Mittwoch | 30. Mai 2012 | 06:29 Uhr
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  • Der Leopard

    Drama | Frankreich / Italien 1963
  • Originaltitel:
    Il gattopardo
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    Frankreich / Italien 1963
    Länge:
    180 Minuten
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Auszeichnungen:
    Oscars: 1 x nominiert   Golden Globe: 1 x nominiert  

WERBUNG
    • | KURZINHALT

    • Zur Zeit der Einigungsbestrebungen Garibaldis in Italien um die Mitte des 19. Jahrhunderts: Ein alter Fürst arrangiert sich oberflächlich mit den aufstrebenden bürgerlich-liberalen Kräften, indem er seinen Neffen mit der Tochter des opportunistischen Bürgermeisters verheiratet. Gleichzeitig aber verweigert er seine Mitarbeit am neuen Königreich Italien. Bei einem Ball begegnen sich schließlich alte und neue Gesellschaft zu einem grandiosen Totentanz.

      Ein bewegendes historisches und gesellschaftliches Panoramabild von faszinierender Schönheit und analytischer Schärfe. Viscontis Sympathie gilt der überlebten Herrschaftsschicht, die dem Volk nähersteht als die bürgerlichen Emporkömmlinge, die für ihn eine direkte Verbindungslinie zum Mussolini-Faschismus darstellen. Dieser Dialektik entsprechend bewegt sich der Stil des Films zwischen blühender Pracht und morbidem Glanz.
    •  
    • | CAST & CREW

    Regie:   Luchino Visconti
    Buch:   Giuseppe Tomasi Di Lampedusa  
      Suso Cecchi d'Amico  
    Musik:   Nino Rota
    Kamera:   Giuseppe Rotunno
    Produzent:   Goffredo Lombardo  
    Darsteller:   Pierre Clementi  
      Leslie French  
      Lucilla Morlacchi als Concetta  
      Serge Reggiani als Don Ciccio Tumeo  
      Burt Lancaster  
      Ida Galli als Carolina  
      Ottavia Piccolo als Caterina  
      Romolo Valli  
      Rina Morelli  
      Paolo Stoppa  
      Giuliano Gemma  
      Claudia Cardinale  
      Alain Delon  
      Carlo Valenzano  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Feierliches Ende einer Ära
    • Ein anschauliches Porträt der italienischen Gesellschaft aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, einer Zeit, die für Italien besonders wichtig ist, weil am Ende die nationale Einheit steht. Die überaus prächtige Ausstattung und das detailgenaue Ambiente innen wie außen atmen förmlich diese untergegangene Welt. Die Einrichtung, die üppigen Stoffe, die Bilder an den Wänden und selbst das Licht schaffen diese unvergessliche Atmosphäre. Die Sprache und der Habitus der Akteure passen ins Bild. Frauen sticken, Männer rauchen. Von den zahllosen Weltstars glänzt Burt Lancaster als Titelfigur. Er ist der Leopard, der den Untergang beobachtet und mit einem Trauerflor in der Stimme kommentiert. Der Zuschauer sympathisiert mit seiner Sicht der Dinge und betrauert vielleicht ebenso das Verschwinden dieser schönen alten Welt.
      Anders Alain Delon, der als junger, strammer Soldat die Zeichen der Zeit erkennt. Ihm gehört die Zukunft. Claudia Cardinale verkörpert das schöne, liebeshungrige Dummchen vom Lande, das wie er nach oben will und ihn bezirzt. Ihr Versteckspiel sowie der große Ball bleiben wegen der gegensätzlichen Räumlichkeiten unvergessen. Hier verschwindet der Einzelne im Großen und Ganzen. Andere Glanzlichter sind Sergio Reggiagni, der wie immer eher im Verborgenen wirkt und Terence Hill hieß 1962 noch Mario Girotti.
      Allein dieser Film verschafft Visconti einen Platz im ewigen Olymp des Films. Ein Klassiker und Evergreen.
    • 30.11.2011 Bewertung:
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