Donnerstag | 31. Mai 2012 | 05:39 Uhr
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  • FILM REVIEW | Der Spongebob Schwammkopf Film
  • Der Spongebob Schwammkopf Film

    Kinderfilm, Zeichentrick | USA 2004
  • | INHALTSANGABE

  • In der Unterwasserwelt Bikini Bottom wacht Spongebob wie jeden Morgen fröhlich auf, doch heute ist ein besonderer Tag: Er rechnet fest mit seiner Beförderung zum Manager des neueröffneten Burgerrestaurants „Krosse Krabbe 2“ – und wird bitterlich enttäuscht, denn sein fauler Kollege Taddäus erhält den Posten, weil er nicht so kindisch ist wie Spongebob. Doch der Schwammkopf erhält die Chance, sich zu bewähren, als Plankton, der böse Konkurrent von Spongebobs Chef Mr. Krabs, die Krone des Unterwasserkönigs Neptun klaut und den Diebstahl Mr. Krabs in die Schuhe schiebt. Spongebob und sein Freund Patrick machen sich auf den weiten und gefährlichen Weg nach Shell City, von wo noch nie jemand zurückgekehrt ist. Von dort wollen sie die Krone des Königs zurückholen...
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      • | FILMKRITIK

      • Sender gibt’s, die gibt’s gar nicht. Super RTL zum Beispiel, wo tagsüber blödsinnige Spielzeugwerbung läuft und abends alte RTL-Sendungen recycelt werden. Doch auf Super RTL läuft die Zeichentrickserie „Spongebob“, und – zurecht – hat der Schwammkopf seine Fans bei Kindern und bei Erwachsenen.

        Die Unterwasserwelt von Bikini Bottom ist lustig gezeichnet, Spongebob und sein Freund, der Seestern Patrick, erleben dort lustige Abenteuer mit lustigen Nebenfiguren wie Mr. Krabs, dem Chef des Fast-Food-Restaurants „Krosse Krabbe“, Taddäus, dem faulen und unfähigen Angestellten, dem bösen Plankton, der stets die Geheimformel für die leckeren Krabbenburger stehlen will. Bikini Bottom ist liebevoll gestaltet, alle Gegenstände in dieser Welt der Meerestiere sind menschlicher Abfall, der hier zu neuem Nutzen kommt als Haus oder Kleidungsstück – und immer gibt es auch Gags für Erwachsene, wenn auf spielerische Weise die Marketingstrategien von Großkonzernen – hier die Krabbenburgerrestaurants – thematisiert werden oder in selbstreflexivem Scherz das Medium selbst - die Fernsehserie, der Kinofilm – in die Handlung einbezogen werden.

        Das alles beinhaltet auch der Spongebob-Film: Die Verdummungstaktik der Werbeindustrie –bei der Reklame für den von Plankton verkauften Krabbenburger – wird treffend gezeichnet, wenn alle Tiere im Lauf des Films zu Zombies werden, die dem bösen Plankton absolut hörig sind. Und der Anfang mit echten Schauspielern in einem echten Schiff auf dem echten Meer ist eine Piratenfarce, ein Prolog für die Unterwasserhandlung, die dann am Ende wieder aufs Festland überwechselt und dabei wieder den Zeichentrickmodus verlässt. Der Film geht dabei dahin, wo die TV-Serie nicht hinkommt, und bleibt doch der Spongebob-Welt treu.

        Auf der Suche nach der Krone von König Neptun wollen Spongebob und Patrick beweisen, dass sie reif und erwachsen sind – schon früh im Film wird Spongebob als „Trottel, Obertrottel, Supertrottel, Supertotalobertrottel“ beziehungsweise schlicht als „kindisch“ charakterisiert, und das hat den Schwamm tief verletzt – doch in der Tat lässt er sich sehr leicht ablenken von Sachen, die Spaß machen: Schokoladeneis, Blubberblasen oder die Verehrung einer komischen Erdnuss, die den Unterwasserhit „Wir sind alle taube Nüsse“ singt... Spongebob und noch mehr Patrick lassen sich eher vom Spaßfaktor als vom Ernst der Situation leiten, und das ergibt tatsächlich ein schönes Zusammenspiel der beiden Freunde, die, darauf kann man warten, eben doch immer wieder haarscharf das Falsche tun.

        Das macht den Film lustig und fröhlich und, ja, kindisch – aber leider ist es insgesamt auch ein bisschen zu lang, die Episodenform der Fernsehserie lässt sich eben nicht ganz so leicht auf das Kinofilmformat aufblasen, so dass der Weg von Spongebob nach Shell City einige Längen hat. Zumal der Film zu sehr auf seiner Botschaft des Kindischen besteht: Es hätte gereicht, wenn in einem kindischen Film kindische Figuren die Helden sind, frisch und unbedarft und fröhlich und frei. Die Botschaft aber wird recht penetrant verbreitet, über die Handlung und mehrfach auch über den Dialog, so dass leider genau dieser Aspekt dem charmant Kindischen des Films wieder entgegensteht.
      • | FAZIT

      • Lustig, aber ein bisschen zu lang kann der Spongebob-Film Kinder wie Erwachsene unterhalten.
      • | BEWERTUNG

      • Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung
      • Gesamtwertung:
      • Autor: Harald Mühlbeyer

      • | Userwertung

      Wertung: 7.6/10 (5 votes)

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