Der Wissenschaftler Reed Richards (Ioan Gruffudd) und sein treuer Gefährte Ben Grimm (Michael Chiklis) machen dem Finanzmogul Victor van Doom (Julian McMahon) ein Angebot. Reed hat herausgefunden, dass in der Nähe der Erdkugel ein galaktischer Sturm toben wird mit dessen Hilfe sich neue genetische Möglichkeiten auftun könnten. Nun will er zusammen mit Ben auf die Raumstation von van Doom um dort seine Tests zu machen. Doom akzeptiert das Angebot, unter der Bedingung, dass er das restliche Team zusammenstellt. Dieses besteht daraufhin aus ihm selbst, seiner Freundin der Wissenschaftlerin Sue Storm(Jessica Alba), die ausgerechnet Reeds Ex-Freundin ist und deren Bruder Johnny (Chris Evans), der als Pilot im Einsatz sein wird. Das ist zwar eine offene Konfrontation gegenüber Ben, der selbst Pilot ist, dennoch nimmt Reed an.
Doch der erwartete Sturm sucht die Raumstation früher als geplant heim, Ben selbst ist noch außerhalb der Station im Weltall. Während Sue verzweifelt versucht die anderen drei zu retten, verschließt sich Victor in seiner Raumkapsel, isoliert mit Titan. Trotz der katastrophalen Kraft des Sturmes überleben alle und finden sich alsbald in Quarantäne wieder. Nicht ohne Grund, denn wie sie bald herausfinden, hat jeder von ihnen eine ganz bestimmte ‚Eigenschaft’, bzw. DNA Verformung mit auf den Weg bekommen. Ben mutiert zu einem glatzköpfigen Riesen mit unmenschlichen Kräften, ist aber äußerst unschön anzusehen. Reed selbst wird zu einer Art menschlicher Gummi, er kann seinen Körper in alle undenkbaren elastischen Positionen bringen, Sue kann sich unsichtbar machen und ihr Bruder Johnny ist im wahrsten Sinne heiß, er besteht aus purem Feuer.
Doch so interessant diese Mutationen wissenschaftlich sind, desto schwieriger machen sie das normale Leben. Ben leidet am meisten unter seinem neuen Selbst, vor allem als ihn seine Frau Debbie kurzentschlossen verlässt.
Es kommt zu einem Showdown auf einer Brücke, als Ben aus Versehen ein Verkehrschaos anrichtet, mit beinahe tödlichen Folgen für einige Verkehrsteilnehmer. Aber dann können die vier neuen Superhelden mit ihren Kräften doch alle retten und sind von nun an das heißeste Gesprächsthema der Stadt.
Van Doom dahingegen geht es alles andere als gut. Nachdem die Tests von Reed so drastisch gescheitert sind, ziehen sich alle Geldgeber aus seinem Unternehmen zurück und er steht am Rande des Ruins. Seine Freundin, der er eigentlich einen Antrag machen wollte, verbringt nun aufgrund der wissenschaftlichen Untersuchungen mehr Zeit mit ihrem Ex-Freund Reed als ihm. Und dazu kommt noch, dass er selbst von den Folgen des All-Abenteuers nicht unverschont geblieben ist. Victor verwandelt sich mehr und mehr in ein Monster aus einem unbeugsamen Metall, mit der Kontrolle über Elektrizität. Allerdings beginnt er bald seine neuen Kräfte für das Böse einzusetzen.
Reed versucht zur gleichen Zeit eine Maschine zu entwickeln, die Ben und die anderen wieder in ihr ursprüngliches Selbst zurück verwandeln kann. Ben kann es damit gar nicht schnell genug gehen, was der Grund dafür ist, dass er auf Victors Manipulationsversuche hereinfällt. Nachdem die alte Romanze zwischen Reed und .. wieder aufzublühen beginnt, hat Victor einen Grund mehr, bittere Rache an Reed zu nehmen. Doch dazu muss er erst dessen ‚Bodyguard’ Ben ausschalten.
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| FILMKRITIK
Als nicht Comic Fan muss man sich doch langsam die Frage stellen, wie viele Adaptionen von Marvel Comics uns in den nächsten Jahren noch bevor stehen können, allein vom logistischen Faktor aus, begibt man sich dann aber auf Recherche, stellt man alsbald fest – viele. Es ist also noch nicht vorbei.
Fantastic Four ist ein weiteres Beispiel. Doch wo Spiderman erstaunliche Tiefe beweist, umschifft dieser Film jede kleine Andeutung von Drama und steuert auf den weiten Ozean der platten Actionkomödien. Wobei man dem Film einen gewissen Entertainment Faktor nicht absprechen darf. Mit Liebe zum Detail werden die Probleme, die ein neues Erscheinungsbild, wenn man nicht gar Identität sagen darf, so mit sich bringt dargestellt. Wenn man wie Ben etwas größer als andere geraten ist, dann ist selbst eine Banalität wie das Aufheben eines Teelöffels eine Herausforderung, bei der ein Charakter an seine Grenzen stoßen kann.
Was dagegen ein wenig zu übertrieben wirkt, ist der Style des Filmes. Es ist überzeugend dass Julian McMahons Charakter Victor sich die Augenbrauen zupft, so eitel, wie er in diesem Film dargestellt wird, passt das nur ins Bild. Aber muss er denn auch Makeup und Lippenstift tragen? Und warum müssen das die anderen Männer auch, inklusive der geformten Augenbrauen. Selbst Jessica Alba, und das ist grundsätzlich eine andere Diskussion bei weiblichen Charakteren, wirkt zu ‚geschminkt’ und gestylt. Diese Intention der Filmmacher die Comicartigkeit der Geschichte zu unterstreichen, funktioniert überhaupt nicht, im Gegenteil dies wirkt eher ein wenig lächerlich.
Mit der Story wurde es auch nicht so genau genommen. Was ist das für eine krude Plotline mit Bens Frau? Am Anfang werden die beiden als DAS Traumpaar hingestellt, an dem sich jedes andere Paar messen muss. Als aber Debbie das erste Mal persönlich im Film auftaucht, ist Ben schon verwandelt. Und sie hat nichts Besseres zu tun, als fluchtartig den Heimweg anzutreten und ihren Gatten mit seiner Identitätskrise allein zu lassen. Dann besitzt sie auch noch den Mut, als Ben seine große Heldentat auf der Brücke vollbringt im Publikum zu stehen und als er sie sieht, ihren Hochzeitsring schweigend auf den Boden zu legen. Danach hat man sie nicht mehr gesehen. Irgendwie wirkt das so, als wäre sie aus der Geschichte auf halbem Wege herausgeschrieben worden, denn genau in dieser Szene auf der Brücke, macht Reed mit aller Klarheit deutlich, dass er nach einem Weg sucht, die Mutation wieder umzukehren. Welchen Grund also hat sie ihren Mann zu verlassen? Und will Ben nun im Verlauf der Geschichte wieder sein ursprüngliches Selbst haben, weil er seine Frau zurück will – eine Frau, die bei der ersten Möglichkeit die Flucht ergriffen hat – oder weil er die Blicke der Menschen nicht mehr ertragen kann? Würde er denn jemals zu ihr zurückkehren? Am Ende des Filmes hat er dann jedoch ein junges Ding im Arm, die ihn, blind wie sie ist, nicht sehen kann.
Fragen über Fragen, denen der aufmerksame Zuschauer garantiert noch einige mehr hinzufügen kann.
Grundsätzlich zu sagen, bleibt aber, dass Ben mit seinem sarkastischen Humor mehr als nur der Sprüche liefernde Buddy des Hauptdarstellers ist, sondern im Gegenteil die mit Abstand best gezeichnete Figur im ganzen Film.
Gefolgt von Victor van Doom, dessen Eitelkeit und Machtgier von Anfang an sehr offensichtlich sind, umso schöner, dass genau damit ein wenig gespielt wird. Als Victor sich zu verwandeln beginnt, ist eines der ersten Indizien, dass dem guten Mann die Haare ausgehen. Welch Drama.
Zu den Special Effekten ist zu sagen, dass zwar Johnnys Feuer, the ‚Human Torch’, ziemlich gut aussieht, was man von den Stretcheffekten des Gummimannes Reed nicht gerade behaupten kann. Der Film hält die meiste Zeit eine sehr realistische Darstellung ein, umso mehr fallen diese comicartigen Effekte auf.
So bleibt alles im allen nur festzuhalten, dass Freunde der platten Actionkömodie hier gut aufgehoben sind, allen anderen bleibt zu empfehlen den Film zu meiden, oder sich eben im Vornherein darüber klar zu sein, dass man hier nicht viel erwarten kann.
| FAZIT
Hier bleibt die Logik mal wieder auf der Strecke, für einen netten Popcorn-Kino-Abend reicht es aber allemal.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung