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  • Ein schlichtes Herz

    Drama | Frankreich 2008
  • Originaltitel:
    Un coeur simple
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    Frankreich 2008
    Länge:
    100 Minuten

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    • | KURZINHALT

    • Die junge Félicité stammt aus einfachen Verhältnissen und lebt Mitte des 19. Jahrhunderts in der Provinz der Normandie, wo sie bei einem Tanzabend Théodore kennenlernt. Die aufblühende Liebe zwischen den beiden soll schon bald mit einer Heirat besiegelt werden. Umso größer der Schrecken, als Félicité erfährt, dass Théodore sich ohne ihr Wissen für eine Andere entschieden hat. Aus Liebeskummer flüchtet sie sich daraufhin in eine neue Anstellung als Dienstmädchen im bürgerlichen Haus der Witwe Madame Aubain. Diese hat zwei Kinder, um die sich Félicité liebevoll kümmert. Ihre Aufopferungsbereitschaft für die Familie jedoch wird von ihrer Herrin kaum wertgeschätzt. Mehr noch, Madame Aubain ist unfähig, ihre Gefühle zu ihren Kindern offen zu zeigen, und so verbietet sie auch Félicité mit Paul und Clémence zu spielen, worunter vor allem die kleine Clémence leidet. Das Mädchen sehnt sich nach Zuneigung und Wärme, die ihr nur Félicité geben kann. Ab und zu können die beiden gemeinsam am Meer im Wasser spielen und lachen. Doch die Momente des kleinen Glücks werden für Félicité immer seltener, denn Madame Aubain schickt ihre Kinder bald auf ein Internat und hindert auch ihren Knecht Liébard daran, Félicité zu heiraten. Somit verliert die junge Frau immer mehr Bezugspersonen in ihrem Umfeld. Gleichzeitig treten die Folgen der mütterlichen Gefühlskälte immer stärker zum Vorschein und Félicité muss aufs Neue einen bitteren Verlust erdulden.
    •  
    • | CAST & CREW

    Regie:   Marion Laine
    Buch:   Gustave Flaubert  
    Musik:   Cyril Morin
    Kamera:   Guillaume Schiffman
    Produzent:   Beatrix Caufman  
    Darsteller:   Sandrine Bonnaire als Felicite  
      Pascal Elbe als Theodore  
      Thibault Vincon als Frederic  
      Patrick Pineau als Liebard  
      Noemie Lvovsky als Nastasie  
      Marina Fois als Mathilde Aubain  
      Louise Orry-Diquero als Clemence  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Die Magd Félicité
    • Dieser kleine, leise Film nach Flaubert ist nicht für das breite Publikum gemacht. Marion Laine hat den kargen Stoff in eindrucksvolle Bilder umgesetzt, die manchmal an expressionistische Gemälde erinnern (wandernde Gruppe durch Feld und Flur, in einem Hohlweg oder am Meer). Es kommt wenig Spannung auf, dafür gibt’s aber jede Menge Gefühl und einen kritischen Blick auf die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Es gibt eine Reihe kleinerer und mittlerer Katastrophen in einer Familie auf dem Lande. Hier ist Félicité (großartig Sandrine Bonnaire) Dienstmagd. Sie ist die Warmherzige, ihre Herrin, Madame Aubain (Marina Fois) dagegen kalt und abweisend. Zwischen diesen beiden Frauen wabert die Handlung hin und her. Männer sind nur von marginaler Bedeutung bzw. nur Mittel zum Zweck. Man sieht wie sexy das Cellospielen sein kann und wie blutrünstig es ist, wenn eine Sau geschlachtet wird. Madame und Félicité kommen sich näher und entfernen sich auch wieder von einander. Der Standesunterschied war doch zu groß. So verliert die gepeinigte Magd, dieses schlichte Herz, erst das Gehör und dann den Verstand. Sterben aus Liebeskummer war immer schon ein theatralisches Motiv. Hier wird das Ganze aus weiblicher Sicht geschildert. Ein Film von Mädels gemacht, meistens mit und über Mädels, aber nicht nur für Mädels.
    • 12.01.2012 Bewertung:
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