Mittwoch | 30. Mai 2012 | 14:37 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" sangen Mitte der 60er Jahre The Walker Brothers, ein Trio um den amerikanischen Bassisten und Leadsänger Scott Walker, das mit diesem Song aus dem "Swinging London" weltweit einen Hit landete - und sich schon 1967, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, auflöste. Denn Scott Walker, dessen Karriere als Gelegenheitsbassist auf dem Sunset Strip von Los Angeles begann, hatte andere Interessen, als sich mit den Beatles oder Rolling Stones um ein Publikum aus kreischenden Teenagern zu streiten. Scott Walker schwärmte für Filme von Ingmar Bergman, er las Jean-Paul Sartre und hörte die Chansons von Jacques Brel. So führte für Scott Walker kein Weg nach Las Vegas, wo er ein zweiter Frank Sinatra hätte werden können.

      Stattdessen nahm er Soloplatten auf, die mit dunklen Sounds und avancierten Texten aufwarteten. Seither gilt Scott Walker als einer der einflussreichsten, aber auch geheimnisumwittertsten Stars der Popgeschichte, der mit seinen Projekten - etwa dem Soundtrack zum Film POLA X von Leos Carax (1999) - das Publikum immer wieder polarisierte. Trotz großer Flops und persönlicher Krisen gehört Scott Walker zu den legendären Gestalten des Pop. "Ich bin zum Orson Welles der Musikindustrie geworden", wird er zitiert, "man will mit mir zu Mittag essen, aber niemand will den Film finanzieren." 2006 hat Scott Walker mit "The Drift" ein neues, hochgelobtes Album veröffentlicht. Wieder hat er Sounds verwendet, die als exaltiert gelten dürfen: So ließ er beispielsweise einen Perkussionisten auf eine Schweinehälfte einschlagen.

      Das Filmporträt zeigt Scott Walker nicht nur bei den Aufnahmen zu "The Drift" im Plattenstudio. Der Musiker, der Interviews üblicherweise verweigert, blickt auch bereitwillig auf seine wechselhafte Karriere zurück, während prominente Wegbegleiter und Fans wie David Bowie, Brian Eno oder Jarvis Cocker über seinen Einfluss auf die eigenen Arbeiten sprechen.
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Stephen Kijak
    Musik:   Scott Walker
    Kamera:   Grant Gee
    Produzent:   Stephen Kijak als Producer  
      Mia Bays als Producer  
      Elizabeth Rose als Producer  
      Gary Phillips als Executive Producer  
      David Bowie als Executive Producer  
    Darsteller:   Damon Albarn als sich selber  
      Dot Allison als sich selber  
      Marc Almond als sich selber  
      David Bates als sich selber  
      Ed Bicknell als sich selber  
      David Bowie als sich selber  
      Al Clark als sich selber  
      Cathal Coughlan als sich selber  
      Rob Ellis als sich selber  
      Brian Eno als sich selber  
      Gavin Friday als sich selber  
      Brian Gascoigne als sich selber  
      Alison Goldfrapp als sich selber  
      Jonny Greenwood als sich selber  
      Colin Greenwood als sich selber  
      Neil Hannon als sich selber  
      Richard Hawley als sich selber  
      Ute Lemper als sich selber  
      Lulu als sich selber  
      Dave MacRae als sich selber  
      Angela Morley als sich selber  
      Ed O'Brien als sich selber  
      Peter Olliff als sich selber  
      Evan Parker als sich selber  
      Simon Raymonde als sich selber  
      Sting als sich selber  
      Scott Walker als sich selber  
      Peter Walsh als sich selber  
      Hector Zazou als sich selber  
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