Dienstag | 29. Mai 2012 | 11:09 Uhr
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  • FILM REVIEW | (T)raumschiff Surprise - Periode 1
  • (T)raumschiff Surprise - Periode 1

    Science Fiction, Komödie | Deutschland 2004
  • | INHALTSANGABE

  • Die Menschheit stellt sich im Jahr 2304 einer übermächtigen Bedrohung: Die 2054 gegründeten Kolonien auf dem Mars erheben sich gegen die Erde und stehen kurz davor, diese zu zerstören um ein Zeitalter der Finsternis einzuleiten. Auf einer Konferenz mit der schönen Königin Metapha (Anja Kling) wird beschlossen, dass nur noch durch eine Zeitreise der Planet gerettet werden kann.

    So wird die Crew des (T)Raumschiffs Surprise aus den Vorbereitungen zur Miss Waikiki-Wahl herbeigerufen, um die bislang unerprobte Zeitmaschine zu testen. Inmitten eines turbulenten Angriffs der Marsbewohner auf die Erde, fliehen Königin Metapha, der Taxifahrer Rock (Til Schweiger), Mr. Spuck (Michael Herbig) und Captain Kork (Christian Tramitz) in das Jahr 2004. Dort sollen sie die Landung eines Ufos verhindern, dessen Technologie die Besiedlung des Mars ermöglicht hatte. Durch einen Fehler kommen die vier Reisenden allerdings nicht an ihrem geplanten Ziel, sondern im tiefsten Mittelalter an. Dort muss sich Rock auf einem Ritterturnier gegen den ihnen aus der Zukunft gefolgten bösen Ritter (Jumbo Schreiner) beweisen - er verliert.

    Glücklicherweise schafft es Köngin Metapha, Herzog William den Letzten (Sky Dumont) zu verführen und zurück an die Zeitmaschine zu gelangen. Doch diese funktioniert wieder falsch und führt die Helden aus der Zukunft in den Wilden Westen und wird dabei auch noch zerstört. Nach einem kurzen Zusammentreffen mit dem Rheumadecken verkaufenden Santa Maria können sie durch Überlistung ihres bösen Verfolgers endlich in die gewünschte Zeit, nach Nevada ins Jahr 2004 reisen. Doch auch dort treffen sie wieder mit ihrem Feind aus der Zukunft zusammen und das Ufo kommt schon am Himmel geflogen. Es ist an der Zeit, die Menschheit zu retten.
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      • | FILMKRITIK

      • Nach "Der Schuh des Manitu" wird in Bully Herbigs neuem Film "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" niemand mehr von dem Gag-Feuerwerk verschont. Am laufenden Band finden sich zahllose Anspielungen auf Filme wie "Star Wars", "Star Trek", Minority Report", "Back to the Future", "2001" und viele, viele andere. Dabei weiß Herbig seine Vorbilder zu kopieren und gibt die Zitate in einem fast identischen Look wieder. Es findet sich keine Minute ohne wenigstens einen Gag. Dabei lohnt es sich, genau hinzuschauen. Weil es kaum möglich war, alle diese Witze in den Vordergrund zu stellen, finden sich auch in Bildbereichen, die gar nicht mehr von der Kameraschärfe erfasst werden, zahlreiche humorvolle Details. Ob das nun der Gebührenzähler für die Holo-Transmission oder der halbnackte, schwerelose Gartenzwerg ist - es gibt immer irgendwas zu entdecken.

        Selbst wenn einige der besten Gags unter die Gürtellinie zielen (wie der aufblasbare Schwanz eines rosa Plastikschweinchens), sind viele davon gerade deshalb lustig, weil sie direkt aus dem Leben gegriffen sind. Besonders Mr. Spuck schafft es immer wieder, trotz aller Bedrohung, auf Nebensächlichkeiten aufmerksam zu machen. Während eines Absturzes auf die Erde sind sein größtes Problem die ihm dabei entstehenden Stresspusteln. Und auch ansonsten muss Spuck viel leiden - und zwar an Übergewicht. Den Frust daran versucht er durch den Genuss von Herrenpralinen zu verdrängen. Selbst Captain Kork verliert stets den Blick fürs Wesentliche und denkt, als ihn die Ritter des Mittelalters auf den Scheiterhaufen setzen, nur an seine seit Stunden drückende Blase.

        Es scheint unmöglich, dass diese Crew, deren wichtigstes Ziel der Erhalt der Miss Waikiki-Wahl ist, ihre Mission erfüllen kann. Doch an ihrer Seite stehen ja der Taxifahrer Rock (Til Schweiger als eine Mischung aus Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger) und Königin Metapha. Beide sind von ihrer sich schnell entwickelnden Liebe zwar häufig abgelenkt, können jedoch ab und zu ein paar Minuten Zeit finden, um die Erde zu retten. Da die Story sehr oberflächlich und nebensächlich bleibt, erscheint der Film als eine sehr lange und überaus reichhaltige Episode der Bullyparade. Auch auf sich selbst wird verwiesen, indem der aus "Der Schuh des Manitu" bekannte Santa Maria einen Gastauftritt erhält.

        Ein weiteres Highlight bieten die atemberaubenden Spezialeffekte sowie eine actionreiche Verfolgungsjagd. Die Grafik von "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" steht den Effekten von "Star Wars - Episode 1" in keiner Weise nach, außerdem geht es hier nicht nur spannend, sondern auch spaßig zu. Spätestens wenn Kork und Spuck den von Stefan Raab komponierten Hit "Space Taxi" anstimmen, bleibt kein Auge trocken.
      • | FAZIT

      • Ein Wasserfall von Gags und viel Action bieten großartige Unterhaltung.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 5.6/10 (11 votes)

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