Dienstag | 29. Mai 2012 | 22:58 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Es war einmal... So beginnen die Märchen dieser Welt. Doch die Geschichte über ein kleines Dorf im Süden Chinas könnte eigentlich auch so enden. Denn weit ab von jeglichem sozialen, kulturellen oder technischen Fortschritt passiert hier schon seit langem nichts mehr.

      Kwok Yun ist Ende Dreißig und unverheiratet. Obwohl sie sich den Traditionen beugt, hat sie eine Affäre mit dem verheirateten Dorflehrer. Aber selbst die kann die Leere in ihrem Leben nicht füllen, ihre Sehnsucht nach Veränderung nicht stillen. Eines Tages steht sie in einem Reisfeld und hört ein eigenartiges Geräusch. Als sie zum Himmel blickt, glaubt sie, ein großes silbernes Ding zu sehen und spürt, wie sie von einer gewaltigen Kraft ergriffen wird. Sie verliert das Bewusstsein. Als sie wieder erwacht, liegt ein Fremder neben ihr, sonnengebräunt und am Bein verletzt. Er ist amerikanischer Geschäftsmann und der erste "Westler", dem Kwok Yun in ihrem Leben begegnet. Sie nimmt ihn mit zu sich und versorgt seine Wunden. Doch plötzlich ist er verschwunden.

      Als Kwok Yun der Dorfvorsteherin Chief Chang von dem Vorfall berichtet, leitet diese die Information ordnungsgemäß an die höheren Stellen weiter und löst damit eine Kettenreaktion aus. Während Regierungsbeamte im Dorf eintreffen und die Bewohner über die angebliche UFO-Landung verhören, erkennt Chief Chang die große Chance für ihr Dorf. Unter ihrer Leitung und mit Unterstützung des Neu-Millionärs Bill Huang weichen Karpfenteiche und Reisfelder neuen Parkplätzen und Touristenattraktionen rund um die "UFO-Site", werden das Dorf und seine Bewohner gewaltsam ins 21. Jahrhundert gezerrt. Auch Kwok Yun gerät in den Strudel eines instrumentalisierenden Systems, das im Namen des Fortschritts kein Raum für individuelle Träume zulässt. Die Zukunft des Dorfes ist bereits "staatlich beschlossen" - die von Kwok Yun jedoch bleibt offen.
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Die chinesische Regisseurin Xiaolu Guo verwendet für ihren satirisch gefärbten zweiten Spielfilm "UFO in Her Eyes" ihren gleichnamigen Roman. Die deutsche Produktion wurde zwar in China gedreht, jedoch nicht als chinesische Koproduktion und wird daher in den Kinos des Landes nicht gezeigt werden dürfen. Die in London lebende Regisseurin nimmt die politische Unfreiheit und den rasanten wirtschaftlichen Wandel in ihrer Heimat auf die Schippe und zeigt, wie beides das dörfliche Leben beeinflusst. Prall gefüllt mit Fantasie, ist der unterhaltsame Film ein künstlerisches und zugleich informatives Porträt über eine Gesellschaft im Umbruch.
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    • | VIDEOS ZUM FILM

    • UFO in Her Eyes: Teaser
      UFO in Her EyesTrailer

    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Xiaolu Guo
    Buch:   Xiaolu Guo als Writer  
      Pamela Casey als Writer  
    Musik:   Mocky
    Kamera:   Michal Tywoniuk
    Produzent:   Fatih Akin als Executive Producer  
      Klaus Maeck als Producer  
    Darsteller:   Ke Shi als Kwok Yun  
      Udo Kier als Steve Frost  
      Mandy Zhang als Chief Chang  
      Y. Peng Liu als Fahrradhändler  
      Z. Lan als Dorflehrer  
      Massela Wei als Sekretär Zhao  
      Dou Li als Vater Kwok  
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