Jack Mosley (Bruce Willis), ein untersetzter, unauffälliger Typ ist Cop beim New York Police Department. Seine Zeit verbringt er jedoch lieber mit dem Trinken als mit dem Ermitteln, im Polizeirevier versucht er möglichst nicht aufzufallen und geht deshalb seinem Job klaglos aber mit geringer Motivation nach.
Umso ärgerlicher für ihn, als er nach einer langen Nachtschicht um einen weiteren Job gebeten wird. Denn eigentlich würde er nichts lieber tun, als nach Hause zu gehen und seinen Rausch ausschlafen. Er soll einen Häftling aus dem Gefängnis abholen und ins Gericht fahren. Keine große Geschichte, die zwei Orte liegen nur 16 Blocks voneinander entfernt.
Doch Eddie Bunker (Mos Def), der Häftling, erweist sich als richtige Nervensäge. Ununterbrochen palavert er über das Leben, seine missliche Lage, sein Schicksal und über... Kuchen. Eddie hat eine Haftverkürzung angeboten bekommen, wenn er für die Staatsanwaltschaft gegen jemanden aussagt. Der Kleinkriminelle sieht dies als Zweite Chance. Endlich kann er alles wieder gut machen und einem ordentlichen Leben hinterher gehen.
Mosley ist nach einer Weile von den maschinengewehrartig vorgetragenen Gesprächsfetzen so angenervt, dass er beschließt auf halben Weg ins Gericht einen Stopp bei einem Getränkeladen einzulegen. Ihm bietet sich ein unglaubliches Bild, als er wieder auf die Straße hinaus tritt.
Ein Mann hat auf Eddie geschossen. Kurz entschlossen legt ihn Mosley um. Als ein zweiter Mann aus einem Lieferwagen das Feuer auf ihn eröffnet, flieht er mit Eddie in eine Spelunke. Von dort aus ruft er seinen Vorgesetzen an.
Doch als dieser auftaucht erwartet die beiden Männer ein zweiter Schock. Detective Frank Nugent (David Morse) gehört zu den Männern, die Eddie umbringen wollen. Eddie soll vor Gericht nämlich gegen niemand anderen, als einen von Nugents Männern aussagen. Das ganze Police Department hat die Jagd auf Eddie aufgenommen.
Nugent vertraut darauf, dass sein ehemaliger Partner Mosley das tut was er am besten kann – wegsehen. Doch er irrt sich. Mosley wacht aus seiner Lethargie auf und rettet Eddie das Leben, indem er einem Cop ins Bein schießt. Dann fliehen Mosley und Eddie.
Ein Spiel gegen die Zeit hat begonnen. Die Cops sind deutlich in der Überzahl, sie machen Mosley und Eddie den eigentlich kurzen Weg zum Gerichtshof zur Hölle.
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| FILMKRITIK
"16 Blocks", ein weiterer Actionstreifen mit Bruce Willis, besticht nicht gerade durch seinen Einfallsreichtum.
Doch zunächst eröffnet der Film eine ganz neue Perspektive auf den ‚Helden aller Helden’ Bruce Willis. Der Schauspieler, der wahrscheinlich mehr Heroen in seiner Karriere verkörpert hat, als die meisten seiner Kollegen, erscheint in einem völlig untypischen Zustand. Schlecht rasiert, mit kahlen Stellen auf dem Kopf und einem kaum zu übersehenen Bierbauch. Nicht gerade, was man sich unter einem Helden vorstellt. Dazu noch der verhangene Blick und die Alkoholfahne, die ihn umgibt, und die man auch im Kinositz fast schon zu riechen vermag. Diesem Jack Mosley würde man noch nicht einmal seine Pflanzen über die Urlaubszeit anvertrauen.
Es ist angenehm Bruce Willis einmal als ungeschönten Loser zu sehen. Etwa 15 Minuten lang darf man die neue Perspektive genießen. Doch dann flackert auf einmal etwas in seinen Augen auf und er verwandelt sich wieder in den guten alten Superhelden, dem Traum aller Schwiegermütter. Vielleicht kam es mir auch nur so vor – aber selbst der Bierbauch scheint gegen Ende hin zu schrumpfen.
Wie schön, dass Hollywood trotz allem so berechenbar bleibt. Wo käme das Kino hin, wenn man Filme zu sehen bekäme, in denen Bruce Willis im Endeffekt ein echter Loser wäre. Das würde nicht nur das amerikanische Weltbild vollkommen erschüttern.
Ein wenig interessanter hingegen ist die Figur des Eddie Bunker, verkörpert von Mos Def, bekannt aus solchen Filmen wie ‚Per Anhalter durch die Galaxie’ und ‚The Woodsman’. Zunächst irritiert die Darstellung ein wenig – man fragt sich ob Eddie Bunker wirklich derjenige ist, der er zu sein scheint. Sein ständig plapperndes Mundwerk – erinnert teilweise fatal an Eddie Murphy – könnte nur Schein sein, um von etwas anderem abzulenken. Doch Eddie fängt nach einer Weile an, nicht nur Mosley zu nerven. Auch das Publikum schwankt zwischen erheitertem Kichern ob seiner obskuren Gedanken oder entnervten Stöhnen. Nichtsdestotrotz ist Mos Def eine ausgezeichnete Darstellung gelungen – sein Charakter geht auf jeden Fall unter die Haut – auf die eine oder andere Weise.
David Morse als Detective Frank Nugent, liefert ebenfalls eine seiner feineren Darstellungen ab. Als skrupelloser Detective, dem seine eigene Haut wichtiger ist als Gerechtigkeit herzustellen, überzeugt Morse auf voller Linie.
Dennoch bleibt die Frage nach der Originalität des Filmes. Regisseur Richard Donner hat in seiner Karriere schon sehr viel interessantere Buddy-Action-Filme abgeliefert – siehe ‚Lethal Weapon’. Doch dieser Film strotzt vor so vielen Klischees, dass Teile der Geschichte unwillkürlich komisch wirken. Mal ganz abgesehen davon, dass es einige logische Sprünge gibt, denen man nur bei genauerem Nachdenken auf die Spur kommt – denn: wo zum Teufel kommt der zweite Krankenwagen her?
| FAZIT
Klischeebehafteter Film, in dem Bruce Willis mal wieder seine Heldenhaftigkeit unter Beweis stellen darf.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung