Im Jahr 2507 haben die Menschen ein fernes Sonnensystem bevölkert. Die mächtige so genannte Allianz strebt die Herrschaft im ganzen Universum an. Sie arbeitet mit Gehirnwäsche, der auch die 17jährige River zum Opfer fällt. Ihr Bruder Simon schafft es, die verstörte junge Frau aus den Fängen der Allianz zu befreien. Doch River ist Geheimnisträgerin. Ein junger, kaltblütiger „Operative“ der Allianz setzt alles daran, sie wieder zu kriegen.
River und ihr Bruder finden Unterschlupf auf einem Raumfrachter. Die junge Crew besteht aus Außenseitern, die sich der Allianz nicht anpassen wollen. Doch als Kapitän Mal sieht, dass River versteckte Botschaften der Allianz erhält, und dann zur tödlichen Kampfmaschine mutiert, hält er sie für eine Gefahr an Bord.
Doch dann steuert die Serenity einen entfernten Planeten an, um Rivers dunkles Geheimnis zu lüften. Und plötzlich befindet sich die Crew in einem offenen Krieg gegen die übermächtige Allianz und die ebenfalls gut mit Raumschiffen ausgestatteten Reavers, deren einziges Ziel es ist, Menschen bei lebendigem Leib aufzufressen.
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| FILMKRITIK
Das Spielfilmdebüt von Regisseur und Drehbuchautor Joss Whedon basiert auf der amerikanischen TV-Serie „Firefly“. Whedon schuf mit dieser Serie, die vom Sender bald abgesetzt wurde, eine treue Fangemeinde, die „Browncoats“. Ähnlich wie die Serenity-Helden sich der Allianz widersetzen, wollten die zahlreichen Fans die Firefly-Geschichte nicht sterben lassen. So konnte Whedon die Studiobosse überzeugen, dass eine abgesetzte Fernsehserie in der gleichen Besetzung ihre Fortsetzung als Kinofilm finden kann, der ein treues Publikum sicher ist.
Kinogänger, die die Fernsehserie nicht kennen, und selbst solche, die sich nur selten in Science-Fiction-Filme verirren, dürften angenehm überrascht sein von der rasanten Spannung und dem leichten Humor dieses Weltraumabenteuers. Im Zentrum steht die eingeschworene Crew der „Serenity“: sehr individuelle Charaktere, die zusammenhalten, indem sie sich ergänzen. Die militärische Härte von Kapitän Mal ist brüchig. Vor der zur Kampfmaschine mutierten River muss er im Gefecht passen, und wird auf lustige Weise kleinlaut. Auch gegenüber seinem Erzfeind, dem Operative mit dem tödlichen Schwert, sieht er mit seinem Messerchen lächerlich aus.
Der Tonfall an Bord der Serenity ist locker und direkt: Das sind alles Kollegen, die ihr Bestes geben wollen, aber sich nicht immer einig sind, was das ist. Und dann holt sie die galaktische Gefahr immer wieder ein. Diese grauenhaften Reavers, menschliche Monster mit blutverschmierten Gesichtern, tauchen in Raumfahrzeugen, die wie militärische Flugobjekte aussehen, urplötzlich auf und stürzen sich auf ihre Opfer.
Es gibt eine hoch spannende Flucht, bei der ein Crewmitglied ein Messer in der Wade hat, das die Verfolger an einem Seil halten. Und dann die Szenen, in denen die getarnte Serenity an den vielen Raumschiffen der Reavers vorbeifährt. Dabei könnte man eine Stecknadel fallen hören.
Zu der rasanten Mischung aus Spannung, Kampf und Witz gesellen sich gar nicht so platte Ideen wie die der bedrohlichen Allianz, die die Menschheit mit allen, auch bösen Mitteln, befrieden will. Oder dem väterlichen Freund von Mal, der ihn drängt, endlich an etwas zu glauben. Oder dem anarchischen Computerfan Mr. Universe, der auf seinen Bildschirmen das gesamte Geschehen des Alls verfolgt und Informationen einspeist.
Trotz der Reavers und einiger Morde ist der Film nicht blutrünstig. Auch die kühle Technik ausgeklügelter Science-Fiction-Welten ist nicht sein hauptsächlicher Ehrgeiz. Die Serenity-Leute ähneln eher kleinen Piraten, die anstatt auf sumpfigen Wasserarmen voller Gefahren im All herumkurven. Auf den Planeten gibt es den verwirrenden Trubel asiatischer Großstädte und als Kontrast verkarstete, einsame Berglandschaften. Ein stimmiger Film mit Entdeckungsfahrten in unheimliches Neuland.
| FAZIT
Nicht nur für SciFi-Insider: Die flotten Abenteuer einer kleinen Raumschiff-Crew im Weltall bieten spannende Kampf- und Verfolgungsaction.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung