Rumänien im 18. Jahrhundert: Vampire treiben im ganzen Land ihr Unwesen. Das Mädchen Rayne wird von einer Zirkustruppe festgehalten und als halb Mensch, halb Vampir vorgeführt. Eines Abends gelingt Rayne allerdings die Flucht aus ihrem Käfig und sie begibt sich auf eine gefährliche Mission. Ihr Ziel ist es, sich an ihrem Vater Kagan, dem mächtigsten aller Vampire, für die Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen.
Die Vampirjäger Vladimir und Sebastian von der Brimstone Society verfolgen bald ihre Fährte und schaffen es, Rayne für ihre Ziele zu gewinnen. Mit Hilfe einer geheimnisvollen Prophezeiung gelingt es Rayne ein für Kagan wertvolles Artefakt zu ergattern um somit eine Audienz zu erhalten.
Der Weg zu ihrem Ziel ist jedoch mühsam und die Truppe muss sich gegen böse Feinde bewähren. Viele dunkle Gestalten versuchen, sich ihnen in den Weg zu stellen.
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| FILMKRITIK
Aus Fehlern wird man Klug, drum ist einer nicht genug. Ob Uwe Boll aus seinen Fehlern jemals lernen wird und eines Tages einen Film auf die Leinwand bringen wird den man als solchen bezeichnen kann, ist allerdings unklar. BloodRayne ist vielleicht etwas besser als Bolls vorangehende "Kassenschlager", das bedeutet aber nicht viel. Konnte man in bisherigen Filmen noch über unfreiwillige Komik lachen, so ist BloodRayne dermaßen professionell schlecht, dass der Langeweile kein Grenzen mehr gesetzt sind. Jemandem beim durchspielen der Computerspielvorlage zuzusehen ist durchaus spannender und ein Videoabend mit der gesamten Lord of The Rings Director's Cut-Edition ist kurzweiliger.
Es ist in der Tat beeindruckend, wie an einem Film aber auch gar nichts stimmen kann. Das beginnt bei der öden und trostlosen Story. Figuren werden nur zu ihrem eigentlichen Zweck gerechtfertigt; ein exzellentes Beispiel bietet hierfür die Wahrsagerin, die aus dem nichts auftaucht und Rayne einen wichtigen Hinweis gibt. "Why do you tell me all this?" fragt Rayne. "It's my purpose" antwortet die weise Prophetin darauf. Ebenso vorherbestimmt scheint die kurze Affäre zwischen Rayne und ihrem Freund, dem Vampirjäger zu sein. Nachdem sie eine gemeinsame Vergangenheit festgestellt haben (ihre Eltern, bzw. die Mutter, wurden von Vampiren ermordet) können sie sich gleich der hemmungslosen Leidenschaft hingeben. Am nächst besten Ort vor irgendwelchen Gitterstäben kommen die beiden direkt zur Sache. Ob zwei nackte Brüste den Film dann tatsächlich bereichern ist fragwürdig, denn schließlich ist Bolls Sexszene noch schlechter inszeniert als in Ed Woods Soft-Pornos.
Doch auch die Schlachtszenen sind eine unbeschreibliche Katastrophe. Die offenbar noch im Rohschnitt vorliegend Kinofassung vermag es nicht über die schlechte, bzw. vollkommen fehlende Choreographie hinwegzutäuschen. Meistens bewegen sich Schwerter durchs Bild und Darsteller sowie Pferde torkeln hilflos durch Raum und Zeit.
Beeindruckend bleibt, dass für den Film tatsächlich wieder mal einige echte Schauspieler gewonnen werden konnten. So traurig es auch sein mag, Darsteller wie Ben Kingsley oder Michael Madsen scheinen wohl keine attraktiveren Rollen bekommen zu haben. Mit erschreckender Deutlichkeit illustriert BloodRayne, dass mit schlechter Schauspielführung jeder Film wie Laientheater anmuten kann. Um zu den Ursprüngen von BloodRayne zurückzukommen: Als Zwischensequenzen für ein Videospiel wäre der Film bestens geeignet, denn genau so sieht er auch aus. Fraglich bleibt auch, wo die 40 Millionen Dollar Budget geblieben sind. In den sich ständig wiederholenden Soundtrack oder die vollkommen widersprüchliche Setbeleuchtung wurde allerdings nicht genug investiert.
Es ist äußerst besorgniserregend welch ein Müll tatsächlich in den Kinos gezeigt werden darf. Vielleicht werden Bolls Filme eines Tages für ihre Unprofessionalität Kultstatus erlangen, die nächsten Projekte sind ja schon in Arbeit und sorgen bereits jetzt für Gänsehaut.
| FAZIT
Peinlich, einfach nur peinlich. Wir können nur wünschen, dass Uwe Boll eines Tages seine filmische Ausdrucksweise überdenkt ... oder vielleicht mal tatsächlich Computerspiele entwickelt anstelle sie zu verfilmen? Damit lässt sich schließlich auch mehr Geld machen ... .
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung