Mittwoch | 30. Mai 2012 | 06:02 Uhr
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  • FILM REVIEW | Ice Age 2 - Jetzt taut´s
  • Ice Age 2 - Jetzt taut´s

    Familie, Komödie, Animation | USA 2006
  • | INHALTSANGABE

  • Die Freunde Manny das Mammut (im Deutschen: Arne Elsholtz), Diego der Säbelzahntiger (Thomas Fritsch) und natürlich Sid das Faultier (Otto) erleben ein neues Abenteuer.

    Zur Erleichterung der meisten Tiere fängt es nach der langen Eiszeit endlich an zu tauen. Im neuen Erlebnispark von Sid tummeln sich die Besucher im warmen Wasser ungeachtet der nahen Gefahr. Denn das kleine Tal ist von meterhohen Eisschollen umgeben, die es bisher von der Eiswüste abtrennten.

    Doch die globale Erwärmung trägt dazu bei, dass das Eis schmilzt. Durch einen Zufall finden die drei Freunde heraus, dass hinter den dicken Eiswänden gar keine Eiswüste mehr ist, sondern ein Eismeer. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Eiswände den tonnenschweren Wassermassen dahinter nachgeben.

    Die drei Freunde versuchen zwar die anderen Tiere von einer Flucht überzeugen, doch niemand will ihnen so recht glauben. Bis sie unerwartete Schützenhilfe von einem Geier bekommen, der ihre Aussage bestätigt. Durch ihn erfahren sie auch von einer angeblichen Arche, die am Ausgang des Tales auf sie wartet.

    Das gibt den Ausschlag, die Tiere brechen auf. Auf dem Weg muss ist Manny dem ständigen Getuschel seiner Mitreisenden ausgesetzt, die ihn als den letzten seiner Art ausweisen. Er wird zunehmend deprimierter, da es tatsächlich scheint, als wären die Mammuts ausgestorben.

    Doch dann treffen sie auf Ellie, eine junge Mammutdame, die sich allerdings unglücklicherweise für ein Oppossum hält. Begleitet wird sie von ihren zwei Nagetier-Brüdern Crash und Eddie, kleine Rabauken, die ständig nur Unsinn im Kopf haben.

    Manny findet Ellie nach anfänglicher Skepsis immer attraktiver, und muss ihr nun irgendwie klar machen, dass sie sich bisher in ihrer Artenzugehörigkeit geirrt hat.

    Mit dabei ist auch wieder das Urzeiteichhörnchen Scrat, das bei seiner aufregenden Jagd nach einer Nuss, eine größere und letztendlich auch ausschlaggebende Rolle spielt.
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      • | FILMKRITIK

      • Nach dem Erfolg von Ice Age war ein Nachfolgefilm nur eine Frage der Zeit. Glücklicherweise haben sich die Filmemacher Zeit gelassen und keine voreilige und undurchdachte zweite Nummer hinterher geschoben. Obgleich sich ein zweiter Teil immer an seinem Vorgänger messen lassen muss.

        Ice Age 2 – Jetzt taut’s setzt an dem Punkt an, an dem der erste Teil aufhört. Sid, Diego und Manny haben sich zu einer ‚Herde’ zusammengefunden. Sie bilden eine Art Familie, in der jeder für den anderen einsteht.

        Und wie im ersten Teil wechseln sich spritziger Dialog, Zitate und absurde Situationen ab und bilden ein humorvolles Werk, das fast an den ersten Teil heran kommt.

        Fast, weil der Film leider nicht ganz so lustig ist. Zwar bietet er amüsante Momente für alle Altergruppen, doch gibt es immer wieder Momente, in denen der Witz auf der Strecke bleibt.
        Glücklicherweise wird dies durch andere Szenen aufgewogen, in der nicht nur der alte Charme aufblitzt, sondern einen Schritt weiter gegangen wird und genial absurde Situationen erschaffen werden, die auch den ersten Teil in den Schatten stellen.

        Damit setzt Ice Age 2 wie sein Vorgänger wieder neue Maßstäbe für das Animationskino.

        Genauso wie im ersten Teil gibt es eine gehörige Portion Schmalz und Kitsch, der meist unkommentiert gelassen wird, was schade ist. Die eine oder andere Szene drückt denn auch bewusst auf die Tränendrüse.

        Auffällig ist, dass sich viele Blickwinkel und Bildaufbauten an neueren Action und Fantasyfilmen orientieren. Mehr noch als im ersten Ice Age werden Kameraschwenks und –fahrten gekonnt eingebaut um einen dramaturgisch wichtigen Moment zu unterstreichen.

        Ein wenig mehr Ironie und Sich-Selbst-in-Frage-stellen, vielleicht auch ein paar mehr Seitenhiebe, hätten dem Film allerdings nicht schlecht getan, wenngleich er auch so einen amüsanten Kinoabend beschert.
      • | FAZIT

      • Zwar nicht durch die Bank so gut wie der Vorgänger, was aber durch einige Szenen wieder aufgewogen wird.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Laura Samide

      • | Userwertung

      Wertung: 9.0/10 (1 vote)

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