Ashley gelingt alles. Sie hat einfach Glück, und die Karriere in einer PR-Firma läuft gut. Jetzt darf sie einen Maskenball für den Plattenmogul Phillips organisieren, und wenn das klappt, stehen alle Türen offen. Jake ist ein Pechvogel. Und als Manager der britischen Rockgruppe McFly klappt nichts; so kann er dem Plattenmogul Phillips die CD der Band nicht überreichen, weil er fälschlicherweise verhaftet wird. Jake hat eine Idee: Er schleicht sich in den Maskenball ein.
Hier treffen sich Jake und Ashley, küssen sich – und haben damit Glück und Pech vertauscht. Fortan hat Jake Erfolg, während Ashley durch ihr Leben stolpert. Keine Frage: Sie muss den Mann finden, den sie geküsst hat, und ihr Glück zurückholen. Dann aber lernt Ashley Jake kennen, ohne zu wissen, dass er der Maskierte vom Maskenball ist...
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| FILMKRITIK
Die Welt, wie sie „Zum Glück geküsst“ beschreibt, ist ein Märchen. Da ist ein großer Maskenball, bei dem sich zwei unbekannte Maskierte begegnen, sich küssen und fortan schicksalhaft miteinander verbunden sind. Ashley und Jake: Durch den Kuss haben sie Glück und Pech vertauscht, das Rad des Schicksals hat sich für beide gedreht. Er, der unten war, ist jetzt obenauf, sie, die auf dem Weg zur Spitze war, ist nun untendurch. Deshalb muss sie ihn finden, muss zwanzig Männer küssen, um den einen, den richtigen zu treffen, um ihr Glück wiederzufinden. Lose also hangelt sich der Film an Aschenputtel entlang, verknüpft mit dem Twist des vertauschten Schicksals.
Dieses Märchen erzählt Regisseur Donald Petrie als romantische Slapstick-Komödie, die er auf den beiden Extremen aufbaut: Glücksmarie und Pechvogel. Zu Anfang ist Ashley im Glück, alles gelingt, das Wetter wird schön, wenn sie aus dem Haus kommt, und der Stau löst sich für sie auf. Während über Jake alles Unglück dieser Welt hereinbricht, er tritt in Pfützen und fasst in Hundescheiße und wird als perverser Vergewaltiger festgenommen. Das ist auch das eigentlich Interessante des Films: Die Dinge zu sehen und zu rätseln, was der unglücklichen Figur als nächstes zustoßen wird. Und meistens liegt man richtig mit seinem Tipp, weil alles recht vorhersehbar und offensichtlich ist.
In Wirklichkeit aber ist das ganze Gewese um Märchen und Glück ein Vorwand. In Wirklichkeit geht es einmal darum, junge Frauen zu zeigen, denen es gut geht und die viel kichern und kreischen beim Kleideranprobieren. Und dabei gleichzeitig mahnend den Finger zu heben: Diese Glück hält nicht ewig, man darf sich nicht daran gewöhnen, es gar als selbstverständlich hinnehmen; und wenn man dann mal runter ist vom hohen Ross, dann muss man sich berappeln und mit dem kleinen Glück der Zweisamkeit begnügen.
Zweitens geht es darum, die britische Band McFly in Amerika bekannt zu machen. Jake ist im Film ihr Manager, und mit seiner Glückssträhne bringt er sie auf die Bühne des ausverkauften Hard Rock Cafés. Wo sie zwei ihrer Singles spielen. McFly, das ist eine rockig-poppige Boygroup, die zwei UK-Alben herausgebracht hat und nun in den USA landen will (was Robbie Williams ja bisher nicht gelungen ist). Orientiert an den frühen Beatles – von den Melodien, von den Texte wie auch von der Strategie her, sich per Film weltweit bekannt zu machen – gibt es doch einen Unterschied: McFly bringt nichts, was Oasis, andere große Beatles-Epigonen, vor zehn Jahren nicht schon besser gemacht haben. Und Donald Petrie ist nicht Richard Lester, und diese recht flügellahme Romantikkomödie ist nicht „A Hard Day’s Night“.
| FAZIT
Ganz konventionelle Märchenromanze.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung