Ein Film aus dem letzten Drittel der Schaffensperiode des Altmeisters (2002). Die Handlung ist relativ unwichtig. Er nimmt halt eine Legende aus der chinesischen Geschichte. Aber was er daraus macht und wie er sie erzählt ist aller erste Filmsahne. Mit seiner gewaltigen Bildersprache beeindruckt er auch Leute, die diesem Genre eher etwas skeptisch gegenüberstehen. Es gibt temporeiche und statische Massenszenen, die durch Optik und Dramatik beeindrucken. Dabei schwelgt er in einem Farbenrausch von rot, blau und grün. Ob die obligatorischen fliegenden Kämpfe besser oder schlechter sind als sonst, ist schwer zu sagen. Sie sind hier nur anders: tänzerischer, leichter, aber auch detaillierter. Besonders die Wolke aus fliegenden Pfeilen besticht durch Exaktheit im Wirbel eines Trommelfeuers. Genial die Interdependenz von Musik, Kalligraphie und Kunst des Schwertkampfes, die alle das gleiche Prinzip verfolgen: Streben nach Vollkommenheit. Ihr Wesen erschließt sich einem durch Meditation. Und trotz der alles beherrschenden Kämpfe, gipfelt die zentrale Aussage doch in der Botschaft: Ziel ist nicht das Töten, sondern der Frieden. Zhang Yimou hat Eastern Martial Art auf ein Niveau gehoben, auf dem der ästhetische Farbensymbolist mit dramaturgischem Gespür die übrige Welt begeistert hat. Mich auch!
Ein Namenloser Held wird zu einem König gebeten im alten China. Er hat die 3 Attentäter die den König töten sollten getötet. Diese 3 wollten verhindern was eigentlich fast unvermeidlich ist. Das dieser König alle andern 6 Königreiche von China vereint und zum ersten Kaiser wird. Der Namenlose erzählt seine Geschichte.
Mehr von der Geschichte zu erzählen wär nicht gut. Kommen wir aber nun mal zum Film. Es ist ein wirkliches Meisterwerk. Der Film ist in 4 Farben geteilt. Die Gespräche mit dem König sind in Schwarz gehalten, welche in China für Ruhm Erfolg stehen. Die erste Geschichte in Rot, die zweite in Blau und die Letzte in Weiß/grün wobei weiß für Trauer in China steht. Es gibt Kämpfe die nicht nur Sehr gut Choreographiert sind sondern auch wunderschön anzusehen. So ist der Kampf zwischen den Namenlosen und Zerbrochnes Schwert über einem See so fantastisch . Das es einem Traum gleich kommt. Der Kampf zwischen Fliegender Schnee und Leuchtender Mond ist wohl der zweite der einfach nur noch Hammer ist. Sie kämpfen zwischen Bäume und die Blätter fallen. Es sieht einfach wunderschön aus wenn sie alle dunkel gelben blätter dann ins Rot verfärben am ende des Kampfes. Im Grunde stehen die Kämpfe aber nur im Hintergrund der Geschichte. Welche zu gleich sehr tragisch ist. Hero erzählt eine Geschichte wie eine Legende entsteht. Ein wunderschönes Meisterwerk des Martel Arts Kinos.
Bei dem Film "Hero" erwartet den Zuschauer kein gewöhnlicher asiatischer Actionfilm, auch wenn es Filmtrailer und der Actionstar Jet Li vermuten lassen. Vielmehr gehört dieser Film in die Kategorie "Philosophie", denn er transportiert eine klare Botschaft. Genau diese Botschaft am Ende des Films macht eibnen wesentlichen Teil der Anziehungskraft des Films aus.
Etwa 3/4 des Filmlänge wird dazu verwendet, einen historischen Ablauf aus drei verschiedenen Sichtweisen zu erzählen. Erst am Ende des Films wird die Handlung weitergesponnen und führt schließlich zum philosophischen Ansatz und seiner Kernbotschaft.
Der Film lebt hauptsächlich von seinen gewaltigen Bildern. Wie ein Kunstwerk wurde jede Szene inszeniert und durch die passende Musik untermalt. Im Film können die Kämpfer fliegen und über Wasser laufen, wie in vielen anderen asiatischen Produktionen auch. Bei "Hero" dienen selbst diese Szenen nur der Gesamtesthätik.
Dieser Film mag nicht Jedermanns Geschmack treffen, er ist aber einen Versuch Wert.
Zunächst einmal eine Warnung an alle die sich den Film anschauen wollen. Ihr solltet offen gegenüber der chinesischen Kultur sein und nicht unbedingt mit dem Anspruch da rein gehen unterhalten zu werden. Sicherlich ist der Film unterhaltend, aber halt auf seine eigene Art und Weise, und vor allem fern ab von Hollywood Mainstream.
Zunächst einmal zur Handlung.
Der Film basiert auf einer alten chinesischen Legende, der zufolge ein namenloser Schwertkämpfer die drei gefährlichsten Attentäter, die nach dem Leben eines mit eiserner Hand herrschenden Kaisers (?) trachten, getötet hat. Dem Namenlosen wird eine Audienz beim Kaiser gewährt um Ihn zu belohnen. Der Kaiser fragt Ihn wie er es angestellt hat, dass er diese drei mächtigen Attentäter, allesamt Meister des Schwertes, zur Strecke gebracht hat. In Rückblenden erfährt der Zuschauer nun die Geschichte, die jeodch nicht so zu sein scheint wie sie der Namenlose erzählt.
*SPOILER* Es wird immer deutlicher, dass es ein Komplott zwischen allen 4 Kämpfern gibt das nur ein Ziel verfolgt: Nah genug an den Kaiser heranzukommen um Ihn zu töten. *SPOILER ENDE*
In sehr sehr farbenfrohen Bildern werden nun 4 Geschichten erzählt. Jede dieser Geschichten wird jeweils von einer anderen Farbe dominiert. Die Kamera zeigt die schönsten Aufnahmen die ich je in einem Film gesehen habe! Weite wunderschöne Landschaften oder durchstylisierte karge Räume. Die Augen werden über die vollen 99 Minuten verwöhnt. Ein wahrer Farbenrausch! Doch allzu sehr kann man sich nicht auf die Landschaft konzentrieren, denn schliesslich ist Hero kein Naturfilm, sondern ein Martial-Arts Film, der Schwertkämpfe zeigt wie ich sie noch nie gesehen habe! Dass die Schwerkraft bei dieser Art von Film eine untergeordnete Rolle spielt ist klar und bietet viele Möglichkeiten für atemberaubende Kampfszenen. Doch was sich der Choreograph da ausgedacht hat ist wirklich einmalig! Noch nie habe ich solch geniale Kampfszenen gesehen. Mal schnell geschnitten, dann wieder mit Zeitlupenbildern versetzt. Der helle Wahnsinn! Die Wachowski Brüder (oder wie die heissen) sollten sich den Film mal anschauen, denn da werden sie ihren Meister finden.
Der harmonische Eindruck der Bilder wird zudem noch von der wunderbar zum Film passenden Musik unterstützt. Fernöstliche Klänge die mal den Puls in die Höhe treiben (während der Kampfszenen) oder aber stark beruhigen (während der wenigen Kampfpausen und den Dialogszenen), doch immer harmonisch sind!
Die schauspielerische Leistung in diesem Film erschöpft sich zwar beinahe in der Umsetzung der Choreographie, aber in den Szenen in denen wirkliches Mimenspiel erforderlich war machten alle eine gute Figur. Vor allem Tony Leung gefiel mir sehr gut.
Das einzige Problem dass dieser Film hat ist eigentlich die Story. Eigentlich sehr banal die Geschichte um 4 Attentäter die sich verschwören. Aber durch die Erzählweise wird das locker wieder ausgeglichen. Vor allem spielt die Geschichte in diesem Film auch nicht die auschlaggebende Rolle (ähnlich Pulp Fiction, der hatte auch keine "gute" Story, wurde aber genial erzählt).