Fünf Jahre sind vergangen seit Riddick (Vin Diesel) vom „Planeten der Finsternis“ entkommen konnte. Noch immer ist er ein Einzelgänger, der der Gesellschaft fern bleibt und auf dessen Kopf eine hohe Summe ausgesetzt ist. Gejagt von Kopfgeldjägern hat er sich auf einen einsamen Planeten geflüchtet. Als er dort von dem aggressiven Kopfgeldjäger Toombs (Nick Chinlund) aufgespürt wird, ist klar, dass ihn nur einer verraten haben kann – der Priester Imman (Keith David), dem er damals das Leben rettete. So begibt sich Riddick, nachdem er die Kopfgeldjäger spielend besiegt hat, mit deren Raumschiff zum Planeten Helios um Imman zur Rede zu stellen. Dieser bekennt, dass er den Jägern den entscheidenden Tipp gegeben hat, wollte er doch nur Riddick aus seinem Versteck locken, damit er ihnen zu Hilfe kommen kann. Helios wird von den skrupellosen Necromongern bedroht, die durch die Galaxie reisen und einen Planeten nach dem anderen dem Erdboden gleichmachen. Die Wahrsagerin Aereon (Judi Dench) hat vorausgesagt, dass Riddick den Planeten retten kann. Doch der ist keinesfalls gewillt sich für andere einzusetzen. Bevor er allerdings den Planeten wieder verlassen kann, beginnt der Angriff. Und Riddick bleibt nichts anderes übrig, als sich seiner eigenen Haut zu wehren. Als Imman getötet wird, meldet sich Riddicks Gewissen und er stellt sich den Necromongern um Imman zu rächen. So gerät er in Gefangenschaft des Anführers der Invasoren Lord Marshal (Colm Feore) erfährt, dass Riddick einer der Furianer ist, deren Planet die Necromongers vernichtet haben. Eine Prophezeiung besagt, dass es einem Furianer gelingen wird Lord Marshall zu töten und die Necromonger zu besiegen. So ist dessen Furcht geweckt, doch Riddick gelingt es zu fliehen, gerät aber sogleich in die Fänge von Toombs, der ihn auf den Gefängnisplaneten Crematoria bringt. Dort trifft er auf Jack, die mittlerweile zur jungen Frau herangewachsen ist. Sie nennt sich nunmehr Kyra (Alexa Davalos) und weiß sich durchaus zur Wehr zu setzen.
Gleichzeitig schickt Lord Marshall seinen Stellvertreter Vaako (Karl Urban), um Riddick zurückzubringen. Vaakos machtgierige Frau (Thandie Newton) lässt indessen nichts unversucht ihren Mann an die Macht zu bringen.
Auf Crematoria eskalieren die Geschehnisse und Riddick, Kyra und ein paar andere können fliehen, treffen jedoch auf die Necromonger. Weil Kyra glaubt Riddick wäre tot, flieht sie vor dem unwirtlichen Planeten, auf dem es bei Tagesanbruch bis zu 700° werden kann, in das Raumschiff der Necromonger. Doch Riddick überlebt und reist zurück nach Helios um sich dort seinem Widersacher Lord Marshal zu stellen. Es kommt zum alles entscheidendem Kampf im Raumschiff der Necromonger.
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| FILMKRITIK
Wer „Pitch Black – Planet der Finsternis“ (2000, David Twohy) gesehen hat, wird sich noch gut an Riddick erinnern. Schon damals wurde er von Vin Diesel verkörpert, der durch die Rolle erstmals ins internationale Rampenlicht rückte. Der Charme des wortkargen und aggressiven Außenseiters machte „Pitch Black“ zu einem innovativen und frischen Horror-Action-Film, der sich binnen kurzer Zeit eine Fangemeinde sicherte. Riddick, der Einzelgänger, der sich seine Augen operieren ließ, um im Dunkeln besser sehen zu können, wurde zum Kult. So mag es nicht verwundern, dass sich die Fortsetzung nunmehr auf Riddick konzentriert.
Während sich im ersten Teil das Heldentum Riddicks an seiner besonderen Fähigkeit festmachte, gerät diese im zweiten Teil zeitweilig fast zur Nebensache.
Und dies ist symptomatisch für den Film. Eine Fortsetzung, die alles anders machen will und somit die Falle der bloßen Wiederholung umgehen möchte. So wechselt David Twohy das Genre, aus einem Horrorfilm wird ein Science Fiction Streifen, der vor allen Dingen mit seinen Special Effects wirbt. Aber das Problem ist, dass die Effekte es nicht vermögen den Zuschauer zu fesseln, hat man doch schon viel bessere und technisch überzeugendere Bilder gesehen. So erinnert die erste Einstellung fatal an die Kamerafahrt in „Herr der Ringe – Die Gefährten“ (2001, Peter Jackson), wenn sie über die Gesichter der überlebensgroßen Necromonger Statuen genauso wie über die Antlitze der Argonath fährt. Riddick selbst verkommt zu einer bloßen Actionfigur, die mit der kontroversen Charakterzeichnung des ersten Teils, nur noch das gleiche Äußere verbindet.
Auch von der visuellen Gestaltung bietet der Film nichts Neues. Der freundliche Planet Helios, den Riddick retten soll, ist in warme orange und gelbfarbene Töne getaucht. Die Kämpfer dort tragen Rüstungen, die römisch inspiriert sind. Dahingehend sind die Necromonger in stählernes Grau gehüllt, das sich auch in den organisch anmutenden Raumschiffen wiederfindet, die nicht zufällig an H.R. Giger erinnern. Ihre Architektur erinnert an die Bauweise des Nationalsozialismus, sie ist pompös, imperialistisch anmutend und gleichzeitig vom Schrecken besetzt. Überall finden sich Plastiken wieder, die Figuren darstellen, die sich in Schmerzen krümmen.
Judi Dench, die die Wahrsagerin Aereon spielt, vergeudet hier ihr Talent. Obwohl ihr Name ganz oben auf den Plakaten steht, nehmen ihre Szene in dem Film noch nicht einmal zehn Minuten ein. Wer also auf eine Dench-like Darstellung hofft, wird hier enttäuscht.
Es ist bedauerlich, dass Twohy es nicht vermocht hat, eine ausgereiftere Fortsetzung zu kreieren. Zumal er auf zwei seiner spannendsten Charaktere des ersten Teiles zurückzugreifen konnte. Aber anstatt auf die Charakterisierung von Riddick und Kyra alias Jack näher einzugehen, versteckt sich der Film hinter den Effekten. Damit macht er es sich zu einfach, als dass es viele Fans von Pitch Black begeistern könnte.
| FAZIT
Schade um das verschwendete Potential – Riddick hätte einen besseren Film verdient.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung