Mittwoch | 30. Mai 2012 | 04:53 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Michel (Jean-Pierre Darroussin) lebt zufrieden mit seiner Frau Marie-Claire (Ariane Ascaride) in Marseille. Die beiden sind seit 30 Jahren ein glückliches Paar und sie lieben sich und ihr Leben: Die Kinder und Enkelkinder wohnen in der Nähe, sie schätzen ihre engen Freunde und sind stolz auf ihr politisches Engagement in der Gewerkschaft. Selbst als Michel einige der Hafenarbeiter entlassen muss und sich ausSolidarität selbst kündigt, trübt das seine Existenz nicht durchgreifend.

      Diese elementare Zufriedenheit wird aber jäh zerrüttet, als zwei maskierte und bewaffnete Männer Michel und Marie-Claire beim Nachtessen bei Freunden überfallen, fesseln und ihre Ersparnisse stehlen. Der Schock sitzt tief und die Wut steigt, als Michel erfährt, dass der Überfall von einem jungen ehemaligen Arbeitskamerad organisiert wurde, der ebenfalls die Stelle verlor.

      Michel und Marie-Claire begreifen jedoch später, dass ihr Angreifer Christophe aus einer Zwangslage heraus gehandelt hat. Er lebt alleine mit seinen zwei jüngeren Brüdern, die er gewissenhaft umsorgt und für deren Zukunft er aufkommen muss...
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    • Wertung: stern stern stern stern stern

      | FILMKRITIK

    • Er hat sich selbst gelost. Er hätte es nicht tun müssen, als Gewerkschaftsfunktionär, aber nun hat er sich gezogen, nun ist er einer der 20, die entlassen werden. Ein weiterer Hafenarbeiter, der den schleichenden Niedergang von Marseilles einst blühendem Umschlagplatz und Arbeitgeber, dem Hafen, markiert. Immerhin ist Michel etwas älter, hat sich einiges erarbeitet, steht kurz vor der Rente und kann von der Entschädigungszahlung leben; zumal seine Frau Marie-Claire noch etwas dazuverdient als Altenpflegerin. Jetzt hat er Zeit, sich um die Enkel zu kümmern, und für den Sohn die Pergola zusammenzuschweißen. Nein, unglücklich ist Michel nicht, er weiß, was er, was die Gewerkschaft geleistet haben, er ist ein alter Kämpfer, der für seine Ideale gefochten hat, der sich aus kleinen Verhältnissen einen ausreichenden Wohlstand erschaffen hat, der etwas Ruhe verdient hat.
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Robert Guediguian
    Buch:   Jean-Louis Milesi als Writer  
      Robert Guediguian als Writer  
      Victor Hugo als Story  
    Kamera:   Pierre Milon
    Darsteller:   Ariane Ascaride als Marie-Claire  
      Jean-Pierre Darroussin als Michel  
      Gerard Meylan als Raoul  
      Marilyne Canto als Denise  
      Gregoire Leprince-Ringuet als Christophe  
      Anais Demoustier als Flo  
      Adrien Jolivet als Gilles  
      Robinson Stevenin als Kommissar  
      Karole Rocher als Christophes Mutter  
      Julie-Marie Parmentier als Agnes  
      Pierre Niney als Kellner  
      Yann Loubatiere als Jules  
      Jean-Baptiste Fonck als Martin  
      Emilie Piponnier als Maryse  
      Raphael Hidrot als Jeannot  
      Anthony Decadi als Gabriel  
      Frederique Bonnal als Martine  
      Miguel Ferreira als Serge Kasparian  
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