Bo und Luke Duke sind wilde Gesellen; doch wenn es um ihre Familie und um ihr geliebtes Hazzard County in Georgia geht, dann sind sie überhaupt nicht mehr zu bremsen.
Der böse Boss Hogg will nämlich das ganze Tal zu einem profitablen Kohlebergwerk machen, und das muss natürlich verhindert werden. Das schließt einen Ausflug in die Universität von Atlanta mit ein, und natürlich eine Menge Autoverfolgungsjagden. Schließlich muss nicht nur Boss Hogg aufgehalten, sondern auch die Hazzard County Road Rallye gewonnen werden… Mit Hilfe von Onkel Jesse und der aufreizenden Cousine Daisy gelingt es, alle Hindernisse zu überwinden – zur Not wird einfach mit dem Auto darübergeflogen.
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| FILMKRITIK
Yippieyayeeehhh, es ist ein Riesenspaß. Bo und Luke sind schlitzohrige Hallodris, aber mit guten Herzen. Onkel Jesse ist ein raubeiniger Farmer, ehrlich und bodenständig – außer, dass er illegal Schnaps brennt als eine Art Trotzreaktion gegen die doofen Autoritäten. Daisy ist das reine Mädchen vom Lande, züchtig und keusch, das trotzdem seine Reize einzusetzen weiß, wenn es der guten Sache dient. Boss Hogg dagegen ist der böse Großgrundbesitzer, der aus dem Land anständiger Mensche große Kohlegruben machen will, unterstützt vom korrupten Sheriff Roscoe.
Eigentlich sollte der Film auf bayrisch synchronisiert werden, dem unverständlichen Südstaatenakzent des Originals entsprechend. Aber auch, weil die Dukes of Hazzard im Grunde volkstümliche Unterhaltung sind, einfach, erdverwachsen und naiv – auf eine Weise, die dem Film selbst nicht bewusst ist. Yippieeehh und Yahiiiiihhh schallts laut durchs Tal, als wären die Jodler ausgebrochen; statt Zithermusik und Blaskapelle tönen eingängige Riffs vom Soundtrack: Von AC/DC bis ZZTop klingts während der Verfolgungsjagden.
Die sind natürlich das Lebenselement des Films, röhrende Motoren und schnelle Schnitte, Beschleunigung an allen Enden – doch das erfüllt keinen anderen Zweck als ein bisschen Turbulenz mit Herumgerenne auf der kleinen Bühne des Bauerntheaters. Tatsächlich ist alles – freilich in anderem Maßstab – ähnlich unbeholfen gespielt und inszeniert, wie die Laientruppe im örtlichen Theaterverein es auch hinkriegen könnte, ohne Millionen zu verpulvern. Schnelle Autoverfolgungsjagden hat man viel besser schon anderswo gesehen, und die Gags wurden auch schon besser angesteuert als mit dem kräftigen Grimassieren von Seann William Scott und Johnny Knoxville.
Nur manchmal scheint der Film annäherungsweise zu der selbstironischen Ebene vorzustoßen, die ihn gerettet hätte, wenn sie durchgehalten worden wäre: Der hysterische Anfang, eine brachiale Version der klassischen Balkonszene, oder später, wenn als Retterin aus höchster Not Jessica Simpson aus dem Kühlschrank (!) rauskommt und der hilfreiche Mechaniker der Dukes aus einer Falltüre rausguckt. Dann wird der Film so blödsinnig, dass er sich tatsächlich mit den eigenen albernen Witzen auseinanderzusetzen scheint – doch das muss ein Versehen sein, denn die Drehbuchautoren (oder waren es die Schnittmeister?) haben es nichtmal geschafft, die Witzchen, auf die eben doch immer zu sehr zuinszeniert wird, wenigstens so lange zu wiederholen, bis sie als Running Gag funktionieren – die Autohupe mit der Kavalleriefanfare oder das Yiihaaa-Schreien hören irgendwann auf, um den Autos Platz zu machen, die Ben Hur und Ballett sein wollen, aber nur Boxautos sind.
Südstaatlich konservativ (um nicht zu sagen reaktionär), frauenfeindlich, antiintellektualistisch, auf die kleine Welt von Familie und Hazzard County bedacht, primitive Witze primitiv rüberbringend: im Grunde Peter Steiners Theaterstadl im Freien.
| FAZIT
Bauerntheater mit mehr Action, sonst nichts.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung