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  • Die unbarmherzigen Schwestern

    Drama | Großbritannien / Irland 2002
  • Originaltitel:
    The Magdalene Sisters
    Genre:
    Drama
    Deutschlandstart:
    09.01.2003
    Produktionsland:
    Großbritannien / Irland 2002
    Länge:
    114 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Auszeichnungen:
    BAFTA: 2 x nominiert  

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    • | KURZINHALT

    • Habt Erbarmen, Schwestern

      Die Magdalenen-Heime in Irland wurden geleitet von den Barmherzigen Schwestern (Sisters of Mercy). Ihr Auftraggeber: die katholische Kirche. Familien und Waisenhäuser schickten dorthin junge Mädchen. Waren sie erst einmal dort, wurden sie eingesperrt und mussten in Wäschereien arbeiten, um dabei ihre Sünden zu bereuen. Diese "Sünden" waren unterschiedlichster Art: Ausreichend war die Tatsache, eine unverheiratete Mutter zu sein oder zu hübsch oder zu hässlich. Zu dumm oder zu schlau. Oder das Mädchen war Opfer einer Vergewaltigung und hatte es gewagt, darüber zu sprechen. Um diese Sünden zu bereuen, arbeiteten die Mädchen 364 Tage im Jahr ohne jeden Lohn, man ließ sie hungern, sie wurden geschlagen, verspottet und vergewaltigt. Und ihre neugeborenen Kinder wurden ihnen weggenommen - wenn es sein musste, mit Gewalt. Ihre Strafe war unbeschränkt - oft lebenslänglich. Tausende von Frauen lebten und starben in diesen Anstalten. Das letzte Magdalenen-Heim in Irland wurde 1996 geschlossen, vor gerade einmal sechs Jahren.
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    • | SZENENBILDER

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    • | CAST & CREW

    Regie:   Peter Mullan
    Buch:   Peter Mullan  
    Musik:   Craig Armstrong
    Darsteller:   Daniel Costello als Vater Fitzroy  
      Nora-Jane Noone als Bernadette  
      Eileen Walsh als Crispina / Harriet  
      Dorothy Duffy als Rose / Patricia  
      Anne-Marie Duff als Margaret  
      Geraldine McEwan als Schwester Bridget  
      Mary Murray als Una  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Gefalllene Mädchen
    • Bisher kannte man Peter Mullan nur von vor der Kamera, hier steht er dahinter (hat allerdings einen kurzen aber eindrucksvollen Auftritt als prügelnder Vater). Mit diesem Film hat der gebürtige Schotte ein Thema aufgegriffen, dass in Irland lange Zeit für Furore gesorgt hatte. Alle wussten davon, aber keiner redete darüber. Sicherlich hat er sich damit bei der katholischen Kirche keine Freunde gemacht. Die Betroffenen - und davon leben immer noch sehr viele - jubelten nicht, sondern vergossen Tränen der Rührung, denn der Film hat die Erinnerungen an all die Demütigungen und menschenverachtenden Exesse in den Magdalene Heimen für ’gefallene Mädchen’ wieder hochkommen lassen. Es waren KZ-ähnliche Zustände, die aus Verbitterung Hass entstehen ließen. Die Realität war noch viel schlimmer als das hier Gezeigte. Man begreift die unglaubliche Macht der katholischen Kirche, die sich auf den tiefen Glauben der Bevölkerung gründet und die nur deswegen ein ungeheuerliches menschliches Drama Jahrzehntelang unangefochten inszenieren konnte. Der deutsche Titel hilft uns. In Irland kennt jeder die Magdalena Schwesternheime. Sehenswert weil immer noch aktuell, filmisch toll umgesetzt und schauspielerisch überzeugend.
    • 18.01.2011 Bewertung:
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