Traumhafte Welten können täuschen. Durch fragwürdige Manipulationen und die Unterdrückung des restlichen Universums versucht ein mächtiges Imperium eine "bessere Welt" zu schaffen. Das Mädchen River (Summer Glau) soll hierfür als wertvolle Waffe eingesetzt werden. Gerade bevor die Koalition sich ihrer bemächtigen kann, kommt ihr Bruder Simon Tam (Sean Maher) ins Spiel und rettet sie.
Schließlich finden die beiden Zuflucht auf dem Rebellenschiff Serenity. Unter dem Kommando des Kriegsveteranen Captain Malcolm Reynolds (Nathan Fillion) gelingt ihnen die Flucht vor der Koalition. Das eingespielte Team der Serenity kämpft schon lange Gegen die zwielichtigen Pläne der Koalition. Mit River an Bord kommt es allerdings zu einer gespannten Situation. In einem ohnehin gefährlichen Universum, scheint River in der Tat die größte Gefahr darzustellen.
Dennoch muss sie um jeden Preis geschützt werden, denn sie besitzt den Schlüssel zu den geheimen Plänen der Koalition. Durch das Abschlachten von Verbündeten der Serenity beweist die Koalition einmal mehr ihre Unmenschlichkeit, doch es gibt auch genügend andere Feinde, wie zum Beispiel blutrünstige Menschenfresser. Um die Koalition zu stoppen scheint es nur einen Weg zu geben: River auf ihrer undurchsichtigen und gefährlichen Mission zu unterstützen. Sie führt die Crew der Serenity zu einem mysteriösen Planeten, der eine entscheidende Rolle in ihrer Schlacht spielen kann.
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| FILMKRITIK
"Serenity – Flucht in neue Welten" bietet zweierlei: die Adaption einer Comicserie und die einer Fernsehserie. Die Fans der Fernsehserie werden zu schätzen wissen, dass der Film mit den Schauspielern der Serie besetzt wurde. Wer sich einfach nur mal einen Film ansehen will, wird genau dies bedauern, denn es sind eben keine richtigen Schauspieler. Die wie ein Laientheater anmutende Besetzung bleibt flach. Ebenso werden die Figuren der Serie kaum erklärt, so dass diese für Quereinsteiger oft vollkommen uninteressant und farblos bleiben. Die Beziehungen der Besatzung der Serenity werden kaum erläutert und sind oft nicht nachzuvollziehen.
Trotz vieler Klischees und Oberflächlichkeiten bietet "Serenity" dennoch viele gelungene Szenen. Dank eines geistreichen Drehbuches und pointiert geschriebener Dialoge merkt man trotzdem, dass es sich bei der Crew der Serenity um ein eingespieltes Team handelt. Klassische Konfliktsituationen zwischen Besatzungsmitgliedern oder die stereotypische Lovestory werten die Geschichte jedoch wieder ab. Faszinierend hingegen ist die kreative Vielschichtigkeit mit der "Serenity" erzählt wird. Im Wechselspiel zwischen Simulationswelten und verschiedenen Planeten zeichnet sich eine umfassende Konzeption eines eigenen Universums ab.
Gleichermaßen vermögen es diese Welten optisch zu faszinieren. Einerseits wurde offensichtlich ein immenses Budget in die Szenenbilder investiert um die beeindruckenden Bilder von verschiedenartigen Planeten und Städten nahe zu bringen. Andererseits wurde dann aber doch oft im Detail gespart. Wenn moderne Technik in 500 Jahren immer noch mit Standard Dell-Computertastaturen bedient wird, dann ist das keine Bügeleisen-Nostalgie à la Raumpatrouille Orion sondern schlicht ein unverzeihlicher Fehler.
Es ist "Serenity" hoch anzurechnen, dass er es dennoch schafft, nie langweilig zu werden. Im Gegensatz zu anderen Genre-B-Produktionen wird Action mit einem plausiblen Handlungsstrang verbunden. Gewürzt mit einem guten Schuss Humor gelingt es dem Film, amüsante Unterhaltung zu bieten. Gleichermaßen sind die Verfolgungsjagden wirklich einmal spannend und Kampfszenen wirklich packend.
Es reihen sich gute Szenen und schlechte Szenen in einem ambivalenten Wechselspiel aneinander. Während fünf Minuten vielleicht zum Abschalten motivieren, können die nächsten fünf Minuten schon wieder unglaublich fesselnd sein. Für Fans der vorangegangenen Serie ist "Serenity" auf jeden Fall zu empfehlen. Unbescholtene Kinogänger sollten sich auf eine etwas holprige Weltraumtour gefasst machen.
| FAZIT
Gelungene Fortsetzung für Fans der Serie, für alle anderen ein sehr durchwachsenes Kinoerlebnis.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung