Superman (Brandon Routh) kehrt nach fünf Jahren Abwesenheit auf die Erde zurück. Nach der erfolglosen Suche nach seinem zerstörten Heimatplaneten, muss er feststellen, dass sich in seiner Absenz viel geändert hat.
Der Fakt, dass die Kriminalitätsrate in Metropolis sprunghaft angestiegen ist, macht ihm weniger zu schaffen – dies wird er binnen kurzem ändern. Doch Lois Lane (Kate Bosworth), seine große Liebe, scheint ein erfolgreiches Leben ohne ihren Superhelden zu führen. Sie ist mit dem Neffen des Chefredakteurs verlobt und hat einen kleinen Sohn. Zudem soll ihr der Pulitzerpreis verliehen werden, ausgerechnet für einen Artikel mit dem Titel „Warum die Welt auch ohne Superman auskommt“.
Während er noch mit diesen neuen Informationen hadert, gerät Lois in Lebensgefahr. Sie ist an Bord eines neuartigen Flugzeuges, von dessen Rücken aus ein Space-Shuttle starten soll, doch es kommt zu Problemen. Superman eilt zu ihrer Rettung und so treffen sich die beiden das erste Mal wieder.
Diese Begegnung nährt Supermans Hoffnung, dass Lois doch noch etwas für ihn empfindet. In dem Kampf für Gerechtigkeit, und seinem persönlichen kleinen Kampf um Lois, entgeht Superman ein wichtiger Fakt.
Lex Luthor (Kevin Spacey) ist wieder auf freiem Fuß. Superman hätte gegen ihn aussagen müssen, als dies nicht geschah, wurde sein Erzfeind aus dem Gefängnis entlassen.
Und Luthor hat dieses Mal ganz besonders finstere Pläne, die nicht nur Superman betreffen, sondern das Wohl von Milliarden von Menschen.
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| FILMKRITIK
Schon der Vorspann macht klar wo wir uns befinden – dies ist die Welt der Superhelden – der Hollywood Blockbuster. Nicht umsonst erinnert alles ein wenig an Starwars.
Superhelden – ein Thema für sich. Sie haben großartige Fähigkeiten, sie sind übermenschlich oder manchmal auch gar nicht menschlich und sie haben alle ihren persönlichen Schwachpunkt. Dennoch unterscheiden sie sich grundlegend und so muss man sich fragen – wer ist mein persönlicher Superheld? Stehe ich eher auf Batman, Hulk, Spiderman, Hellboy oder die Fantastischen Vier?
Superman ist sozusagen der Prototyp aller Superhelden. Er ist gerecht, er hat fantastische Fähigkeiten und er ist immer... tugendhaft. Und das kann zum Problem werden.
Während bei Batman meist die Bösewichte im Vordergrund stehen, ist Superman größtes Problem Lois Lane und damit die Liebe.
Dabei wartet Superman Returns mit einem fantastischen Bösewicht auf, Kevin Spacey als Lex Luthor. Er ist zynisch, er ist gemein und er ist wirklich lustig. Die komödiantischen Highlights des Filmes setzen Luthor und seine Crew. Und oftmals so subtil, dass es Freude macht ihnen dabei zuzusehen.
Aber zurück zu Superman. Bryan Singer hat es verstanden dem abgedroschenen Bild des Superhelden wieder Leben einzuhauchen.
Da wäre zunächst die fantastische Wahl seines Schauspielers. Brandon Routh, ein unbeschriebenes Blatt, sieht nicht nur aus wie der Comic-Superman. Er agiert, als wäre dies sein zwanzigster Blockbuster und nicht seine erste Hauptrolle.
Kritisch wird es immer dann, wenn das Drehbuch ihm in manchen Helden-Momenten pathetische Sätze in den Mund legt, die zuweilen unfreiwillig komisch wirken.
Zudem ist die Entscheidung Clarke Kent und Superman durch das Make Up zu unterscheiden, indem Superman besonders comic-haft und maskenartig wirkt, nach hinten losgegangen. In diesen Momenten spielt das Make Up gegen den Schauspieler.
Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten macht Singer nicht den Fehler seinen Helden als einseitige Beschreibung eines tugendhaften Menschen verblassen zu lassen. Zwar ist Superman noch immer der perfekte Schwiegersohn, doch in diesem Film wird er auf eine harte Probe gestellt. Denn dieses Mal geht es an die Substanz, an das nackte Überleben.
| FAZIT
Bryan Singer beweist, dass er Superhelden meisterhaft inszenieren kann, nach X-Men und X2 nun auch den Prototyp des Helden – Superman.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung