Sein ganzes Leben lang jagt Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) einem antiken Schatz hinterher. Bei einer Ausgrabung am Nordpol kommt es zwischen ihm und seinen zwielichtigen Kollegen Ian (Sean Bean) zu Unstimmigkeiten. Von nun an suchen zwei gegnerische Teams nach dem sagenhaften "Vermächtnis der Tempelritter."
Von den Kreuzrittern in Ägypten gefunden, wurde dieses später nach Amerika verschifft und von den Freimaurern vor britischen Truppen versteckt. Der Schatz ist so gigantisch und bedeutend, dass sich die unsichtbare geheime Karte zu dessen Auffindung auf der Rückseite der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten befinden soll. Als Gates das FBI nicht überzeugen kann, gibt es für ihn nur eine Möglichkeit: Er muss die Unabhängigkeitserklärung selbst stehlen, bevor es seine Gegner tun.
Gates gibt in der Suche nach dem Schatz nicht auf, und es finden sich an den verschiedensten Orten immer wieder Hinweise, die zu abermals neuen Hinweisen führen.
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| FILMKRITIK
Auf der Rückseite der Declaration of Idependence befindet sich eine Schatzkarte, die zu unermesslichen Reichtümern führt. "Das Vermächtnis der Tempelritter" präsentiert eine bewusst abstruse Idee, die viele von van Dänikens Theorien glatt verblassen lässt. Genauso außergewöhnlich sind auch die Abenteuer, welche die Helden des Films bestehen müssen. Tollkühner noch als Indiana Jones stürzt sich Benjamin Franklin Gates von einem Abenteuer ins Nächste. Nicolas Cage findet sich in wilden Verfolgungsjagden, actiongeladenen Schießereien und halsbrecherischen Kletteraktionen wieder. Zu Anfang ist all das trotz großer Explosionen noch etwas langweilig, weil die Spannung sich vor all dem Übermaß an Bedrohung kaum aufbauen kann. Allmählich bessert sich dies aber, denn Gates' Gegner sind ihm nah auf den Fersen.
Leider hat "Das Vermächtnis der Tempelritter" eine große Schwäche: Der Film gibt sich selbst sehr wichtig und seriös. Die das B-Movie "persiflierenden" Szenen sind todernst und offensichtlich nicht freiwillig zur Erheiterung gedacht. Zumindest findet sich kein Hinweis darauf. Vollkommen unmotiviert fängt Gates plötzlich an, sich mit der weiblichen Hauptfigur mehr oder weniger leidenschaftlich zu küssen. Menschen in Ausnahmesituationen kommen sich nahe. Genauso belustigend ist die übersättigte Symbolik, wenn Gates die panzerverglaste Unabhängigkeitserklärung als Schutzschild vor den gegnerischen Kugeln verwendet. Noch nie wurden die "Werte der USA" auf ein so wunderbar patriotisches Bild reduziert. Danke, Disney!
So erreicht dann die Story ihren Tiefpunkt, als die Schatzsucher mit einem jahrhundertealten, verrotteten Holzfahrstuhl in einen Schacht tief unter die Gemäuer der Trinity Church in Manhattan fahren. Nebenbei ruinieren die studierten Hobby-Archäologen endgültig den morschen Treppenaufgang und damit auch jede Chance, wieder zurück ans Tageslicht zu finden. Aber halt! Es gibt ja noch einen zweiten Weg nach oben, der sogar noch viel bequemer und sicherer ist.
Wie in verschiedenen Levels eines PC-Spiels geraten die Schatzsucher also von einem Hinweis zum nächsten und machen somit stets neue historische Entdeckungen. Das Erstaunen ist den Protagonisten immer wieder ins ausdruckslose Gesicht geschrieben. Doch auch der bedröhnend-langweilige Soundtrack kann über die mittelmäßigen darstellerischen Leistungen nicht hinwegtäuschen.
Mit einer von Benjamin Franklin (dem echten) gebauten Spezialbrille lässt sich letztlich die Karte auf der Rückseite der Unabhängigkeitserklärung lesen. Eine Brille, die den Film "Das Vermächtnis der Tempelritter" erträglich macht, hat Franklin leider nicht erfunden.
| FAZIT
Schätze suchen und finden für Anfänger. Ed Wood hätte das besser verfilmt!
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung