Dienstag | 29. Mai 2012 | 12:55 Uhr
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  • FILM REVIEW | I, Robot
  • I, Robot

    Action, Science Fiction | USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • Wir schreiben das Jahr 2035. Die Firma US-Robotics macht Riesengeschäfte, denn sie produzieren unter Anleitung des genialen Konstrukteurs Dr. Alfred Lanning Roboter, die den Menschen hilfreich zur Hand gehen. Drei Gesetze haben diese Roboter immer zu befolgen. Sie dürfen den Menschen keinen Schaden zufügen, sie müssen jedem Befehl gehorchen, außer er verstößt gegen das erste Gesetz und sie dürfen sich verteidigen, es sei denn, sie verstoßen damit gegen eines der beiden ersten Gesetze. Jeder in diesem Land liebt die diensteifrigen Wesen, außer Detective Del Spooner (Will Smith). Der begegnet den Androiden äußerst kritisch, ja geradezu neurotisch, was ihm nicht nur Kopfschütteln seines Chefs, sondern auch Gelächter von Seiten seiner Kollegen einbringt. Als dann plötzlich Dr. Alfred Lanning kurz vor Verkaufsstart der neuen Robot-Generation tot aufgefunden wird und sich so einige Roboter in Spooners Umfeld sehr merkwürdig verhalten, wird aus seinem Mißtrauen Gewißheit. Schnell ist ihm klar, daß Lanning nicht, wie von allen behauptet, Selbstmord beging. Vielmehr hinterließ er eine ganze Reihe fragwürdiger Spuren, denen Spooner nun mit Hilfe der Robot-Wissenschaftlerin Susan Calvin folgt. Sie entdecken, daß der neuen Roboter, den Spooner für den Mörder Lannings hält, in der Lage ist, Gefühle zu zeigen und sogar einen eigenen Namen besitzt: Sonny. Und während Spooner und Calvin sich langsam einem großen Geheimnis nähern, organisieren sich die neuen Roboter zu einer unüberwindlichen Kampftruppe. Durch eine eigenmächtige Interpretation der Gesetze stehen sie nicht mehr unter Zwang, sie befolgen zu müssen. Und sie verfolgen einen Plan, der zutiefst logisch und gerade deshalb unmenschlich ist.
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      • | FILMKRITIK

      • Von den gleichnamigen Kurzgeschichten Isaac Asimov´s inspiriert erzählt der Film die Variation einer Geschichte, wie wir sie schon einige Male im Kino sehen konnten. (Man erinnere sich an „Blade Runner“, „Minority Report“ oder „A.I.“.) Was geschieht, wenn wir Roboter erschaffen, die irgendwann ungleich mächtiger sind, als wir selbst? Was passiert, wenn Roboter tatsächlich Gefühle entwickeln? Oder, was wird mit den Menschen geschehen, wenn sich diese Roboter von selbst weiterentwickeln und sich gegen ihre Schöpfer auflehnen?

        Regisseur Alex Proyas („The Crow“ / „Dark City“) zeichnet eine Welt, wie sie tatsächlich einmal sein könnte. Im Chicago der Zukunft ist alles zwar viel größer, heller, sauberer und irgendwie glatter als im Chicago der Gegenwart, aber immerhin gibt es noch Überreste der alten Welt, mit denen sich besonders Spooner gerne umgibt. Und so wird sein „benzinbetriebenes“ Motorrad zur letzten Rettung, wenn sämtliche autopilot-gesteuerten Autos aufgrund eines Stromausfalls stehenbleiben und auch seine heißgeliebten „Converse“-Schuhe aus den 70ern halten mehr aus als man denkt. Auch die Marken, die einem durch ein gar nicht unauffälliges Product-Placement aufs Auge gedrückt werden, sind altbekannt, was in diesem Falle jedoch eher eine beängstigende Wirkung hat. Denn diese Welt ist zu glaubwürdig um pures Science-Fiction zu sein. Auch die Roboter sehen zwar schon sehr weit entwickelt aber nicht zu perfekt aus, um sich zu sehr von den heute schon existierenden Modellen zu unterscheiden. Also alles Zukunftsmusik? Wenn ja, dann eine unterhaltsame.

        Will Smith mimt als Detective Del Spooner einen komischen Neurotiker mit Action-Held-Ambitionen. Leider wird ihm der Rang des ersten Sympathieträgers fast von Sonny dem Androiden abgelaufen. Dennoch düfte Smith der talentierteste Komiker unter den Action-Helden sein, was besonders durch seinen Gegenpart der rationalen Wissenschaftlerin Susan Calvin hervorgehoben wird, die sich mit kühler Mimik über die Rolle einer bloßen Stichwortgeberin erhebt.

        Der Film präsentiert sich mit jeder Menge Special-Effects, die sich wirklich sehen lassen können. (Schließlich stammen sie von John Nelson, der schon in „Gladiator“ überzeugende Arbeit leistete.) Auch der ungeheure Detailreichtum in der Ausarbeitung einer zukünftigen Welt ist beachtlich. Und so tragen die Robots, die auf den ersten Blick alle gleich aussehen trotz ihrer einfachen Konstruktion erstaunlich individuelle Züge.

        Zugegeben, wer reines Action-Kino erwartet, wird leicht enttäuscht sein, denn dafür gibt es nicht genug Action. Hin und wieder könnte der Film wohl auch ein wenig spannender sein. Der Film bietet eben von allem etwas. Etwas Action, etwas Spannung, etwas Komik, etwas Dramatik und (Gott sei Dank) keine Liebesgeschichte.

        Dennoch bildet die Geschichte ein homogenes Ganzes. Ohne dramatische Höhen und Tiefen zu durchkämmen gleitet die Handlung fortlaufend dahin ohne anzuecken. In dem Sinne ist der Film ebenso glatt wie sein Design.
      • | FAZIT

      • Vergnügliches Popcornkino, das mit einem etwas höheren Anspruch daherkommt, als man es vielleicht sonst gewohnt ist.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Anke Hermann

      • | Userwertung

      Wertung: 6.5/10 (20 votes)

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              • 2 User haben den Film gesehen
              •   giga83
              •   nump