Mittwoch | 30. Mai 2012 | 11:27 Uhr
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  • USERKOMMENTARE | Band of Brothers - Wir waren wie Brüder
  • Flapman | Find some cover!
  • Über Jahre hinweg habe ich diese Serie vollkommen ignoriert, da ich das Duo Spielberg und Hanks im Zusammenhang mit den Themen "D-Day" und "zweiter Weltkrieg" natürlich sofort mit dem unglaublich schlechten und sehr bedenklichen US-Propaganda-Machwerk "Saving Private Ryan" verbinde, für das es seinerzeit ja bezeichnenderweise sogar eine hohe Auszeichnung des amerikanischen Militärs gab.

    Glücklicherweise habe ich der Serie nun aber doch noch eine Chance gegeben und muß ganz klar sagen, daß ich mich wirklich vollkommen geirrt habe. Hier findet man nämlich keine Glorifizierung von "heldenhaften" Soldaten, keinen blinden Patriotismus, keine zu sentimentaler Musik stolz wehende US-Flagge, kein Schwarz-Weiß-Denken der Marke "Amerikaner = die moralisch sauberen Guten / Deutsche = die abgrundtief bösen Monster", keine alberne und hanebüchene Schnulzen-Geschichte der Sorte "Wir müssen den letzten noch lebenden Sohn der Familie Ryan heile nach hause bringen, koste es, was es wolle!"...

    Hier geht es ungeschminkt um die Grausamkeit von Krieg und darum, was ein solcher in den Seelen einzelnen Menschen anrichtet. Entsprechend heftig sind die zahlreichen harten Bilder und Szenen, welche der Zuschauer zu sehen bekommt, denn ein Krieg ist nun einmal kein Pfadfinderausflug für Helden in sauberen Uniformen und mit stets perfekten Frisuren, wie man es den Zuschauern in so vielen früheren Verfilmungen mit dieser Thematik weismachen wollte.

    Erzählt wird die wahre Geschichte der "Easy Company", einer US-Fallschirmjägereinheit, welche den Krieg in Europa ab dem D-Day und stets an vorderster Linie miterlebt. Jede Folge stellt jeweils einzelne Figuren in den Vordergrund, dadurch entstehen großartige Charakterstudien und unterschiedliche Erzählperspektiven, welche hervorragend in die aufwändigen Actionsequenzen und das sehr detailverliebte historische Production-Design hinein montiert sind.

    Die Story basiert auf den tatsächlich geschehenen Ereignissen, sie zeigt einem die blanke Fratze des Krieges und man weiß eigentlich zu keiner Zeit, was im nächsten Moment alles passieren kann, wer vielleicht plötzlich sterben oder auch überleben wird.

    Viele Szenen sind von einer unglaublichen Intensität - selten hat mich z.B. etwas so dermaßen emotional gepackt wie die Artillerieangriffe in den Wäldern von Bastogne...

    Sehr gut inszeniert ist auch die extrem düstere Stimmung in den Seelen der Soldaten - es wird eben absolut nichts beschönigt und auch eher unangenehme und selten ausgesprochene Dinge wie z.B. das Fehlen von dringend benötigter Ausrüstung oder das Plazieren von absolut untauglichen Pfeifen in Führungspositionen werden in dieser US-Serie sehr deutlich thematisiert.

    Insgesamt fand ich die Serie überraschend großartig und mitreißend - ich hätte im Vorfeld wohl besser weniger auf die Namen Spielberg/Hanks achten sollen, sondern vielmehr auf die drei Buchstaben HBO - denn dieser erfolgreiche US-Bezahlsender braucht sich glücklicherweise keine Gedanken um Zensur und politische Beeinflussung zu machen und produziert so eine absolut brillante Serie nach der anderen, in denen kein Blatt vor den Mund genommen werden muß und eben auch viele tabuisierte und unbequeme Dinge thematisiert werden können.

    Sehr interessant anzusehen ist im direkten Vergleich zu Band Of Brothers übrigens die Mini-Serie "Generation Kill", welche ebenfalls von einer US-Militäreinheit handelt und komplett auf wahren Begebenheiten basiert - diesmal allerdings brandaktuell angesiedelt im Irakkrieg 2003.
  • 29.07.2009 Bewertung: stern stern stern stern stern
    • Daemonkiller | Grandiose Kriegsserie
    • Band of Brothers - wir waren wie Brüder schildert auf sehr ausführliche Art und Weise von der Ausbildung bis zum Schlachtfeld den Werdegang einer Kompanie im zweiten Weltkrieg.

      Hier dominiert nicht wie in manchen einem Kriegsfilm nur das Schlachtfeld, aufgrund der Länge wurde sich viel Zeit genommen um auch andere Sorgen, Ängste der Protagonisten zu zeigen.

      Auch sehen wir nicht nur das Geschehen aus der sicht eines einzelnen Soldaten.

      Steven Spielberg und Tom Hanks haben eine grandiose Kriegsserie geschaffen die den Betrachter tief mit ins Schlachtfeld nimmt und alle Gräul des Krieges zeigt.
    • 04.04.2005 Bewertung: stern stern stern stern stern
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          Wertung: 9.4/10 (23 votes)

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