Mittwoch | 30. Mai 2012 | 15:06 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Drei bekannte Filmemacher, drei Filme, eine Metropole von heute und Megastadt der Zukunft: Tokio. Michel Gondry erzählt von einem jungen Paar, Hiroko und Akira, das nach Tokio fährt und in der winzigen Wohnung einer Schulfreundin von Hiroko unterkommt. Als die Freundin die beiden rauswirft, verwandelt sich Hiroko mitten auf der Straße in einen Stuhl und lässt sich von einem jungen Mann mitnehmen. Der pflegt und hegt den Stuhl, und Hiroko hat das erste Mal in ihrem Leben das Gefühl, zu etwas nütze zu sein. Leos Carax erfindet ein Monster: dünn, einäugig, mit rotem Bart und ohne Alter, das aus den Kanälen der Stadt kriecht und da, wo es auftaucht, Chaos und Panik unter den Menschen erzeugt. Das Gericht, vor das man es stellt, macht es zur Bühne und wird so zum Volkshelden. Es entzieht sich der Hinrichtung und kriecht alsbald aus einem Kanal in New York. Bong Joon-ho erzählt im Tokio von heute oder morgen die Geschichte eines Hikikomori, eines Mannes, der die Berührung mit anderen Menschen scheut, dem Sonnenlicht ausweicht und seit elf Jahren das Haus nicht verlassen hat. Sein Leben gerät aus den Fugen, als er sich gegen seinen Willen in eine Pizzabotin verliebt und diese Liebe ihn zwingt hinauszugehen, auf die Straße, in die Sonne. .
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Joon-ho Bong
    Buch:   Gabrielle Bell  
    Musik:   Etienne Charry
    Kamera:   Caroline Champetier
    Produzent:   Masa Sawada  
    Darsteller:   Ryo Kase als Akira  
      Ayako Fujitani als Hiroko  
      Teruyuki Kagawa als Mann  
      Jean-Francois Balmer als Maitre Voland  
      Ayumi Ito als Akemi  
      Renji Ishibashi als Avocat general  
      Denis Lavant als Merde  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Dreimal Tokio
    • Drei Regisseure liefern drei völlig unterschiedliche kleine Filme ab. Allen gemeinsam ist das Ambiente der japanischen Hauptstadt und die äußerst skurrilen Geschichten.
      Die erste beginnt recht locker und findet eine Kim Ki Duk-mässige Lösung mit einer kafkaesken Verwandlung. Film Nummer zwei testet die ästhetischen Grenzen der Zuschauer. Die Hauptfigur heißt Merde, sieht auch so aus und verhält sich so. In dieser grotesken Mediensatire gibt es eine sonderbare Hinrichtung. Der letzte Teil ist der netteste der drei, obwohl ein ernster Sinn durchs Gebälk lugt. Erdbeben ist ja ein wichtiges japanisches Thema. Hier allerdings mit einer positiven Option. Ordnungsfanatiker haben ihre wahre Freude daran. Alle drei sind schrill, fern ab der Wirklichkeit angesiedelt und nicht uninteressant.
    • 10.02.2011 Bewertung:
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