Garfield, der weltbekannte Kater schafft es dieses Mal, den großen Teich zu überqueren und sogar, sich in einem englischen Schloss einzuquartieren. Das alles nur, weil er mit seinem Doppelgänger verwechselt wird.
Der eigentliche Bewohner der Luxusherberge muss sich derweil mit Garfields Herrchen Jon herumschlagen, der eigentlich ganz anderes im Kopf hat, als sich um seine Haustiere zu kümmern.
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| FILMKRITIK
Für Menschen aus englischsprachigen Ländern muss es immer wieder besonders witzig sein, wenn sich zum Beispiel Briten und Amerikaner in ein und demselben Film tummeln. Und das nur, weil sie ihre Akzente so lustig finden. Für all die armen Menschen, zum Beispiel in Deutschland, die die synchronisierte Version vorgesetzt bekommen, geht bei diesen Filmen so der halbe Spaß verloren.
Garfield 2 besteht vor allem aus dieser Art Gegensätze: das royale und sehr formale System der Briten wird der eher lockeren und unkonventionellen Art der Amerikaner gegenübergestellt. Ein Kater, der über eine Sackgasse herrscht und dem es mit seinem Lieblingsessen, Lasagne, dabei wesentlich besser geht als seinem Kollegen auf der weit entfernten Insel, der zwar über ein ganzes Schloss mitsamt Dienerschaft verfügt, sich dabei aber mit Mince Pie herumschlagen muss.
Jede Menge Popkultur Zitate (Das Schweigen der Lämmer), Fäkalhumor (überdeutlich) und Anspielungen an das wirkliche Leben (Prinz Charles, der es wohl nie zum König bringen wird) lockern den Film vielleicht auf, sind dabei aber schon allzu bekannt aus Shrek und Co. So scheint es, dass ein computeranimierter Kater in einem Realfilm ausreicht, sich der typischen Zitiererei die man sonst aus den bekannten CGI-Filmen kennt, einzureihen.
Apropos computeranimiert: Der Kater selbst ist vollkommen künstlich generiert, wohingegen der Rest des Films ein Realfilm ist. Nur bei den übrigen Tieren wurde auch etwas mit dem Computer nachgeholfen, wobei bei ihnen mehr Wert auf Authentizität gelegt wurde. Garfield bleibt eine Comicfigur, er hat kaum Referenz zu einer wirklichen Katze, dabei wurde aber besonders auf glaubwürdige Bewegungen des Tieres geachtet und die Animation des Fells. Das, so muss man sagen ist ziemlich gut gelungen. Man ertappt sich dabei, sich zu wünschen, das Fellknäuel auf der Leinwand kraulen zu dürfen.
Garfield 2 setzt sich aus einer Aneinanderreihung von Kalauern und nichts sagenden Handlungsepisoden zusammen. Die Story wird dabei mühsam von einer lieblos zusammengeschusterten Liebesgeschichte, zwischen Garfields Herrchen und seiner Verlobten, zusammengehalten. Dabei ist die Charakterisierung von Garfield (in der Originalversion von Bill Murray gesprochen), vor allem sein trockener Humor, gut gelungen.
| FAZIT
Rothaariger amerikanischer Kater macht Urlaub auf der britischen Insel und lernt dabei die Vorzüge des blaublütig Seins kennen. Teilweise unterhaltsam, aber meist hohle Phrasendrescherei, die einen das Kino etwas unbefriedigt verlassen lässt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung