An diesem einen Abend ist alles anders: Helenas Mutter bricht zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Helenas Eltern gehört ein Zirkus. Sie aber hat genug von ihrem Dasein als Artistin und Erdnussverkäuferin, viel lieber würde sie den ganzen Tag zeichnen. Aber ihre Mutter war immer unerbittlich. Jedes Mal lässt sich Helena doch wieder erweichen und arbeitet für den Zirkus.
In der Nacht, als ihre Mutter im Krankenhaus liegt, hat Helena einen seltsamen Traum, der so real erscheint, dass es beinahe kein Entkommen mehr daraus gibt.
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| FILMKRITIK
„This is bizarre“, sagt Helena einmal. Bizzar ist der ganze Film, in der Tat. Und das nicht gerade in einem positiven Sinn. Würde man im Vokabular eines Malers sprechen, so könnte man sagen, dass dem Regisseur zu viele bunte Farben gegeben wurden, die er zwar ausgiebig nutzt, dabei aber keinerlei Kombinationsvermögen an den Tag legt.
Die Alice im Wunderlandstory, erinnern doch die Hasenschlappen von Helena überdeutlich an dieses Vorbild, wagt sich zu weit hinaus in Gefilde, die kein Mensch je zu sehen gehofft hatte. Man wird als Zuschauer in Alptraumlandschaften geführt, von denen man einfach nichts wissen wollte.
Regisseur Dave McKean lässt den Mittelteil seines Films in einer Phantasiewelt spielen, die fast nur durch digitale Animationen dargestellt wird.
Auf ihrer Suche nach der Mirrormask, findet sich Helena plötzlich als vermisste Prinzessin in dieser Welt wieder.
Sie ist dort auf der Suche nach einem Weg zurück in ihre Welt, während es sich eine Doppelgängerin in ihrem heimatlichen Zimmer gemütlich macht. Auch ihre Mutter begegnet ihr als Königin der Schatten in dieser Welt wieder.
Helena ist ein Mädchen in den späten Teenagerjahren und stößt in der Welt ihres Unterbewusstseins auf die seltsamsten und rätselhaftesten Gestalten. Plötzlich ist sie von in der Luft schwebenden Fischen umgeben und Sphinxartigen Wesen, die allzu einfache Hindernisse in der nicht gerade vor Spannung geladenen Dramaturgie bieten.
Die ersten Szenen sollen auf die Atmosphäre einstimmen. Die Bilder bersten vor lauter melancholisch grinsenden Clowns und kurzhaarigen, abgeschminkten Seiltänzerinnen, wirr experimentierenden Kamerafahrten und immer wieder Farben über Farben.
Die Buntheit im Kontrast zur folgenden schwarz-weiß Lastigkeit, lässt zunächst hoffen, dass alles besser wird, sind erst die ersten Erzählstränge angelegt. Diese Hoffnung ist weit gefehlt, denn ist Helena erst durch den Kanincheneingang durchgepurzelt, so wird alles nur stetig schlimmer. Unentschlossen und ohne rechtes Ziel irrt Helena mit einem Ratgeber, der mit einer rätselhaften Maske ausgestattet ist durch die düsteren Räume dieser absonderlichen Welt zunächst ohne ein Entkommen in Sicht zu haben. So ergeht es auch dem treuen Zuschauer:
Dieser Film ist einer von den wenigen, die dazu veranlassen, das Kino schon in den ersten Minuten verlassen zu wollen. Ja, so schlimm ist dieses schräge und künstlerisch völlig missratene Stück an Antikinogeschichte. Bei dem Versuch, anders sein zu wollen, scheitert dieser zu lang geratene Schinken auch daran, dass er zu selbstbewusst sein Zugrunde gehen anpreist.
| FAZIT
Experimentell, experimentell. Die sich scheinbar ins Endlose ziehenden Minuten, gefüllt mit überbordenden Phantasiegebilden sind nicht einen Cent wert.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung