Marty (Chris Rock), das Zebra, das seit seiner Geburt im New Yorker Zoo lebt, hat die Nase voll von der ewig gleich bleibenden Tag-für-Tag Routine. An seinem zehnten Geburtstag beschließt er deshalb, dass sich etwas ändern muss. Er träumt davon frei in der Wildnis zu galoppieren, ohne jeden Tag wieder für die Zuschauer posieren zu müssen.
Doch als er seinen Freunden davon erzählt, stößt er bei ihnen auf alles andere als Begeisterung. Alex (Ben Stiller), der Löwe, würde sein bequemes Leben im Zoo um nichts auf der Welt aufgeben wollen, ist er doch die Starattraktion und genießt die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. Auch Melman (David Schwimmer), die Giraffe, und ... (Jada Pinkett Smith), das Nilpferd, sind von dem Vorschlag einfach abzuhauen und sich in den nächst besten Zug zu setzen, nicht wirklich überzeugt.
Doch letztendlich kommt alles anders, als die Tiere erwarten. Weil die militärisch organisierten Pinguine ausgerechnet in Martys Gehege bei ihrem Fluchtversuch auftauchen, schaffen sie dem Zebra die Möglichkeit ins Freie zu gelangen. Als die restlichen drei Freunde merken, dass Marty weg ist, beschließen sie ihn suchen zu gehen und schnellstmöglich in den Zoo zurück zu bringen.
Doch vier wilde Tiere fallen selbst in einer Metropole wie New York relativ schnell auf. Die Tiere werden, einschließlich der Pinguine, an der Grand Central Station gestellt und mit Betäubungspfeilen versehen.
Als sie das nächste Mal wieder mit einander sprechen, sind sie schon auf einem Dampfer auf dem Weg in ein Wildreservat in Kenia. Doch die Pinguine übernehmen das Steuer, dabei fallen die vier Boxen mit den Freunden ins Meer und stranden in Madagaskar.
Dort treffen sie bald auf die einheimische Tierwelt. Doch bald stellen sich erste Probleme heraus, Alex ist nämlich nicht mit Seetang und Gras zum Essen zufrieden zu stellen, und bald wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.
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| FILMKRITIK
Wenn der Film auch mit seinen Bildern überzeugt, und wie es scheinbar bei jedem Animationsfilm neuerdings die Mode ist, mit einer erstaunlichen Anzahl von Querverweisen auf die Filmgeschichte aufwartet, hätte die Story doch einer genaueren Überarbeitung bedurft.
Schon von Beginn an, als die Tiere noch im New Yorker Zoo weilen, macht sich schon fast so etwas wie Langeweile breit. Zwar sind die Charaktere liebevoll entworfen, vor allem die Nebencharaktere holen den Film immer wieder aus der Versenkung hervor, in der er zu versinken droht. Doch die Inszenierung ist insgesamt viel zu langsam und vor allem langatmig. Wenn der Zuschauer schon dreimal verstanden hat, um was es geht, verweilt der Film immer noch dabei, es zu erklären. Wo mal wieder die gute alte Weisheit zutrifft, dass man von jedem Hollywoodfilm die ersten 20 Minuten schneiden kann, und der Film immer noch, wenn nicht sogar besser, funktioniert.
Doch leider kommt Madagaskar auch nach 20 Minuten nicht richtig in Fahrt. Kleine Storywendungen, wie die Pinguine, die das Schiff kapern um in die Antarktis zu fahren, sind zwar nett und auch wirkliche Highlights, aber dann kommt wieder, um einmal die Worte des Filmes zu benutzen, die gleiche Routine auf, der die Tiere im New Yorker Zoo ausgesetzt sind.
Selbst die intelligente und, innerhalb der Spannungskurve des Films, überraschende Wendung, als Alex sich aufgrund des akuten Nahrungsmangels nicht mehr unter Kontrolle hat, wird durch die Inszenierung verwässert.
Hätte sich doch bloß jemand im Dreamworks Team intensiv mit der Geschichte beschäftigt, bevor sie sich daran machten, die Charaktere und damit die Animationen zu kreieren.
Zugegebenermaßen sind die Charaktere wirklich einfühlsam entworfen und auch die Animationen sehen gut aus. Aber das macht die Lücke nur noch offensichtlicher und bedeutsamer, dieser Film hätte wirklich ein gelungenes Kinoerlebnis werden können.
So aber bleibt am Ende nur das flaue Gefühl, sich nur halb gefreut zu haben, nur halb so herzlich gelacht zu haben und einen, ja, nur halb so guten Film gesehen zu haben, wie es eigentlich vielleicht möglich gewesen wäre.
| FAZIT
Zu viele Hätte, Wäre, Wenn um wirklich zu überzeugen.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung