Im ersten Teil war Selene, die Vampirin, eingespannt in ein Netz aus Verrat und Lügen, und sie musste erkennen, dass ihre Vampirältesten hinterhältige Pläne ausheckten. Im Sequel muss sich Selene und der Hybride Michael, der halb Vampir, halb Werwolf ist, gegen Obervampir Marcus wehren, der seinen Werwolfbruder William befreien und mit ihm zusammen die Macht über alles und jeden erlangen möchte. Und da mischt auch noch Alexander Corvinus mit, der Vater von Marcus und William. Und alle möglichen Werwölfe und Soldaten und so!
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| FILMKRITIK
Ein blutiges Gemetzel gleich zu Anfang, dann, nach einer kurzen Zusammenfassung der Geschehnisse im ersten Teil, löscht ein entstellter Vampir irgendwelche Männer aus, indem er sie enthauptet. Dann gibt es eine Schießerei mit Militär, dann gibt es Verfolgungsjagd und Kampf auf einem alten Lastwagen, dann werden Vampirleichen seziert: zackzack prasseln die Szenen nieder, in jeder einzelnen gibt es massenhaft Action, Zusammenhang ist Nebensache, Rasanz ist Selbstzweck. Gemäß der alten Regel wird der anfängliche Weltuntergang immer weiter gesteigert.
Ein Film der Höhepunkte, die gleich zu Anfang schon beginnen, ein Film, der nicht zur Ruhe kommt. Ein Bergwerk explodiert, später dann ein Schiff, so dass es die umherliegenden Leichen lupft, Werwölfe gegen Vampire und alle sind böse bis auf Selena und Michael. Eine alte Vater-Sohn-Geschichte ist der Ursprung von Hunderttausenden von Toten in den letzten paar Jahrhunderten, im Lauf des Films werden es noch ein paar Leichen mehr. Die häufig genug als wilder Kreaturen wiedergeboren werden.
Der Film bietet eine Mischung aus Schulhof-Fangespiel (Jeder gegen Jeden) und einer Achterbahnfahrt durchs Horrorkabinett. Freilich: Grusel kommt nicht auf, keine Suspense und auch keine wirkliche emotionale Bindung an eine der Figuren. Dafür geht alles viel zu schnell. Andererseits: Wer geht schon in die Geisterbahn, um sich zu gruseln? Es geht um den Spaß am spielerischen Vergnügen, und davon bietet der Film eine ganze Menge. Und er kümmert sich nicht um Jugendschutz, lässt Blut und Gliedmaßen prasseln – immer sehr stylish in düsterem Blau, mit Figuren in schwarzem Leder, wie es spätestens seit „Matrix“ cool ist. Er lässt keine Zweifel aufkommen, dass er im Billigfilmland Tschechien gedreht wurde, er spielt in Osteuropa, wo ja die Vampire ursprünglich herkommen, wo die Soldaten so aussehen, als kämen sie direkt aus dem Kommunismus – aber sie haben natürlich gegen das Übernatürliche keine Chance.
| FAZIT
Orgie in Blau und Blut.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung