Mittwoch | 30. Mai 2012 | 14:26 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Ende des 17. Jahrhunderts: Mit knapp 16 Jahren kommt die Französin Jeanne, eine verarmte Adelige, an den Hof des Königs von Piemont. Der junge Graf von Verua hat die schöne Jeanne auch ohne Mitgift geheiratet und sie mitgenommen an seine Stelle im Dienste des Königs zu Turin. Jeanne schenkt ihrem Gatten einen Sohn und sieht ihrer Zukunft gelassen entgegen. Als aber der König Vittorio Amadeo Jeanne zum erstenmal erblickt, verliebt er sich leidenschaftlich in sie. Er schickt ihren Ehemann auf eine lange Dienstreise und setzt Jeannes Familie unter Druck, um an die schöne Gräfin heranzukommen. Jeanne wehrt sich nach Kräften gegen die Nachstellungen des Königs. Als aber klar wird, daß selbst ihr eigener Gatte und die Königin, aus Opportunismus und Staatsräson, nichts gegen die Liaison einzuwenden haben, fügt sich Jeanne. Sie macht dem König allerdings klar, daß er nur ihren Körper besitzen wird, nie ihre Liebe und läßt sich für ihre "Dienste" fürstlich entlöhnen. Zwischen dem König und seiner "Hure" entspinnt sich ein leidenschaftlicher Kampf. Als Jeanne an Pocken erkrankt, widmet sich der König nur noch ihrer Pflege und setzt sein Leben und seine Herrschaft aufs Spiel. Doch selbst jetzt will Jeanne seine Gefühle nicht erwidern.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Axel Corti
    Buch:   Daniel Vigne  
    Musik:   Gabriel Yared
    Kamera:   Gernot Roll
    Produzent:   Maurice Bernart  
    Darsteller:   Margaret Tyzack als Gräfinwitwe von Verua  
      Eleanor David als Königin von Piemont  
      Stephane Freiss als Graf von Verua  
      Robin Renucci als Charles de Luynes  
      Timothy Dalton als Vittorio Amadeo  
      Valeria Golino als Jeanne, Gräfin von Verua  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Der verführte Verführer
    • Der Titel gibt das Thema vor und man wartet bis es endlich klappt, dass ein absolutistischer König (Timothy Dalton) eine verheiratete Frau (Valeria Golino) zu seiner Maitresse macht. Doch dann entwickelt sich ein Machtkampf zwischen den beiden. Der König wird von ihr beherrscht und gedemütigt. Sie scheint ihr Ziel konsequent zu verfolgen, nutzt die Macht des Bettes, bis sie von der Pest heimgesucht wird. Er pflegt sie gesund und es ist recht interessant zu beobachten, wie sich die gekaufte Zuneigung in Liebe verwandelt. Die menschliche Entwicklung der beiden auf einander zu wird überzeugend geschildert. Ein Degenkampf zwischen König und Ehemann ist vom Feinsten. Es ist ein Historienspektakel mit viel Action und prunkvollen Kostümen. Nur das Ende zieht sich viel zu sehr in die Länge, obwohl es nicht ganz frei von Überraschungen ist. Und für ganz neugierige Symbolisten huscht immer wieder kommentarlos ein Fuchs durchs Bild. Ihm und den Fasanen ergeht es gar nicht gut. Soll das ein Hinweis auf die üble Lage der Frauen im 17. Jahrhundert sein?
    • 07.01.2011 Bewertung:
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