Dienstag | 29. Mai 2012 | 21:53 Uhr
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  • FILM REVIEW | Dickie Roberts: Kinderstar
  • Dickie Roberts: Kinderstar

    Komödie | USA 2003
  • | INHALTSANGABE

  • Dickie Roberts, ein ehemals gefeierter Kinderstar will unbedingt sein Comeback feiern. Regisseur Rob Reiner würde ihm vielleicht eine Rolle in seinem neuen Film geben, nur fehlt Dickie leider die Erfahrung einer „normalen“ Kindheit, die für die Rolle unerläßlich ist. Kurzerhand engagiert Dickie eine Familie, bestehend aus Vater, Mutter, Tochter, Sohn, Hund und versucht, seine Kindheit nachzuholen. Dabei hat er nicht nur eigene Probleme, sondern auch noch die der Familienmitglieder zu bewältigen.
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      • | FILMKRITIK

      • Eines muß man dem Film lassen. Er schafft es, daß man schnell eine eindeutige Meinung über ihn hat. Er ist schlecht.

        Die Geschichte des ehemals berühmten und nun erwachsenen Rotzlöffels Dickie Roberts, der wieder geliebt werden will, und die einzige Möglichkeit dazu darin sieht, wieder ein gefeierter Star zu sein, indem er die Rolle in einem Film ergattert, dessen Sinn ihm zu hoch ist, ist leider wirklich nicht das Geld wert, das ein Kinoticket heute kostet.

        Nahezu alles, was im Bild passiert, wird –manchmal auch mehrfach- verbal wiederholt, damit auch der letzte unaufmerksame Zuschauer kapiert, um was es geht. (Oder hält man die Zuschauer für so dumm, daß sie solche
        Winke mit dem Zaunpfahl wirklich brauchen?)

        Mit plumpen Worten und Dialogzeilen, die tatsächlich aus der Feder eines sechsjährigen Kinderstars stammen könnten, versuchen die Figuren ihre Gefühle auszudrücken und miteinander zu agieren. Da fragt man sich ob den erfolgreicheren Schauspielern, die im Film ihre Gastauftritte hinlegen, auch eine Niere als Bezahlung angeboten wurde. Denn genau das ist der Preis für Dickie Roberts Comeback.
        Von ehemaligen, realen Kinderstars, die nach ihrem Ruhm fallengelassen wurden, ist im Film eine Menge zu sehen. Doch obwohl man eigentlich Mitleid mit diesen Menschen haben müsste, was durch den fast schon anklagenden Chor enttäuschter Kinderstars im Nachspann eigentlich gefordert wird, denkt man bei so einer Vorstellung doch nur: „Kein Wunder, daß niemand sie mehr sehen will...“ Und so wird ein eigentlich doch gar nicht so lustiges Thema, erinnert man sich an Personen wie etwa Macaulay Culkin, mit Fäkalhumor und flachen Späßen durch den Fleischwolf gedreht. Dabei fehlt dem Film eindeutig der Witz, um zumindest als unterhaltsamer Klamauk durchzugehen. (Über American Pie konnte man wenigstens noch lachen.) Hier bleibt einem nur noch die Flucht in ein Lachen der Verzweiflung über verschwendete Filmgelder.

        Gute Technik, Geld und ausgebildete Schauspieler reichen eben nicht aus, um einen guten Film zu machen. Erinnere ich mich falsch, oder sagte einer der arbeitslosen Schauspieler im Film: „Uns will keiner sehen.“ Wenn ja, dann hätte er recht.
      • | FAZIT

      • Fader Möchtegern-Klamauk, der das Geld einer Kinokarte nicht wert ist.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Anke Hermann

      • | Userwertung

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