Mittwoch | 30. Mai 2012 | 13:25 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Sebastián ist ein junger idealistischer Filmregisseur. Er hat sich vorgenommen, einen aufrichtigen Film über eine der bedeutendsten Gestalten der Weltgeschichte zu drehen – Christoph Kolumbus. Sebastián ist entschlossen, den Mythos, der die Ankunft der Zivilisation in der westlichen Hemisphäre verklärt, zu entlarven. Stattdessen will er zeigen, was Kolumbus in Gang gesetzt hat: Gier nach Gold, Sklavenhandel, entsetzliche Gewalt gegen jene Ureinwohner, die sich den Neuankömmlingen entgegenstellten. Costa ist Sebastiáns Freund und Produzent. Er ist vor allem daran interessiert, dass der Film pünktlich und innerhalb des Budgets abgedreht wird.

      Costa wählt als Drehort Bolivien – das preiswerteste und „indianischste“ Land Lateinamerikas. Doch während der Dreharbeiten in Cochabamba drohen soziale Unruhen. Die Wasserversorgung der Stadt ist privatisiert und an einen britisch-amerikanischen Konzern verkauft worden. Täglich kommt es zu militanten Aktionen, die schließlich im April 2000 im noch heute berühmten „Wasserkrieg von Cochabamba“ münden. 500 Jahre nach Kolumbus kommt es erneut zu gewalttätigen Konfrontationen zwischen der indianischen Bevölkerung und einer hochgerüsteten modernen Armee. Aber diesmal geht es nicht ums Gold. Diesmal geht es um ein flüssiges Menschenrecht: Wasser.
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • „Der Film geht vor, immer.“ Und: „Der Aufstand wird vergessen werden. Der Film bleibt ewig.“ Sebastian ist besessen von seinem Film über Christoph Columbus, über Geldgier, über die Unterdrückung der Indios nach der Landung der Spanier, über die Grausamkeiten, mit denen die Einwohner Amerikas unter Krone und Kirche geworfen wurden. Sein Film ist großes Kino, emotional und anklagend, und er ist nicht sehr teuer: Denn Statisten und Handwerker findet man zu Hunderten in der armen Bevölkerung von Bolivien, dort wird gedreht, Costa, der Produzent, hat Sebastian, den Regisseur, überzeugt, dass hohe production values bei kleinem Budget die Kleinigkeit vergessen lassen, dass das beurwaldete Hochland Südamerikas mit den bolivianischen Indios die Karibik ersetzen müssen.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Iciar Bollain
    Buch:   Paul Laverty als Writer  
    Musik:   Alberto Iglesias
    Kamera:   Alex Catalan
    Produzent:   Juan Gordon als Producer  
      Pilar Benito als Executive Producer  
    Darsteller:   Gael Garcia Bernal als Sebastian  
      Luis Tosar als Costa  
      Karra Elejalde als Anton / Cristobal Colon  
      Raul Arevalo als Juan / Antonio de Montesinos  
      Juan Carlos Aduviri als Daniel / Hatuey  
      Cassandra Ciangherotti als Maria  
      Carlos Santos als Alberto / Bartolome de las Casas  
      Luis Bredow als Jefe de Policia  
      Milena Soliz als Belen  
      Sonia Ovando als Ona / Sonia  
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