Mittwoch | 30. Mai 2012 | 01:35 Uhr
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  • FILM REVIEW | Handbuch der Liebe
  • Handbuch der Liebe

    Komödie, Romanze | Italien 2006
  • | INHALTSANGABE

  • Vier Episoden begleiten jeweils ein Paar in Rom durch eine typische Beziehungsphase. Der junge arbeitslose Tommaso verliebt sich in Giulia, die zunächst nichts von ihm wissen will. Das reifere Paar Barbara und Marco hat sich nicht mehr viel zu sagen und steht ratlos vor dem drohenden Bruch. Die Streifenpolizistin Ornella ist glücklich verheiratet, aber ihr Mann begeht einen Seitensprung. Den Arzt Goffredo hat seine Frau nach neun Jahren Ehe verlassen. Mit Hilfe eines Ratgebers versucht er, neuen Halt im Leben zu finden.
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      • | FILMKRITIK

      • Der Film von Regisseur und Drehbuchautor Giovanni Veronesi nähert sich in exemplarischen Geschichten dem Ausnahmezustand, den Herzensdinge verursachen können. Die Akteure sprechen manchmal die Zuschauer direkt an, manchmal hört man ihre inneren Zweifel oder Vorsätze. Tommasos WG-Mitbewohner zum Beispiel klagt sein Leid den Zuschauern: Verliebt ist Tommaso eine schwerhörige Nervensäge.

        Die Beziehungskrise von Barbara und Marco hingegen ist wirklich traurig. Das Paar giftet sich in der gemeinsamen Wohnung an. Aber auch in diese ernste Episode streut Veronesi etwas sarkastischen Witz, als wollte er beweisen, dass die Menschen realistischer wirken, wenn sie in komischen Situationen stecken: Ein Besuch bei einem Elternpaar mit Baby weckt bei Barbara die Muttersehnsucht, Marco aber ist schockiert, als ihnen das Geburtsvideo nach dem Essen vorgeführt wird.

        Dass der ganze Film nicht nur durch und durch italienisch, sondern sogar römisch ist, macht vor allem die Episode mit der Polizistin Ornella deutlich: Die feurige Frau mit Herz kommt richtig auf Hochtouren, als ihr Ehemann einen Seitensprung begeht. Auch die Autofahrer Roms haben deswegen unter ihr zu leiden. Einer von ihnen ist Goffredo, der verlassene Arzt, der schließlich auch die Schwester Tommasos aus der ersten Episode treffen wird.

        Goffredos Einsamkeit und seine kläglichen Versuche, sich Abhilfe zu verschaffen, setzt Veronesi in ein paar klischeehafte Szenen plus Sahnehäubchen um: Flüchtet Goffredo zum Beispiel vor dem Ehemann der Arzthelferin nach draußen auf einen Mauervorsprung, dann zieht auch noch ein Gewitter auf.

        Wirklich in die Tiefe geht der Film nicht, den Episoden fehlt es weitgehend sowohl an tieferer Leidenschaft, als auch an anderen glaubhaften Gefühlen. Dennoch sind die Dialoge und die inneren Monologe oft witzig und voller ungewöhnlicher Gedankensprünge. Und am Schönsten ist das italienische Flair.
      • | FAZIT

      • Vier Episoden aus dem Liebesleben römischer Paare: Schmunzelkomödie ohne Höhepunkte, aber mit italienischem Flair.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

      Wertung: 0.0/10 (0 votes)

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