Mittwoch | 30. Mai 2012 | 13:24 Uhr
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  • FILM REVIEW | Saw 2
  • Saw 2

    Thriller, Horror | USA 2005
  • | INHALTSANGABE

  • Der Serienmörder aus "Saw" macht weiter. Diesmal sperrt er eine kleine Gruppe von Leuten in ein verfallenes Haus und gibt ihnen zwei Stunden Zeit, ihre Aufgaben zu lösen und zu entkommen. Wieder gibt es keine andere Möglichkeit, als sich auf sein Spiel einzulassen. Jede Minute, die seine Gefangenen in dem Haus verbringen, atmen sie ein Nervengift ein, für das sie ein Gegenmittel finden müssen.

    Diesmal agiert der Jigsaw-Killer jedoch nicht aus dem Verborgenen. Er lässt sich von der Polizei auffinden und festnehmen. In seinem Unterschlupf zeigt er dem Detective Matthews allerdings, dass sich auch sein Sohn unter den Gefangenen befindet. Sämtliche Androhungen durch Matthews haben keinen Erfolg – Jigsaw führt ihn nicht zu dem Haus sondern startet ein Frage und Antwort-Spiel.

    Währenddessen wird die Zeit im Haus knapp. Die Insassen des Hauses erkunden nach und nach die einzelnen Räume und sterben, wenn sie nicht auf die Spielregeln achten. Jeder Hinweis auf ein Gegengift erweist sich als Falle. Geschickt wird jeder Einzelne mit seinen Schwächen konfrontiert und kann nicht widerstehen. In den letzten Minuten schließlich bricht Chaos aus.
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      • | FILMKRITIK

      • Grausamkeit und Blutrünstigkeit sind ein simples, in "Saw" aber dennoch funktionierendes Rezept. Wider erwarten wird dies in "Saw II" nicht langweilig, sondern auf gleichem Level fortgeführt. Wie nur wenige andere Filme vermag es auch "Saw II" Angst zu zeigen. Durch tickende Uhren entsteht wieder ein Suspense, der den unausweichlichen Tod noch schrecklicher erscheinen lässt. Jigsaw stellt hierin Parallelen zu seinem eigenen, baldigen Ende dar. Auch seine Uhr tickt; er ist schwer krank und wird bald sterben.

        Da wir Jigsaws Motive schon kennen, eröffnet sich ihm die Möglichkeit, einen kleinen philosophischen Diskurs zu starten. Er richtet über Menschen, die ihr Leben verschwenden. Menschen, die nach seiner Ansicht ihren perfekt funktionierenden Körper nicht verdient haben. Jigsaw reiht sich damit in das klassische Repertoire bekannter Film-Serienkiller ein und hat vielleicht sogar die Chance, zum Kult zu werden.

        Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der Brutalität dargestellt wird. Die Gewaltakte sind oft so detailliert, dass sie schon recht streitbar werden. Sicherlich gibt es keine einfache Antwort darauf, ob man denn nun alles Zeigen muss. Gleichermaßen wäre es wohl aber auch enttäuschend, Gewalt zu versprechen und diese dann nur anzudeuten. Da dem Film jeglicher komischer Aspekt fehlt – er also nicht ins Spladdergenre hineinreicht – kann er sich damit rühmen jedenfalls eine besonders bildreiche Darstellung jeglicher Form körperlichen Leidens abzugeben. "Saw II" will schockieren und reizt dabei seine Limits aus.

        Viel Potenzial hingegen gibt es in der Logik des Plots. Dass eine Flucht aus einem Holzhaus unmöglich ist, scheint kaum glaubhaft. Die Gefangenen übersehen zu viele Möglichkeiten. Mit viel blutigem Geschehen wird über die Schwächen des Drehbuchs hinweggetäuscht. Generell ist der Film sehr Handlungsorientiert. Die Figuren sind, obwohl sie nicht viel reden, detailliert entwickelt und ihr Verhalten im Haus ist meist glaubhaft.

        Die etwas konstruierten und kreativen Fallen des Killers könnten im richtigen Leben vielleicht niemanden anlocken, faszinieren aber dennoch. Immer wieder deutet sich Unheil durch Jigsaws installierte Tötungsmechanismen an. Ob Menschen nun zerstückelt werden, verbrennen oder sich gegenseitig in den Rücken fallen – es wird alles einmal durchexerziert.

        Durch die Weiterentwicklung von Jigsaw gewinnt das Ganze etwas an Originalität. Ebenso sorgt das verkommene Haus für eine passende Atmosphäre, ohne die der Film ansonsten recht eintönig werden würde. Auch die Parallelhandlung zwischen Haus und Jigsaws Unterschlupf erweist sich als gelungene Idee und macht "Saw II" sehenswert.
      • | FAZIT

      • Blutige Fortsetzung, die überraschender Weise mit dem ersten Teil durchaus mithalten kann.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Julius Pöhnert

      • | Userwertung

      Wertung: 4.3/10 (4 votes)

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              • 2 User haben den Film gesehen
              •   GrayFox
              •   nump