Mittwoch | 30. Mai 2012 | 16:32 Uhr
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    • | KURZINHALT

    • Prinz Amerigo (Jeremy Northam) ist Römer, ein gebildeter Mann, aristokratisch, mit besten Manieren. Leider aber völlig verarmt. So heiratet er Maggie (Kate Beckinsale), die hübsche Tochter des berühmten Adam Verver (Nick Nolte), Kunstsammler und als erster amerikanischer Milliardär international bekannt. Seiner gleichfalls mittellosen Geliebten Charlotte (Uma Thurman), einer Schuldfreundin Maggies, gibt er deshalb notgedrungen den Laufpass. Die Verzweifelte heiratet kurz darauf Adam Verver - und reüssiert als große Dame der Gesellschaft. Doch die alten Liebschaften lassen sich nicht lange unterdrücken...
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    • | CAST & CREW

    Regie:   James Ivory
    Buch:   Henry James als Story  
      Ruth Prawer Jhabvala als Writer  
    Musik:   Richard Robbins
    Kamera:   Tony Pierce-Roberts
    Produzent:   Paul Bradley als Executive Producer  
      Richard Hawley als Executive Producer  
      Ismail Merchant als Producer  
    Darsteller:   Kate Beckinsale als Maggie Verver  
      James Fox als Colonel Bob Assingham  
      Anjelica Huston als Fanny Assingham  
      Nick Nolte als Adam Verver  
      Jeremy Northam als Prinz Amerigo  
      Madeleine Potter als Lady Castledean  
      Uma Thurman als Charlotte Stant  
      Nicholas Day als Lord Castledean  
      Peter Eyre als A.R. Jarvis  
      Nickolas Grace als Lektor  
      Robin Hart als Mr. Blint  
    • | USERKOMMENTARE

    • 8martin| Geld regiert die Welt
    • Diese Vierecksgeschichte ist wie die literarische Vorlage von Henry James ziemlich dialoglastig. Dafür wird man dann aber mit ästhetisch anspruchsvollen Bildern, einer pompösen Ausstattung und edlen Kostümen versöhnt. Dafür bürgt Regisseur James Ivory. Die Unmöglichkeit der Beziehungen zwischen diesen vier Personen ist zwar ein zeitloses Phänomen, im viktorianischen England um 1900 scheint es aber viel wichtiger alles unter den Teppich zu kehren und dort unter Verschluss zu halten. Symbolträchtig dient die titelgebende goldene Schale einem hintersinnigen Zweck. Sie ist äußerlich kostbar und makellos, für Kenner enthält sie aber einen Sprung und ist fast wertlos. Darüber hinaus ist sie das Corpus Delicti, das zur Aufklärung der geheimgehaltenen Liebesbeziehung dienen kann. Ganz nebenbei werden mehrere Gegensätze sichtbar: wie etwa der zwischen Neureichem Ami und verarmtem italienischen Adel oder Fortschritt statt Kunst, Straßenbahnbau oder Museum. In diesem Zusammenhang erleben wir wie die Neue Welt die Alte kulturell ausplündert.
      Der Schluss erscheint vielen unbefriedigend. Er ist für James aber auch nicht so wichtig. Hier ist eher der Weg das Ziel.
    • 24.10.2010 Bewertung:
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