Action,
Komödie,
Western,
Krimi
| Frankreich / Mexiko / USA 2006
| INHALTSANGABE
Mexiko, irgendwann zu Zeiten des Wilden Westens: Maria ist eine Bauerntochter, deren Vater sein ganzes Leben lang hart gearbeitet und gespart hat, um später ein-mal seiner Tochter etwas hinterlassen zu können. Sara ist die verwöhnte Tochter eines Bankiers.
In diesen Zeiten geht es der Staatsbank von Mexiko nicht allzu gut und so beschließt Saras Vater, Jackson, dem Gesandten einer Bank aus New York, Gringoland, die Bank zu überlassen.
Das war ein Fehler, den er selbst nicht mehr erleben wird, die Bande von Jackson räumt, radikal mit allem was ihr im Wege steht, auf. Auch Marias Vater wird nicht ge-schont. Maria beschließt deshalb für die Gerechtigkeit zu kämpfen, für ihr Volk und dessen Freiheit und Unabhängigkeit. Das tut sie auf eine ganz spezielle Weise, sie raubt die Bank aus, die ihrem Vater alles nahm. Sara muss auch sehen wo sie bleibt und hat die gleiche Idee, allerdings zunächst ganz andere Ziele: Sie will mit dem er-beuteten Geld zurück nach Europa, wo sie jahrelang gelebt hat.
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| FILMKRITIK
Salma Hayek und Penelope Cruz zusammen in einem Film? Vielleicht wäre es über-trieben zu sagen, da habe ja jeder schon darauf gewartet und es gleichzeitig für un-möglich gehalten. Werden die beiden doch für zu ähnlich gehalten, um sie im selben Film zu besetzen. Doch hier wird geballte Latina-Power aufgefahren. Und sie halten im Doppelpack was sie versprechen.
Soweit zur Realität.
Zum Film: Sara und Maria, beide können reiten wie die Teuflinnen, die eine kann schießen wie der Leibhaftige selbst, dafür bekommt die andere dabei - und auch sonst in Stresssituationen - immer Schluckauf, ist dafür aber mit Messern ganz gut. Man sieht, die beiden ergänzen sich hervorragend. Doch das müssen sie erst einmal herausfinden, denn am wenigsten sind sie selbst davon überzeugt.
Nachdem sie durch eine Art Bootcamp bei einem alten Bankräuber-Hasen (37 Ban-ken, ungestraft!) gegangen sind, sind sie von nun an Partner. Gut, ganz begraben werden kleine Eifersüchteleien nie, aber man merkt die beiden mögen sich - sehr.
Da kommt noch ein dritter ins Spiel: Quentin, auch ein Gringo. Er jedenfalls ist Krimi-nologe und eigentlich darauf angesetzt, den Mord an Saras Vater aufzuklären. Zu-nächst verfolgt er diese Spur, aber als sich die Banküberfälle häufen, wird er auch auf diesen Fall angesetzt und soll helfen die berüchtigten und per Steckbrief gesuch-ten Bandidas aufzuspüren. Die finden aber ihn und können ihn ziemlich schnell von ihrer Unschuld überzeugen und auf ihre Seite bringen.
Mit Marias Bauernschläue, Saras europäischer Bildung und Quentin, einem, der ei-gentlich zur Gegnerseite gehört, was kann da noch schief gehen? Eine ganze Menge - zunächst. Denn, bei zwei Single-Frauen, wer soll den einzigen Mann denn nun am Ende bekommen? Der Ärmste ist selber ganz verwirrt und nicht nur zwischen diesen Beiden hin und her gerissen.
In diesem Film geht es aber nicht nur um den Kampf der Geschlechter, um Geld und waghalsige Reitmanöver. Es geht auch um Zusammenhalt, um Solidarität und um Mexiko und seinen Kampf um Unabhängigkeit von seinem (scheinbar) übermächti-gen Nachbarn USA.
Angesiedelt ist der Film zwar in einer Zeit, die schon lange vorbei ist, und doch wer-den immer wieder Bezüge zur Neuzeit genommen. Es geht um Gringos, die sich im heutigen Leben ihren mexikanischen Hausangestellten überlegen fühlen, hier in die-sem speziellen Fall sind es Köche in einem Privatzug.
„Viva Mexiko“ singt Sara später irgendwann; Sara, die gebildete, in Europa erzogene Tochter reicher Eltern. Zuerst wollte sie nur dahin zurück, wo es Tee am Nachmittag und größere Banken gibt. Zunächst gilt es aber zusammen mit Maria die Heimat vor gierigen Gringos zu retten. Ob das gelingt, soll hier nicht verraten werden, aber am Ende steht den beiden Ladies die ganze Welt offen. Freundinnen sind sie jetzt auf jeden Fall!
| FAZIT
Rasante, knallfarbige, Actionkomödie, mit zwei Ladies von denen man nach guten anderthalb Stunden eigentlich noch nicht genug hat.
| BEWERTUNG
Dieser Film erreichte auf einer Skala von 0 - 5 Punkten (5 = sehr gut) folgende Wertung