Carl und Molly heiraten. Doch Carls bester Freund ist nicht verheiratet, hat Job und Auto verloren und schläft in einer Bar. Klar, dass Carl ihm für ein paar Tage die Couch im Wohnzimmer anbietet. Mollys Ärger darüber wächst täglich, denn Carls Freund Dupree spricht den Anrufbeantworter um, abonniert Pay-TV und macht auch sonst, was er will.
Als auch noch das Wohnzimmer brennt, schmeißt Carl seinen Freund hinaus. Doch der kommt wieder, und diesmal ist es Molly, die ihn wieder aufnimmt und sich immer besser mit ihm versteht. Was Carl gar nicht gefällt. Der steht auch im Job zunehmend unter Druck, denn der Firmenchef ist sein Schwiegervater, und der meint es gar nicht gut mit Carl. Molly und Carl schlittern in eine ernste Ehekrise. Da läuft Dupree zur Hochform auf, denn er fühlt sich berufen, die beiden wieder miteinander zu versöhnen.
WERBUNG
| FILMKRITIK
Die Komödie unter der Regie der Brüder Joe und Anthony Russo hat drei Pluspunkte: gute Schauspieler, ein Drehbuch, das Dupree vom anfänglichen Kumpel Carls zum Vertrauten seiner Frau werden lässt, sowie witzige Sprüche aus Duprees Mund. Dupree-Darsteller Owen Wilson, bekanntlich verbal ausdrucksstark, ließ einige Einfälle in das Drehbuch einfließen und dabei seinem Talent zum Dialogwitz offensichtlich freien Lauf.
Schon die Eingangsszenen bei der Hochzeitsfeier auf Hawaii führen gekonnt in die unmögliche Konstellation ein: Carl (Matt Dillon) ist eigentlich ernst, und er heiratet in eine wirklich reiche Familie ein. Da kommt sein bester Freund Dupree zu spät, weil er sich in der Insel geirrt hat, und droht auch sonst mit seinem Partycharme die Veranstaltung an sich zu reißen. Owen Wilson ist als Dupree besonders ungekämmt und macht einen etwas verwahrlosten Eindruck. Schlecht für seine baldige Rolle als Dauergast in Mollys und Carls gepflegtem Heim.
Dort werden dann alle Register gezogen, was ein stets unschuldiger Traumtänzer, der gar nicht stören will, alles falsch machen kann. Er überredet Carl zu einem Herrenabend der ausgelassenen Art und wundert sich stets über die schlechte Laune des jungen Ehepaars, wenn es von der Arbeit heimkommt. Molly (Kate Hudson) arbeitet gar nicht standesgemäß als Lehrerin an einer Schule für sozial benachteiligte Kinder. Und Carl muss seinen Schwiegervater mit der Entwicklung eines großen Siedlungsprojekts überzeugen.
Dupree hingegen macht bei seinem einzigen Bewerbungsgespräch dem erstaunten Personalchef klar, dass er keineswegs gedenkt, sich für den Job abzuarbeiten. Das war’s dann auch schon: Künftig trainiert Dupree Radfahren, spielt mit den Kindern der Siedlung und hält an Mollys Schule einen Vortrag zur Berufsberatung: Wer bis ins Alter von über 30 seine Bestimmung noch nicht gefunden hat, soll einfach weiter warten: Eines Tages kommt der Ruf vom Mutterschiff. Lachhafte, aber irgendwie auch tiefsinnige Wortspiele sind Duprees Markenzeichen. Ganz oben rangiert „Carlheit“: So bezeichnet er die individuellen Qualitäten seines Freundes.
Höhepunkt ist das Aufeinandertreffen von Dupree mit dem Schwiegervater (Michael Douglas), das Carl den Rest gibt. Dupree und der Schwiegervater verstehen sich auf Anhieb, denn Dupree verfällt ins Anglerlatein, als er merkt, dass der Schwiegervater gerne angelt. Matt Dillon spielt sehr überzeugend und mitreißend, wie der seriöse Carl trotz zunehmender Widrigkeiten versucht, die Beherrschung nicht zu verlieren. Wilson fühlt sich als Dupree sichtlich wie ein Fisch im Wasser, und Kate Hudson als Molly ist immer für ein sonniges Lachen zu haben. Michael Douglas schließlich zeigt als Schwiegervater und Unternehmenstycoon erneut Haifischqualitäten.
| FAZIT
Owen Wilson, Kate Hudson und Matt Dillon in einer Drei-sind-einer-zu-viel-Komödie: witziges Spiel mit den Konflikten, die ein anstrengender Dauergast auslöst.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung