Donnerstag | 31. Mai 2012 | 12:03 Uhr
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  • FILM REVIEW | Zum Glück geküsst
  • Zum Glück geküsst

    Komödie, Fantasy, Liebesfilm | USA 2006
  • | INHALTSANGABE

  • Die attraktive Ashley hat in New York einen Job in einer renommierten PR-Agentur. Vor allem aber hat sie mehr Glück als andere: Wenn sie auf die Straße tritt, hört es auf zu regnen. Ihre Chefin bleibt im Fahrstuhl stecken, Ashley nimmt den zweiten Fahrstuhl. Dem Schallplattenproduzenten Damon Phillips schlägt sie, weil er ungern auf die Chefin wartet, eigenmächtig eine PR-Strategie vor, zu der ein wohltätiger Maskenball gehören soll. Die perplexe Chefin befördert sie.

    Auf dem Ball tanzt sie mit dem Pechvogel Jake. Wenn der die Straße betritt, regnet es. Auch zu diesem Event hat er sich nur mühsam reingeschmuggelt, weil er dem Schallplattenboss eine Demo der Band McFLY geben will, die er erfolglos zu managen versucht. Beim Tanzen küssen sich Ashley und Jake, und die Rollen vertauschen sich sofort: Ashley landet im Knast, Jake rettet den Boss vor einem Auto und seine Band kriegt einen Vertrag. Bald schon laufen sich die verzweifelte Ashley und Jake wieder über den Weg, erkennen sich aber nicht wieder.
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      • | FILMKRITIK

      • „Zum Glück geküsst“ ist ein Filmmärchen über Aberglauben in Form von Leitern, schwarzen Katzen, Horoskopen und einer Wahrsagerin. Oder darüber, welchen Unterschied es ausmacht, ob jemand überall gut ankommt, wie die lächelnde Ashley, oder ständig angerempelt und schrecklich missverstanden wird, wie Jake. Später wird Ashley auch angerempelt werden und immer das Falsche sagen, ohne zu wissen, warum.

        Die von Lindsay Lohan („Freaky Friday“) gespielte junge Frau bleibt in ihrer anfänglichen Glückszeit sympathisch und natürlich, was ihre beiden nicht so erfolgreichen Freundinnen und Kolleginnen sehr an ihr schätzen. Sie nimmt das gehobene Ambiente, die schicke Kleidung einfach als gegeben hin. Die dunkle Seite von New York hingegen ist die Heimat des armen Jake mit den blauen Augen. Auch er hat ein großes Herz, und kümmert sich trotz seines ständigen Pechs um die kleine Kusine Katy, auch sie ein Unglückswurm.

        Ungefähr 15 Minuten lang kann man die Story originell und entwicklungsfähig finden. Dann aber nervt der immergleiche Slapstick ganz gewaltig: der Pechvogel und die Autos, die nur darauf warten, ihn mit Pfützenwasser zu bespritzen. Die Taxis, die nur für das Glückskind halten. Dass Ashley in ihrer Pechvogel-Episode dann in Jakes Wohnung mit einer überschäumenden Waschmaschine kämpfen muss, ist ungefähr der Höhepunkt der Langeweile. So viel Pech kann ein einzelner Mensch gar nicht haben, schließlich ist sie bereits bei ihren Freundinnen und im neuen Knochenjob als Elefant im Porzellanladen aufgefallen.

        Regisseur Donald Petrie („Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?“) hat schon bessere Filme gedreht. Ein Highlight hat das schwache Drehbuch dennoch zu bieten: Als sich Ashley und Jake nach dem Kuss wieder über den Weg laufen, erkennt er in ihr eine verwandte Seele, die ihn an früher erinnert. Er ahnt im Voraus, was ihr Schlimmes passieren wird, beschützt sie und bringt sie in seinem früheren Job in einem Bowlingcenter unter. Und Ashley lernt, sich auch ohne Glück durchzubeißen, behält ebenfalls Herz und Humor.

        Auch die kleine Nebenhandlung mit der Ashley, die wahllos fremde Männer küsst, um ihr Glück wiederzufinden – sie weiß nicht, wer der Mann auf dem Maskenball war – ist ganz nett. Doch fehlt durchgehend ein wirklich zündender Witz, etwas Inspiration. Die Geschichte bleibt brav, die Beziehung von Ashley und Jake verbal, distanziert, ohne Konturen. Weder als Komödie, noch als Liebesfilm kann diese Inszenierung überzeugen, höchstens Kinder im Alter von Kusine Katy könnten hier ins Kichern geraten.
      • | FAZIT

      • Weiblicher Glückspilz küsst männlichen Pechvogel und die Rollen vertauschen sich: Zu viel billiger Slapstick versalzt diese unsichere Komödie.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Bianka Piringer

      • | Userwertung

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