Dienstag | 29. Mai 2012 | 13:08 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Sechs Monate, nachdem ihr einziges Kind während der Tsunami-Katastrophe in Thailand verschwand, glaubt Jeanne, den tot geglaubten Sohn in einem Video über obdachlose Kinder in Burma wieder zu erkennen. Gemeinsam mit ihrem Mann begibt sie sich auf eine Reise fernab der Zivilisation und landet inmitten eines heimtückischen Dschungels, der von verwilderten Kindern bewohnt wird, die keine Eindringlinge dulden. Denn wenn ein Mensch einen grausamen Tod stirbt, findet seine Seele keine Ruhe und wird böse. Das nennt man „Vinyan“.
    •  

    • | VIDEOS ZUM FILM

    • Vinyan: Trailer [eng]

    • | SZENENBILDER

    •   mehr
    • | CAST & CREW

    Regie:   Fabrice Du Welz
    Buch:   Oliver Blackburn als Writer  
      Fabrice Du Welz als Writer  
      David Greig als Writer  
    Musik:   Francois Eudes
    Kamera:   Benoit Debie
    Produzent:   Nadia Khamlichi als Executive Producer  
      Adrian Politowski als Executive Producer  
      Michael Gentile als Producer  
      Jeremy Burdek als Executive Producer  
    Darsteller:   Emmanuelle Beart als Jeanne Belhmer  
      Rufus Sewell als Paul Belhmer  
      Julie Dreyfus als Kim  
      Petch Osathanugrah als Thaksin Gao  
      Amporn Pankratok als Sokghai  
      Josse De Pauw als Matthias  
      Omm als Sarah  
      Borhan Du Welz als Joshua  
    • | USERKOMMENTARE

    • Flapman| Natur pur
    • Diese französisch-belgisch-englische Koproduktion aus dem Jahr 2008 wird ja oft als eine Art Mischung aus Apocalypse Now und Don't Look Now (Wenn die Gondeln Trauer tragen) beschrieben, was in mir ein sehr starkes Interesse geweckt hat - doch leider hatte ich meine Erwartungen viel zu hoch gesteckt, denn die Sichtung des Films verlief für mich in erster Linie durchweg ernüchternd.

      Die Story an sich klingt ja nicht schlecht: Ein englisches Ehepaar hat bei dem Tsunami-Unglück in Thailand ihr einziges Kind verloren. Ein halbes Jahr später glaubt die Mutter ihren totgesagten Sohn in einer verwackelten Videodokumetation über die Zustände in Burma wiederzuerkennen. Die beiden Eheleute stürzen sich Hals über Kopf in die Unzivilisation und verlieren sich bald im Wahnsinn der fremden Dschungelwelt fern jeglicher westlicher Lebensvorstellungen und -regeln.
      Viel Potenzial also, welches meiner Meinung nach leider nur recht mau umgesetzt wurde.

      An erster Stelle hat mich die kaum zu ertragende Charaktierisierung der Mutter gestört. Diese handelt über gesamte Filmlänge hinweg ohne jeglichen Sinn und Verstand komplett nur aus ihren emontionalen Launen heraus und stürzt so hysterisch wie es nur geht von einer hanebüchenen Aktion in die andere. Natürlich spielt Emmanuelle Béart hier eine Mutter, die ihr Kind verloren hat und entsprechend emotional bewegt ist, aber dennoch ist diese Figur leider dermaßen stark überzeichnet, daß es an vielen Stellen einfach nur noch nervt.
      Ihr Mann (gespielt von Rufus Sewell) hingegen bleibt recht farblos: seine wenigen Versuche sie zumindest halbwegs zur Besinnung zu bringen, scheitern schon im Ansatz und letztendlich folgt er ihr nur wie ein kleines blindes Hündchen immer mehr ins Chaos hinein.

      Auch die Story an sich ist nicht sonderlich gehaltvoll; die Kontaktsuche nach einem Einschleuser und auch die komplette Reise nach Burma verlaufen zäh und unspektakulär, hier und da wurden ein paar obligatorische Mysterie-Elemente hineingeschnitten wie etwa eine 08/15-Traumsequenz oder eine alte Einheimische mit zweitem Gesicht - also nichts, was man nicht schon unzählige Male zuvor gesehen hätte.

      Lediglich im letzten Viertel kommt der Film langsam mal in die Gänge und der Zuschauer erlebt in teils schönen, teils verstörenden Bildern eine recht gelungene Umsetzung des Motivs: westlich gebildete Menschen verlieren sich nach und nach im grausamen Wahnsinn einer für sie fremdartig gewordenen Urwelt. "Natur pur", sozusagen.

      Unterm Strich ist dieser Film dadurch dann doch noch halbwegs sehenswert; wer hier aber einen gruseligen Horrorthriller oder gar einen zweiten Apocalypse Now erwartet, der sollte seine Erwartungen nicht nur ein wenig zurückschrauben.
    • 11.10.2009 Bewertung:
    • Bitte melden Sie sich hier kostenlos an, um einen Kommentar abzugeben:



    • | INTERESSANTE FILME

    Bisher wurden noch keine Filme mit diesem Film verknüpft.
     Film vorschlagen

    • | Userwertung

    Wertung: 0.0/10 (0 votes)

    • | Cinefacts bei Facebook
    Facebook Logo
      • | WEITERE INFOS
          •   AKTIONEN