucius Fox (Morgan Freeman), der für Wayne Enterprises arbeitet, gelingt es ihm schließlich Batman ins Leben zu rufen. Und schon bald muss er sich seinem ersten Feind stellen, dem Psychiater Jonathan Crane, auch bekannt als ‚Scarecrow’, der Drogendealer. Doch hinter Scarecrow steckt noch eine ganz andere Verbindung, die Batman bald an die Grenzen seines neu erworbenen Könnens führt.
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| FILMKRITIK
Es ist schier unfassbar wie viel Handlung in Batman Begins steckt, es vergeht kaum ein Minute, in der nicht etwas Neues aus der Versenkung auftaucht. So kommen einem die etwas über zwei Stunden Film im Nachhinein viel zu kurz vor.
Denn endlich, endlich gibt es wieder einen Batman Film, der sich auf die alten düsteren Ideale des Comics zurück besinnt. Gegen diesen Film wirken Batman Forever und Batman und Robin wie der reinste Kindergarten. (Im speziellen der letztere Film.) Und während George Cloney nie wirklich über sein Dandyhaftes Gehabe im vierten Batman-Film hinweg kommt, so dass man auch seine Performance hinter der Maske nicht mehr ernst nehmen kann, haucht Christian Bale der maskierten Fledermaus wieder neues Leben und Charakterstärke ein. Und bei einem Staraufgebot wie bei diesem Film, muss man an der Glaubwürdigkeit des Gegenspielers auch nicht lange zweifeln.
Der Brite Christoher Nolan, begeht hier in diesem Film scheinbar andere Wege als in seinem Erfolg Memento, jedoch nicht weniger eindrucksvoll. Von Beginn bis Ende des Filmes bietet er eine umfassende Erklärung, wie Bruce Wayne zu Batman wurde. Dennoch bieten die beiden Filme auch Parallelen, wie in Memento ist die Erzählstruktur alles andere als konventionell, wenn natürlich auch auf andere Weise. Und man muss es der Genialität des Regisseurs zuschreiben, dass man anhand der unzähligen Rückblenden und Zeitsprünge in der Handlung, niemals die Übersicht oder gar die Verbindung zu den Charakteren verliert.
Auch vom Set Design und Style bietet der Film eine gelungene Mixtur aus Hommage an die ersten Batman Filme von Tim Burton und neuen Bildern. Keinesfalls mehr so bunt und zirkushaft wie Batman drei und vier, wo sich Joel Schumacher austobte, sondern viel düsterer und mit einem kleinen gothic Touch.
So kann man alles in Allem kaum einen Kritikpunkt an dem Film finden. Denn das Gute ist, dass man während des Filmes kaum Zeit hat, an irgend etwas anderes zu denken, als der Handlung zu folgen.
| FAZIT
Freunde der Serie, auf ins Kino – hier kommt endlich wieder ein guter Batman Film!
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung