Andy Sachs (Anne Hathaway) hat Ambitionen, sie will Journalistin werden, am besten bei einer renommierten Zeitung. So verschlägt es das Kleinstadtmädchen nach New York. Doch der Zufall spielt ihr ausgerechnet einen Job als zweite Assistentin von Miranda Priestly (Meryl Streep) in die Hände. Miranda ist die Fashion Expertin schlechthin, als Chefredakteurin des Modemagazins „Runway“ hat sie über Jahrzehnte die Mode bestimmt und geprägt.
Andy scheint in dieses neue Umfeld so gar nicht hineinzupassen, Mirandas Blick, als er über Andys ausgeleierten Pullover und das lieblos frisierte Haar gleitet, spricht Bände. Andys neue Kollegin und direkte Ansprechpartnerin Emily (Emily Blunt) hat für den Neuling nur Verachtung übrig.
Doch da einem nach einem Jahr Assistenz bei Miranda sprichwörtlich alle Türen offen stehen, lässt sich Andy auf die neue Stelle ein. Und wird nun tagtäglich mit der Modewelt konfrontiert, allen voran die Clackers, Andys neue Kolleginnen. Der Name beruht auf dem Geräusch, den ihre hohen Absätze machen, wenn sie morgens durch die Marmorhalle gehen.
Nach ein paar Wochen hat sich Andy zwar einigermaßen eingelebt, doch Miranda akzeptiert sie noch immer nicht. Und als Andy es nicht schafft ihr einen Flug aus Miami zu besorgen, als über der Stadt gerade ein Hurrikan tobt, ist sie kurz vor der Entlassung. Doch dann fasst Andy den Entschluss sich mit Haut und Haaren dem Job zu widmen. Sie verwandelt sich allmählich in eine der Clackers, ohne es wirklich zu merken.
Ihr Freund Nate (Adrian Grenier) sieht diese Entwicklung mit Bedenken. Andy schafft es noch nicht einmal rechtzeitig zu seinem Geburtstag da zu sein und wird Tag und Nacht von Miranda tyrannisiert. Als Andy gegenüber Modeguru Nigel (Stanley Tucci) diese Probleme äußert, reagiert er nur mit einem Schulterzucken. Wenn du kein Privatleben mehr hast, weißt du dass du deinen Job für Miranda gut machst, wenn dein Leben ein Trümmerhaufen ist, ist es Zeit für eine Beförderung.
So fasst Andy allmählich Fuß in der Branche, lernt den Journalisten Christian Thompson (Simon Baker) kennen und entfremdet sich immer mehr von ihren Freunden. Und schließlich wird sie von Miranda auch noch vor ein Angebot gestellt, das Andys Moral auf eine harte Probe stellt.
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| FILMKRITIK
Anne Hathaway scheint seit Plötzlich Prinzessin für Rollen prädestiniert zu sein, bei denen die Hauptdarstellerin eine 180-Grad-Wende macht und vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan wird. Denn letztendlich ist Der Teufel trägt Prada nur eine erwachsenere Version des erstgenannten – mehr Sex and the City als Clueless.
Doch wer hier eine bissige Abrechnung mir der Modebranche erwartet, wird durch Oberflächlichkeit enttäuscht. Eine Welt, in der Andy mit ihrer Größe 36/38 schon als Moppelchen gilt, ist eben am Äußeren interessiert, mag man da als Entschuldigung anbringen. Doch es ist nicht die Welt, die der Film porträtiert, sondern die Geschichte, die nichts Neues bietet. Kleinstadtmädchen kommt in die Großstadt, wird von bösen Menschen korrumpiert, entscheidet sich letztendlich aber doch für die Moral. Das biedere Amerika hat die Geschichte so angenommen, der Film ist gut gestartet.
Dass der Film trotzdem Unterhaltungswert besitzt, verdankt er vor allem Meryl Streep. Ihre Darstellung als Miranda Priestly variiert von urkomisch bis faszinierend widerwärtig. Doch sie kommt in diesem Film viel zu kurz, ist am Anfang eher Statistin und erst am Ende taucht der Film kurz in ihre Persönlichkeit ein.
Auch das junge Talent Emily Blunt kann überzeugen. Die rehäugige Anne Hathaway wirkt gegen die spritzige Eleganz der Britin einfach nur blass. Dies sind jedoch nur kurze Augenblicke, in denen der Regisseur von Sex and the City David Frankel die brillante Unterhaltungskunst aufblitzen lässt, die für die Serie so typisch war. Denn die Geschichte bietet nicht genug und pauschalisiert.
Denn interessanterweise soll der Film, glaubt man den Aussagen der Filmemacher, von modernen selbstständigen Frauen handeln. Doch nimmt man dies genauer unter die Lupe, hat die Geschichte einen Haken. Denn offensichtlich können Frauen eben nicht erfolgreich sein. Als Andy immer besser in ihrem Job wird, zieht sich ihr soziales Umfeld von ihr zurück, obwohl sie immer wieder beteuert die Alte zu sein. Das ist nicht nur ein Klischee, was in Hunderten von Filmen bereits plattgetreten wurde, sondern ist auch im Kontext der Geschichte gesehen nicht logisch.
Und spätestens nach Mirandas Zusammenbruch und der drohenden Scheidung wird klar, worauf der Film wirklich plädiert. Als Frau kann man nicht erfolgreich Karriere machen ohne ein Monster zu werden, was kein Privatleben mehr hat. Oder eben ein Teufel. Natürlich in Schuhen von Prada.
| FAZIT
Oberflächlicher Film, bei dem nur Meryl Streep für unterhaltsame Momente sorgt.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung