Mittwoch | 30. Mai 2012 | 01:29 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Es ist Liebe auf den ersten Blick, als der junge Schriftsteller James Joyce (Ewan McGregor) der einfachen, lebenslustigen Nora Barnacle (Susan Lynch) zum ersten Mal begegnet. Zeitlebens wird die beiden eine tiefe und stark sexuell geprägte Liebe aneinander binden. Doch die Beziehung ist alles andere als einfach. Da Joyces Werke zuerst auf wenig Resonanz stoßen, geht das Paar nach Triest, wo Roberto Prezioso den Literaten unter seine Fittiche nimmt. Als Nora entdeckt, dass Joyce ihre Gefühle in seinen Schriften verarbeitet, ist sie zutiefst verletzt. Joyce kehrt mit dem gemeinsamen Sohn nach Dublin zurück und versucht seine Frau in eine Affäre mit Prezioso zu drängen. Gleichzeitig wird er jedoch von düsteren Betrugs-Fantasien geplagt. In Triest, wohin er auf Noras Wunsch zurück kehrt, steigern sich seine Fantasien fast zur Besessenheit. Mit manipulativen Spielchen, Stimulanz für seinen Roman „Ulysses“, setzt er Noras kindlich-naive Liebe endgültig aufs Spiel ...
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    • | CAST & CREW

    Regie:   Pat Murphy (II)
    Buch:   Brenda Maddox  
      Pat Murphy (II)  
    Musik:   Stanislas Syrewicz
    Kamera:   Jean Francois Robin
    Darsteller:   Susan Lynch  
      Andrew Scott  
      Aedin Moloney  
      Veronica Duffy  
      Vinnie McCabe  
      Roberto Citran  
      Peter McDonald  
      Ewan McGregor  
      Vincent McCabe  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Joyce und Nora
    • Die lebenslange Liebe zwischen dem literarischen Genie und dem Dienstmädchen ist stimmungsvoll dargestellt. Und es wird ständig die eigentliche Unmöglichkeit dieser Beziehung herausgearbeitet. Da herrschen Misstrauen und Zwietracht, heftige Gefühlsausbrüche, aber auch obsessive sexuelle Abhängigkeit und es gibt für die damalige Zeit auffallend viele F-Wörter. Der intellektuellen Diskrepanz der beiden Charaktere werden als Anker ihr Selbstbewusstsein und ihre Bodenständigkeit gegenübergestellt. Diese unüberbrückbare Kluft versuchen beide dennoch zu überwinden und scheitern mit einem Sieg vor Augen. Wir erleben einen Dichter (McGregor ähnelt ihm äußerlich nicht im Entferntesten!), der nicht sehr mutig, aber sehr musikalisch ist. Und als ’wilden Jim’ kannte man ihn bisher so nicht. James und Nora machen aus Liebe ständig Fehler, sind hilflos bockig und dennoch wieder Meister im Versöhnen. Aus diesen subjektiven Spannungen heraus entsteht zeitweise im wahrsten Sinne des Wortes eine gewisse spannungsgeladene Atmosphäre, die aber auch Längen aufweist. Leider wird das literarische Talent von James Joyce nur erwähnt, ohne wirklich vorgestellt zu werden. Das menschliche Drama der beiden bekommt hingegen die Oberhand und ist schon beeindruckend.
    • 24.07.2011 Bewertung:
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