Mittwoch | 30. Mai 2012 | 15:45 Uhr
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  • FILM REVIEW | The Village - Das Dorf
  • The Village - Das Dorf

    Thriller | USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • In einem kleinen, von Wäldern umgebenen Dorf des 19. Jahrhunderts lebt eine Gemeinschaft von Menschen friedlich zusammen. Doch in dem Wald, so heißt es, leben furchtbare Kreaturen. Diese werden nur "die Unaussprechlichen" genannt. Glücklicherweise gibt es einen Waffenstillstand zwischen den Kreaturen und den Dorfbewohnern: Die Menschen gehen nicht in den Wald und die Wesen aus dem Wald kommen nicht in das Dorf. Rot lockt die Waldbewohner an und wird deshalb verborgen. Gelb schreckt sie ab und die Grenze zum Wald muss mit Farbe immer wieder neu gestrichen und beflaggt werden.

    Der Dorfbewohner Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) zeigt sich mit der Situation allerdings unzufrieden. Immer wieder fehlen im Dorf wichtige Medikamente und Versorgungsgüter, die er aus der Stadt holen könnte. Als Lucius seinen ersten Schritt in den Wald wagt, bleibt dies nicht unbemerkt. In den darauffolgenden Tagen befinden sich im Dorf gehäutete Tiere und andere Warnungen, schließlich streift einer der Unaussprechlichen nachts zu den Häusern.

    Zudem breitet sich unter den Dorfbewohnern Missmut aus. Als der labile Noah Percy (Adrien Brody) Lucius aus Eifersucht um seine zukünftige Frau Ivy Walker (Bryce Dallas Howard) niedersticht und lebensbedrohlich verletzt, steht auch die Gemeinschaft auf dem Spiel. Es fällt die Entscheidung, dass die blinde Ivy zusammen mit zwei Begleitern den Wald durchqueren, und in der Stadt für Lucius lebensnotwendige Medikamente holen soll. Doch mitten im Wald verabschieden sich Ivys Begleiter von ihr und sie muss alleine weiter gehen. Sie allein soll sich jetzt der Gefahr stellen und ihre Aufgabe zu Ende bringen.
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      • | FILMKRITIK

      • Ein friedliches, kleines Dorf, umgeben von feindlichem Terrain. "The Village" portraitiert eine Gemeinschaft, die ihren Zusammenhalt beweisen muss. Der Rat der Ältesten hat als oberstes Gesetz festgelegt, dass der Wald nicht betreten werden darf. Wozu auch - in der Stadt lauern nur boshafte Menschen und das Verbrechen. So wissen alle alten Dorfbewohner von traumatisierenden Erlebnissen aus ihrem früheren Leben in der Stadt zu berichten. Das Dorf ist eine idyllische Insel inmitten einer Welt des Bösen. Von vielen Seiten zeigt sich die unbeschwerte, ländliche Existenz. Erst als die Waldbewohner wieder in das Dorf eindringen, gerät das Leben ins Ungleichgewicht. Doch die Dorfgemeinschaft stellt sich entschlossen der Gefahr, auch wenn sich viele Einwohner unentwegt fürchten.

        Allerdings werden auch im Dorf Geheimnisse gehütet; Ivys Vater Edward (William Hurt) bewahrt diese sogar in einer Kiste auf. Letztlich hat auch menschliches Handeln die fatalsten Folgen für die Stimmung im Ort. Als Noah Lucius zu ermorden versucht, hat das Verbrechen auch hier Einzug erhalten. Nicht die Unaussprechlichen, sondern ein im Dorf aufgewachsener Mensch bringt Gefahr und Verderben mit sich. Aufgrund seiner geistigen Behinderung ist Noah nicht einmal zurechnungsfähig. Da es im Dorf keine Behandlungsmöglichkeiten für ihn gibt, wird er des öfteren in ein dunkles Zimmer eingesperrt. Das unperfekte Wesen des Menschen ist also, genau wie die äußere Gefahr durch den Wald, eine zunehmende Bedrohung

        Aus dieser Situation heraus entschließt sich Ivy, der Stadt einen Besuch abzustatten. Doch auch ohne die Kreaturen stellt sich für die blinde Frau allein im Wald eine Vielzahl von Gefahren. Ivys Lage scheint absurd und ausweglos. In geschickten Sichtperspektiven gelingt es der Kamera, den Zuschauer genauso wie Ivy im Dunklen tappen zu lassen und immer nur den nächsten Schritt vorauszuahnen.

        So spielt "The Village" mit modernen, menschlichen Ängsten vor Verbrechen und dem Alleinsein in wilder Natur. Zwar wirkt der Wald im Tageslicht kaum gefährlich, doch da Ivy nichts sieht und die Sicht der Kamera auf ihren Wahrnehmungshorizont eingeschränkt ist, bietet sich ein Bild erschreckender Bedrohung.

        Vielleicht um "Blair Witch Project" nicht zu kopieren, wird der spannendste Teil, Ivy allein im Wald, sehr kurz gehalten. Lang und ausführlich wird das romantische Leben im Dorf gezeigt, mit Beziehungskonflikten und alltäglichen Problemen. Deshalb ist der Film immer nur kurzzeitig spannend - dann, wenn er es schafft zu überraschen.
      • | FAZIT

      • Ein solider Thriller mit einigen spannenden Szenen.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 5.5/10 (2 votes)

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