Mittwoch | 30. Mai 2012 | 04:14 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Mit gestyltem Haar, Ohrring und den Bündeln mit Rosen in seinen Händen hat Fikret (17) ein bisschen was von einem Don Juan. Im Dauerstau auf der Bosporusbrücke, die Istanbuls europäischen mit dem asiatischen Teil verbindet, bietet er den wartenden Autofahrern die Blumen zum Verkauf an. Gleichzeitig bemüht er sich im alten Zentrum der Stadt um einen richtigen Job. Umut (28) fährt Sammeltaxi und passiert die Bosporusbrücke tagtäglich. Neben seinem Job ist er auf der Suche nach einer besseren Wohnung, doch den Ansprüchen seiner Frau kann er mit seinem Einkommen nicht gerecht werden. Auch der Verkehrspolizist Murat (24) ist auf der Bosporusbrücke stationiert. Zwischen den langen, anonymen Autoschlangen fühlt er sich einsam. Nach Feierabend geht er online und sucht in Chatrooms nach der großen Liebe… Ohne voneinander zu wissen, laufen auf der Bosporusbrücke die Träume und Hoffnungen von Fikret, Umut und Murat mit den Sehnsüchten von Millionen anderer Istanbuler zusammen.
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    • Men on the Bridge: Trailer

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Asli Özge
    Kamera:   Emre Erkmen
    Produzent:   Nicolas Grupe als Associate Producer  
      Mete Gümürhan als Co-Producer  
      Sevil Demirci als Co-Producer  
      Fabian Massah als Producer  
    Darsteller:   Cemile Ilker als Cemile  
      Umut Ilker als Umut  
      Fikret Portakal als Fikret  
      Murat Tokgöz als Murat  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Job, Miete, Frau
    • Das titelgebende, symbolische Band, das die Akteure miteinander verbindet, ist die Brücke über den Bosporus. Hier bekommen wir anhand von drei gut gewählten Figuren (Rosenverkäufer, Taxifahrer und Polizist) einen interessanten Einblick ins ganz normale Leben in der heutigen Türkei. Wir werden mit allzu menschlichen Schwierigkeiten konfrontiert, wie sie fast überall auf der Welt existieren. Es geht um Jobsuche ohne Ausbildung, Eheprobleme wegen finanzieller und sexueller Meinungsverschiedenheiten und Heiratswünsche via Internet.
      Aber auch typisch türkische Phänomene werden beleuchtet: wie etwa der Nationalismus, dem mit Militärparaden und Feuerwerk gefrönt wird. Und es gibt Gespräche darüber, was man im Lande so allgemein von der PKK hält. Auch die weitverbreitete Ansicht, dass die Feinde der Türkei die westlichen Imperialisten sind, die vom zionistischen Kapital finanziert werden, kommt zur Sprache.
      Regisseurin Asli Özge kann das gelassen distanziert von ihrem Berliner Domizil aus so sehen. Die Laiendarsteller aus seiner Heimat sollten dem Film wohl Authentizität verleihen, agieren aber etwas hölzern. So wird der dokumentarische Charakter noch stärker unterstrichen. Es entsteht auch kein neues Bild vom kleinasiatischen Staat. Wir sehen, was wir bereits kennen, vielleicht hier global eingefärbt.
    • 23.04.2012 Bewertung:
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